AMVersicherungen setzen klare Zeichen für die Zukunft

20.02.2001 | Köln
Die Aachener und Münchener Versicherungen setzen klare Zeichen für die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2001 haben sich die beiden Gesellschaften, die zur Spitzengruppe der Lebens- und der Kompositversicherungen gehören, zwei Hauptziele gesetzt.

"Kräftiges Wachstum auf hohem Niveau und ein qualitativ gutes Geschäft". Der Vorstandsvorsitzende der AMVersicherungen, Dr. Michael Kalka, erklärte auf der Bilanzpressekonferenz: "Wir haben uns strukturell neu positioniert. Unsere Organisationen sind straffer und flexibler geworden. Die Kosten werden damit um jährlich rund 30 Millionen DM gesenkt. Wir sind insgesamt betrachtet für den Wettbewerb sehr gut gerüstet". Vor allem: "Die AMVersicherungen werden sofort nach der Verabschiedung der Rentenreform auch durch den Bundesrat ihren Kunden "maßgeschneiderte Angebote" für den Aufbau einer staatlich geförderten privaten Altersvorsorge anbieten können", erklärte Kalka. Der Start ins Geschäftsjahr 2001 sei beiden Gesellschaften "glänzend gelungen".

Strukturelle Neupositionierung der AMVersicherungen

"Wir haben in 2000 eine doppelte Kraftanstrengung gemeistert", betonte Dr. Kalka. Neben einer sehr guten Geschäftsentwicklung hätten beide Unternehmen "nach innen ihre Hausaufgaben gemacht". Kalka: "In unseren Unternehmen haben sich entscheidende Veränderungen vollzogen. Beide Unternehmen stehen unter einheitlicher Leitung, beide treten gemeinsam im Markt auf. Auch die Verantwortung für die gewollte Vielfalt der Vertriebe liegt jetzt in einer Hand. Dr. Kalka: "Aber wir haben es nicht nur bei einer Zentralisierung des Vorstandes und einem gemeinsamen Auftritt belassen. Wir haben in 2000 konsequent weiterreichende strukturelle Veränderungen eingeleitet und abgeschlossen. Dazu gehören im wesentlichen drei Schritte:

Für beide AM-Unternehmen gibt es jetzt neben den versicherungstechnischen Abteilungen nur noch einheitliche Stabsabteilungen.

Die Zahl der Verwaltungsdirektionen der AMVersicherung wurde von 11 auf 5 reduziert.

Der eigene Vertrieb wurde einer strengen Qualitäts- und Kostenanalyse unterworfen. Als Konsequenz daraus wurden die Allfinanz Service Organisation und der Maklerservice gestrafft. Konkret: Die Zahl der Geschäftsstellen der AMLeben wurde von 24 auf 14 reduziert.

Sowohl die AMLebensversicherung als auch die AMVersicherung haben im Geschäftsjahr 2000 sehr gute Ergebnisse erzielt. "Beiden Unternehmen ist es gelungen, ein hohes, gesundes Wachstum und eine deutliche Verbesserung der Ertragslage zu erzielen. Vor allem habe die AMVersicherung in dem schwierigen Kraftfahrtbereich bemerkenswert positive Schritte hin zu einer Trendwende erreicht und damit klar besser als die Branche insgesamt abgeschnitten. Im ertragreichen Privatkundengeschäft konnte die AMVers wie in den Vorjahren weitere Marktanteile gewinnen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Aachener und Münchener Lebensversicherung aus dem Geschäftsjahr 2000:

Die gebuchten Bruttobeiträge sind um 12,7% auf erstmals über 5 Milliarden DM gestiegen. Damit hat das Unternehmen weitere Marktanteile beim Beitrag hinzugewonnen.

Der Versicherungsbestand hat sich um 4,6% auf eine Versicherungssumme von 160,6 Milliarden DM erhöht. (1999: 153,5 Milliarden DM).

Der laufende Jahresbeitrag des Bestandes steigerte sich um 7,7% auf 5,1 Milliarden DM (1999: 4,7 Milliarden DM).

