Anemone: Pflegen, düngen & Krankheiten

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Die Anemone zeigt ihre zarten Blütenschalen zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten. Als erstes erscheint das Balkanwindröschen mit seinen Blütensternen in Weiß, Rosa und Blau, ihm folgt das weiße Buschwindröschen, das ganze Waldflächen bedeckt.

Anemone: Gattung und Verbreitung

Die Windröschen (botanisch Anemone) sind eine Gattung mit etwa 150 Arten und zählen zu der Hahnenfußgewächs-Familie. Ihre Arten reichen vom Bodendecker bis hin zu horstig wachsenden Stauden und einer Farbpalette von Pastelltönen bis zu kräftig leuchtenden Blütenkelchen.

Die botanische Bezeichnung Anemone leitet sich von dem griechischen Wort „anemos“ ab. Das bedeutet Wind und tatsächlich schwingen die feinen Blütenschalen bei jedem kleinen Windhauch. Daher wohl auch die deutsche Bezeichnung Windröschen.

Die griechischen Mythologie hat eine weitere Deutung: Anemona war eine Nymphe, in die sich Zephyr, der Gott des Windes, verliebte. Als seine eifersüchtige Gattin Flora dies bemerkte, verwandelte sie Anemona in eine Blume, die seither diesen Namen trägt.

Die Anemone zeigt ihre zarten Blütenschalen zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten.

Die Anemone zeigt ihre zarten Blütenschalen zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten.(#04)

In der Blumensprache stehen die zarten Anemonen für Vertrauen, Unschuld und Vergänglichkeit.

Ihren natürlichen Standort haben die meisten Anemonen zwischen Büschen und Gehölzen sowie in lichten Laubwäldern der nördlichen Halbkugel, einige Arten auch im Süden. Verbreitet sind sie an schattigen Hängen in Nordamerika, China, Japan, Mittel- und Südeuropa. Die elegante Japonicahybride, besser bekannt als Herbstanemone, stammt allerdings nicht aus Japan sondern ist eine englische Züchtung aus dem 19. Jahrhundert.

Die Anemonen werden auch nach ihren Pflanzenmerkmalen: Wurzeln und Blüten unterschieden.

Unterscheiden nach Wurzeln:

  • Frühjahrsblühende Anemonen mit Rhizomen, sie wachsen in Wäldern und auf Gebirgswiesen.
  • Höherwachsende Anemonen aus Knollen, Blütezeit Frühling und Frühsommer.
  • Anemonen mit faserigen Wurzeln, blühen im Sommer und Herbst.

Unterscheiden nach Blüten:

  • Strahlenanemone auch Balkanwindröschen, strahlenförmige Blüten in Weiß, Rosa, Blau.
  • Buschwindröschen und Herbstanemone, gerundete Blütenblätter.
  • Kronen-Anemone (Gartenanemone), gefüllte Blüten, kräftige Farben
Sommer- und Herbstanemonen gedeihen am besten an einem halbschattigen Platz in nährstoffreichem Boden. Stehen sie in der Sonne, sollte der Boden immer leicht feucht sein

Sommer- und Herbstanemonen gedeihen am besten an einem halbschattigen Platz in nährstoffreichem Boden. Stehen sie in der Sonne, sollte der Boden immer leicht feucht sein.(#01)

Anemonen: Der ideale Standort und Boden

Die frühjahrsblühenden Anemonen wie Buschwindröschen und Balkanwindröschen bevorzugen lichten Schatten neben Ziersträuchern, etwa dem Rhododendron, und unter laubabwerfenden Bäumen und Gehölzen. Der Boden sollte gut durchlässig, nährstoffreich und humos sein.

Sommer- und Herbstanemonen gedeihen am besten an einem halbschattigen Platz in nährstoffreichem Boden. Stehen sie in der Sonne, sollte der Boden immer leicht feucht sein. Vorteil: In der Sonne wird die Blüte reichhaltiger und schöner.

Das Windröschen eignet sich auch sehr gut als Topfpflanze für Terrasse und Balkon, vor allem die Sommer- und Herbstanemone. Mit Gräsern, Wollziest oder kleinen Funkien bilden Sommeranemonen eine hübsche Kombination. Herbstanemonen dagegen wirken schön als Solitärpflanze oder mit Hängepflanzen unterpflanzt. Geeignet für den Topf ist gute Blumenerde. Als Zimmerwindröschen eignet sich die Pflanze jedoch nicht, da in den Räumen die Bedingungen ungünstig sind.

Bei der Pflege stellt die Anemone keine besonderen Ansprüche. Allerdings ist während der Wachstums- und Blütezeit regelmäßiges gießen wichtig. Erde aber nicht zu nass halten!

Bei der Pflege stellt die Anemone keine besonderen Ansprüche. Allerdings ist während der Wachstums- und Blütezeit regelmäßiges gießen wichtig. Erde aber nicht zu nass halten! (#02)

Anemonen pflanzen und pflegen

Bei der Pflege stellt die Anemone keine besonderen Ansprüche. Allerdings ist während der Wachstums- und Blütezeit regelmäßiges gießen wichtig. Erde aber nicht zu nass halten!

Anemonen sind mehrjährige, meist winterharte Pflanzen und wachsen aus Rhizomen, Wurzeln oder Knollen. Aus Knollen gezogene Anemonen, überwiegend frühlings- und sommerblühende, werden im Herbst gepflanzt. Vor dem Einpflanzen legt man sie über Nacht in Wasser, danach werden die Knollen 3-5 cm tief gelegt und mit Erde bedeckt. Im ersten Jahr ist ein leichter Winterschutz ratsam.

Herbstanemonen dagegen wachsen aus Wurzeln und werden im Frühjahr gepflanzt. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein. Daher mischt man schon beim Pflanzen Kompost oder organischen Dünger unter die Erde. Die Japonicahybride breitet sich gerne über Wurzelausläufer großflächig aus und bildet Horste. Bei der Pflanzung beachten!

Knollenbildende Anemonen wechseln nach ihrer Blüte in die Ruhezeit, dabei ziehen die Blätter ein. In dieser Zeit sollte nur in langen Trockenperioden etwas gegossen werden. Keine Staunässe, sonst faulen die Knollen! Die Blumenknollen können auch aus der Erde genommen und kühl und trocken bis zum erneuten Einpflanzen aufbewahrt werden.

Herbstanemonen dagegen bilden nach der Blüte dekorative Samenstände. Diese kann man den Winter über stehen lassen und erst im Frühjahr mit dem Stängel abschneiden. Sie können jedoch auch im späten Herbst mit dem vergilbten Laub abgeschnitten werden.

Die Anemone braucht für eine schöne, reichhaltige Blüte nährstoffreichen Boden.

Die Anemone braucht für eine schöne, reichhaltige Blüte nährstoffreichen Boden.(#03)

Die Anemone braucht für eine schöne, reichhaltige Blüte nährstoffreichen Boden. Daher benötigt sie schon im Frühjahr vor dem Austrieb eine Gabe Kompost oder organischen Dünger. Für knollenbildende Arten ist Blumenzwiebeldünger ideal. Während ihrer Ruhepause muss man sie nicht düngen. Die Herbstanemone dagegen braucht bei ihrem Blütenaustrieb nochmals eine Düngergabe.

Anemonen sind winterhart und brauchen nur in strengen Frostperioden einen leichten Winterschutz, zum Beispiel aus Laub. Wird die Anemone dagegen im Topf gehalten, sollte dieser vor dem ersten Frost ins Winterquartier bei 5-10 Grad gestellt werden.

Das Vermehren der Anemone geschieht, je nach Art, über kleine Knolllenzwiebel, das Teilen des Wurzelstocks oder Abstechen bei teppichbildenden Arten. Bei der Japonicahybride wird der Wurzelstock im Frühjahr geteilt, dann haben die Teilstücke Zeit, Wurzeln zu bilden. Meist blühen sie dann noch im selben Jahr.

Bei den teppichbildenden Frühjahrsblühern sticht man nach der Blüte Stücke ab und pflanzt sie an der gewünschten Stelle wieder ein. Die Knollen-Vermehrung der Anemone gelingt durch die Abnahme der kleinen Zwiebelknollen an der Mutterknolle. Am besten nach der Blüte, wenn die Blätter eingezogen sind.

Anemonen als Strauss gebunden der Anblick einer farbenfrohen, wunderschoenen Bluete.