Der Bestand an Kapitalanlagen ist um 8,3% auf 32 Milliarden DM gewachsen. Das Resultat daraus ist sehr erfreulich. Trotz des niedrigen Zinsniveaus konnte eine Nettoverzinsung von 7,6% erzielt werden.

Das Neugeschäft ist auf hohem Niveau geblieben, aber nach dem ausgesprochenen Boom-Jahr 1999 zur Normalität zurückgekehrt. Die AMLeben hat deshalb in ihren internen Planungen und Zielsetzungen für die Vertriebe das Geschäftsergebnis 1998 als "realistischen Maßstab" angelegt. Diese Erwartungen wurden weit übertroffen. Beim Neugeschäft nach laufendem Jahresbeitrag konnte die AMLeben ein Ergebnis von 753,7 Millionen DM erzielen (1999: 1,07 Milliarden DM). Bezogen auf das Geschäftsjahr 1998 bedeutet dies einen Anstieg um knapp 160 Millionen DM, beziehungsweise um fast 27%.

Die Struktur des Neugeschäfts belegt den Trend von den konventionellen Kapital- und Rentenversicherungen zu Fondsgebundenen Versicherungen. Gemessen am laufenden Jahresbeitrag hatten die Fondsgebundenen Versicherungen in 2000 erneut den größten Anteil am Neugeschäft. Ihr Anteil wuchs von 65,9% auf 73,5%. Mit einem Anteil von 16% liegen die klassischen Kapitalbildenden Lebensversicherungen an zweiter Stelle. Auf Rentenversicherungen (einschließlich Berufsunfähigkeitsversicherungen) entfielen 6,5%.

Die Versicherungssumme des eingelösten Neugeschäfts erreichte in 2000 den Betrag von 19,2 Milliarden DM. (1999: 28,5 Milliarden DM). Das Ergebnis des Jahres 1998 wurde damit um 1,2 Milliarden DM übertroffen. Damit hat das Unternehmen erneut seine große Vertriebsstärke unter Beweis gestellt. Einen überragenden Anteil an diesem Erfolg hatte wiederum die mit uns partnerschaftlich verbundene Deutsche Vermögensberatung mit ihren rund 25 000 Vermögensberatern.

Die Stornoquote betrug 6,2 %. Damit konnte die von 1998 auf 1999 erzielte Verbesserung auch in 2000 gehalten werden.

Der Verwaltungskostensatz konnte auf 3,2% (1999: 3,4%) gesenkt werden. Damit wurde die Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Der Abschlusskostensatz betrug 5,6%. Im vergleichbaren Zeitraum 1998 hatte der Abschlusskostensatz noch 5,8% betragen. Durch das überaus starke Neugeschäft in 1999 hatte er auf 5,3% reduziert werden können.

Als Ergebnis dieses insgesamt betrachteten sehr guten Geschäftsjahres 2000 hat die AMLeben einen Rohüberschuss von 1,53 Milliarden DM (+ 10,5%) erwirtschaftet. Nach Zuteilung der Direktgutschrift von 357 Millionen DM ergibt sich ein Gesamtüberschuss von 1,176 Milliarden DM. Das sind 124,6 Millionen DM beziehungsweise 11,8% mehr als im Vorjahr.

Die AMLeben ist vor diesem guten, stabilen wirtschaftlichen Hintergrund in der Lage, im Jahr 2001 ihre Überschussbeteiligung für ihre Kunden auf dem bisherigen hohen Niveau aufrechtzuerhalten.

Die AMLeben wird ihren Aktionären eine Dividende von 18 DM/Aktie sowie einen Bonus von 2 DM/Aktie zahlen. Dies ergibt für den anrechnungsberechtigten Aktionär zusammen mit der Steuergutschrift einen Gesamtbetrag von 28,57 DM/Aktie. Außerdem wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln, ohne Ausgabe neuer Aktien, im Verhältnis 10:1 von 64,8 Mio. Euro auf 71,3 Mio. Euro zu erhöhen.