Anemonen als Strauss gebunden der Anblick einer farbenfrohen, wunderschoenen Bluete.(#05)

Pflanzen und pflegen kurz zusammengefasst:

  • Keine besonderen Ansprüche an die Pflege.
  • Während Wachstums- und Blütezeit regelmäßig gießen, nicht zu nass halten.
  • Knollen-Anemonen im Herbst pflanzen.
  • Vor dem Einpflanzen über Nacht in Wasser legen.
  • Danach 3-5 cm tief einpflanzen.
  • Im ersten Jahr leichten Winterschutz geben.
  • Herbstanemonen im Frühjahr pflanzen
  • Erde mit Kompost oder organischem Dünger mischen.
  • Herbstanemonen breiten sich durch Wurzelausläufer aus, beim Pflanzen wegen Platz beachten!
  • Die knollenbildende Anemone geht nach ihrer Blüte in Ruhezeit.
  • Wenn die Blätter eingezogen sind, nur noch sparsam gießen.
  • Die Knollen kann man auch aus der Erde nehmen und kühl und trocken bis zur neuen Pflanzung aufbewahren.
  • Die Japonicahybride bildet attraktive Samenstände nach der Blüte. Diese kann man den Winter über stehen lassen und im Frühjahr abschneiden.
  • Sie können jedoch auch im Herbst mit dem vergilbten Laub abgeschnitten werden.
  • Jede Anemone braucht im Frühjahr vor dem Austrieb eine Gabe Kompost oder organischen Dünger.
  • Für knollenbildende Arten ist Blumenzwiebeldünger ideal. Während der Ruhezeit nicht düngen!
  • Die Herbstanemone bei Blütenaustrieb nochmals düngen.
  • Die Anemone ist winterhart und braucht nur bei extremen Temperaturen Winterschutz.
  • Wird die Anemone im Topf gehalten, muss dieser vor dem ersten Frost bei 5-10 Grad ins Winterquartier gestellt werden.
  • Vermehrung der Anemone, je nach Art, durch Teilung des Wurzelstocks, Abstechen von Teilstücken bei Frühjahrsblühern, durch Abnahme der kleinen Zwiebelknollen an der Mutterknolle.

Video: Das Windröschen im VOL.AT-Gartentipp

Krankheiten und Schädlinge bei Windröschen

Alle Anemonen, ob Bodendecker oder Stauden, reagieren auf Staunässe empfindlich und die Wurzeln faulen. Außerdem kann zu nasser Stand den Anemonenrost, eine Pilzkrankheit, auslösen. Dabei werden die Blätter braun und welken. Betroffene Pflanzenteile unbedingt abschneiden und entsorgen, jedoch nicht in den Kompost! Gelegentlich werden die Stauden auch von Mehltau befallen.

Als Schädlinge können Blattläuse auftreten. Auch Blattälchen, die gelbe Flecken auf dem Laub verursachen. Die betroffenen Blätter abschneiden und entsorgen. Möglichst den Standort wechseln, da die Älchen im Boden leben. Für Raupen und Schnecken sind die jungen Triebe der Pflanzen Leckerbissen. Möglichst absammeln, bei starkem Befall eventuell spezielle Mittel einsetzen

Als Zimmerwindröschen eignet sich die Anemone nicht. Dagegen sind niedere und frühblühende Windröschen, etwa das Balkanwindröschen oder das Buschwindröschen, perfekt als Bodendecker im lichten Schatten der Gehölze und zwischen Ziersträuchern wie dem Rhododendron, auch in halbschattigen Steingärten zeigen die niederen Arten ihren Reiz.

Als Zimmerwindröschen eignet sich die Anemone nicht. Dagegen sind niedere und frühblühende Windröschen, etwa das Balkanwindröschen oder das Buschwindröschen, perfekt als Bodendecker im lichten Schatten der Gehölze und zwischen Ziersträuchern wie dem Rhododendron, auch in halbschattigen Steingärten zeigen die niederen Arten ihren Reiz.(#06)

Anemone: Verwendung und ideale Nachbarn

Als Zimmerwindröschen eignet sich die Anemone nicht. Dagegen sind niedere und frühblühende Windröschen, etwa das Balkanwindröschen oder das Buschwindröschen, perfekt als Bodendecker im lichten Schatten der Gehölze und zwischen Ziersträuchern wie dem Rhododendron, auch in halbschattigen Steingärten zeigen die niederen Arten ihren Reiz.

Zusammen mit anderen Frühjahrsblühern ergeben sich schöne Kombinationen. In Blumenbeeten wirken die Sommeranemonen mit ihren intensiven Farben neben Pflanzen mit zurückhaltenden Farbtönen attraktiv und die eleganten Herbstanemonen sind gut mit anderen Stauden zu kombinieren. Auch bei der Topfkultur.

Zum Beispiel mit:

    • Funkien
    • Hohe, herbstblühende Ziergräsern
    • Staudensonnenblume
    • Eisenhut
    • Silberkerze

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: FamVeld  -#01: Okeana 2019 -#02: _Del Boy -#03: Victoria Kurylo -#04: _fpdress-#05: Olena Antonenko -#06: Giffany

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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