Die Rentenreform und der damit einhergehende Aufbau einer staatlich geförderten privaten Altersvorsorge stellt die Versicherungswirtschaft vor große Herausforderungen und unter einen verstärkten Wettbewerbsdruck. Die AMVersicherungen sehen die Reform des Bundesarbeitsministers - auch wenn sie zu kompliziert, in manchen Bereichen zu bürokratisch erscheint - insgesamt als positiv an. Denn endlich bekennt auch die Politik, dass die bisherige gesetzliche Rente nicht ausreicht, um im Alter Lebensqualität zu garantieren. Die AMLeben wird unmittelbar nach dem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens - im April - den Anforderungen voll entsprechende Produkte anbieten. Auf der Basis des Kabinettsentwurfs wurden drei verschiedene Altersvorsorgetarife entwickelt.

Bereits seit November letzten Jahres haben unsere Vertriebe die Möglichkeit, Kunden auf Wunsch für die jetzt abgeschlossenen Verträge die spätere Umstellung auf einen förderfähigen Tarif zu bestätigen.

Ganz neue Bedeutung, und dies zeigt die gute Resonanz im Markt, bekommt aufgrund einer geänderten Gesetzeslage die Berufsunfähigkeitsversicherung. Dieses Gesetz schafft mit Beginn von 2001 die Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos durch die Sozialversicherungsträger für Bürger unter 40 Jahren de facto ab und führt stattdessen nur noch eine gestaffelte Erwerbsunfähigkeitsrente ein. Bei Jüngeren hat dies zu einem wesentlichen Verlust des Versicherungsschutzes geführt. Die AMVersicherungen haben deshalb ihr Angebot in diesem Bereich vollständig überarbeitet und es ist nicht nur in Medien und bei der Stiftung Warentest oder bei Morgen & Morgen sehr gut bewertet worden, sondern auch bei den Kunden auf eine große, positive Resonanz gestoßen.

Dr. Kalka: "Wir haben für 2001 alle Chancen, weiterhin deutlich zu wachsen und weitere Marktanteile hinzuzugewinnen".

Die AMVersicherung hat ein glänzendes Geschäftsergebnis erzielt

Marktanteile und Ertrag erneut besser als die Branche/

Dividende 20 DM und 5 DM Bonus je Aktie

Die Aachener und Münchener Versicherung hat auch mit dem Geschäftsjahr 2000 ihren eindrucksvollen Erfolgskurs fortgesetzt. Marktanteile und Ertrag waren erneut besser als in der Branche insgesamt. Vor allem ist es dem traditionsreichen Unternehmen, das im letzten Jahr sein 175-jähriges Bestehen feierte, gelungen, im ruinösen Kraftfahrtbereich das Beitragswachstum um 9,8% auf 908,5 Millionen DM zu erhöhen. Damit belegt die AM-Versicherung einen absoluten Spitzenplatz in der Branche, die in diesem wichtigen Segment nur einen Zuwachs von 2,8 % verzeichnen kann.

Auch in den anderen Sparten, in denen der Markt über Stagnation klagt, konnte die AM-Versicherung ihr Beitragsaufkommen deutlich steigern. Dr. Kalka: "Insgesamt betrachtet konnten Marktanteile in allen wesentlichen Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts erzielt werden". Erhebliche Verbesserungen hat das Unternehmen zugleich bei weiteren Kostensenkungen erzielt und die Ergebnisse aus den Kapitalanlagen sind ebenfalls beeindruckend.

Als Ergebnis der hervorragenden Geschäftsergebnisse wird die Dividende auf 20 DM/Aktie (1999:18 DM) erhöht und ein Bonus von 5 DM/Aktie ausgeschüttet. Dies ergibt für den anrechnungsberechtigten Aktionär zusammen mit der Steuergutschrift einen Gesamtbetrag von 35,75 DM/Aktie. Außerdem wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln, ohne Ausgabe neuer Aktien, im Verhältnis 5:1 von 113,7 Millionen Euro auf 136,5 Millionen Euro zu erhöhen.

Im selbst abgeschlossenen deutschen Versicherungsgeschäft erhöhten sich die gebuchten Beitragseinnahmen der AMVersicherung um 6,3% auf 2,17 Milliarden DM. Wie bereits im

Vorjahr erzielte das Unternehmen damit eine weitaus positivere Entwicklung als der Markt, der nur einen Zuwachs von 1,5% verzeichnete. Unter Einbeziehung von 16 Millionen DM Beitragseinnahmen aus den Niederlassungen in Belgien und Großbritannien ergibt sich für das gesamte selbst abgeschlossene Geschäft ein Beitragsanstieg von 6,4% auf 2,19 Milliarden DM.

Die Zahl der vermittelten Versicherungsverträge erhöhte sich in 2000 um rund 300 000 Stück auf einen Bestand von nunmehr über 6,37 Millionen.

In der gesamten Kraftfahrtversicherung erzielte die AMVersicherung einen Zuwachs der Beitragseinnahmen von 9,8%, während der Markt nur auf einen Wert von 2,8% kommt. Das überdurchschnittliche Wachstum zeigt sich praktisch in nahezu allen Versicherungszweigen. Dabei ist die Entwicklung in der Kraftfahrzeug-Haftpflicht-versicherung besonders markant. Die Durchschnittsbeiträge in diesem Versicherungszweig stiegen in 2000 spürbar an. Während der Markt einen Zuwachs der Beitragseinnahmen von ca. 3,5% verzeichnete, nahm die AMVersicherung hier um 10,2% zu.

In den sonstigen Kraftfahrtversicherungen, die alle Vollkasko- und Teilkasko-versicherungsverträge einschliessen, konnte das Unternehmen ein Beitragswachstum von 12,8% erreichen. Der Markt hat hier einen Zuwachs von etwa 2%.

In den Sach-, Unfall- und Haftpflichtsparten konnte die AMVersicherung die Beiträge um 4,1% steigern, während der Markt lediglich um 0,3% zulegte. Damit ist es dem Unternehmen gelungen, gerade in den ertragreichen Sparten des Privat- und gewerblichen Firmenkundengeschäfts den Marktanteil weiter auszubauen.

Der Kostensatz im selbst abgeschlossenen Geschäft konnte trotz hoher Investitionen in Konzernprojekte leicht von 29,8 auf 29,7% gesenkt werden.

Sehr erfreulich stellt sich auch das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen dar, das um 70,2 Millionen DM beziehungsweise 21,9% auf 390,3 Millionen DM gesteigert werden konnte. Trotz der allgemein niedrigen Zinslandschaft wurde eine Nettoverzinsung von 10,2% erreicht.

Der Jahresüberschuss der AMVersicherung ist gegenüber dem Vorjahr um 3,2% auf 101,1 Millionen DM gestiegen.

Dr. Kalka: "Die AMVersicherung hat in 2000 in einem nach wie vor schwierigen Markt eine Erfolgsstory abgeliefert und sie ist durch vielfältige Maßnahmen und Konzepte, vor allem durch eine innovative Produktentwicklung, auf dem besten Wege, diese Story auch in 2001 überzeugend fortzuschreiben".

Die Aachener und Münchener Versicherungen hatten erstmals zur Bilanzpressekonferenz ins Grandhotel Schloß Bensberg vor den Toren Kölns eingeladen, das zum Immobilienbesitz der AM-Lebensversicherung gehört. Unmittelbar angrenzend an das Hotel entstehen derzeit rund 130 exklusive Eigentumswohnungen, die zum Verkauf vorgesehen sind.

Bensberg wird aber auch in anderer Hinsicht eine besondere Bedeutung für die AMVersicherungen erhalten: In unmittelbarer Nähe des Schlosses entsteht die Führungsakademie der beiden Unternehmen. Eröffnung des Ausbildungs- und Lehrbetriebs für die Führungskräfte ist Anfang Mai 2001.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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