Einrichtung im Altbau: Fünf EinrichtungsideenEinrichtung im Altbau: Fünf Einrichtungsideen

Einrichtung im Altbau: Fünf Einrichtungsideen

In Innendesign & Dekoration

Die Preise für Altbauwohnungen ziehen weiterhin kräftig an. Hier finden sich Tipps, wie die Einrichtung im Altbau aussehen kann und worauf beim Renovieren der Traumwohnung geachtet werden sollte.

Einrichtung im Altbau: Charme erhalten

Es ist geschafft, der Mietvertrag für die erträumte Altbauwohnung ist unterschrieben. Jetzt kann es mit dem Einrichten losgehen! Oder geht es darum, die langjährige Wohnung zu renovieren und mit einer neuen Einrichtung zu versehen? Wichtig ist in jedem Fall, dass der Charme einer solchen Altbauwohnung stets erhalten bleibt. Niemand sollte durch überambitionierte Handwerker Rundbögen entfernen lassen, außerdem dürfen wunderschöne Holzdielen nicht durch Laminat oder einen dicken Teppich verdeckt werden. Es gilt, lieber Akzente zu setzen, die den Blick auf die wichtigsten und schönsten Details der Wohnung lenken.

Die typischen Eigenschaften solcher Wohnungen sollen erhalten bleiben und ins rechte Licht gerückt werden. Natürlich muss niemand seine Altbauliebe in der Form zeigen, dass er auf jeden Chic verzichtet: Auch ein Stilmix ist möglich! Heimwerker bringen etwas Modernes in den Altbau und zeigen mit der Einrichtung, dass sie sich auf verschiedene Epochen und Ideen einlassen können. Dennoch sollte jeder die Ideen beibehalten, die einst der Klassizismus und de Jugendstil mitbrachten, und diese zur Geltung kommen lassen.

Was allerdings in so mancher Altbauwohnung wirklich nötig ist, sind einige Überarbeitungen. Die einstigen Arbeiterwohnungen zeigen sich oft mit dünnen Wänden und einer schlechten Isolierung. Auch der Grundriss mag nicht immer einleuchtend und sinnvoll erscheinen, doch daraus lassen sich oft tolle Wohnkonzepte erstellen, die die herrliche Architektur der Wohnungen darstellen und dennoch ein modernes Wohnen ermöglichen.

Die typischen Eigenschaften solcher Wohnungen sollen erhalten bleiben und ins rechte Licht gerückt werden.

Die typischen Eigenschaften solcher Wohnungen sollen erhalten bleiben und ins rechte Licht gerückt werden. (#01)

Im Folgenden gibt es fünf Tipps für die Einrichtung im Altbau:

  • Tradition und Moderne beim Einrichten des Altbaus
    So mancher Altbau glänzt mit Stuck an den Wänden bzw. an der Decke. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, dennoch sollte dieses typische Kennzeichen der Altbauwohnungen erhalten bleiben. Wer es nicht mag, kann es als Highlight nutzen und beim Umbauen nur einen Raum damit gestalten. Oder einen Teil der Wand, die restlichen Wände werden weiß verputzt. Nur an auswählten Stellen darf sich der Stuck noch zeigen und lässt sich damit leichter in den geplanten Stilmix integrieren. Ein Beispiel für einen solchen Mix bietet die Küche: Hier kann im Altbau ein Teil der Wand freigelegt werden, sie wird lediglich weiß gestaltet. Dies aber in einer Art, die immer noch die Backsteine durchscheinen lässt. Diese Wand kann den Küchenspiegel ersetzen, der im Herdbereich gesetzt wird, muss dann allerdings abwischbar sein. Die Einrichtung selbst besteht aber aus modernen bis futuristisch anmutenden Küchenmöbeln, die im Halbkreis angeordnet sind oder die sich nicht wie üblich nur an einer Wand entlanghangeln.Eine Theke lockert den Raum ebenso auf wie eine Kochinsel mit Abzugshaube.

    Hier bilden moderne Möbel und „alte“ Gestaltung der Wände einen Kontrast, der das Ganze interessant und wohnlich werden lässt. Dazu dürfen ruhig einige Dekoideen umgesetzt werden, die allerdings nicht in das Aufstellen eines kitschigen Sammelsuriums ausarten sollen. Möglich ist auch die Darstellung eines Highlights: Wie wäre es mit einem hellblauen Leuchtstreifen, der unter den Möbeln scheint? Gerade mit der Beleuchtung lassen sich tolle Effekte erzielen, wenngleich es dabei nicht immer darum geht, wirklich für mehr Licht zu sorgen.

Die Einrichtung für einen Altbau sollte unbedingt den Charme der Wohnung unterstreichen.

Die Einrichtung für einen Altbau sollte unbedingt den Charme der Wohnung unterstreichen.(#02)

  • Altbauten einrichten und die Holzdielen erhalten
    Schon manchem Mieter einer Wohnung im Altbau ist es so ergangen: Aus Neugier wurde der fest verklebte Teppichboden an einer Stelle angehoben und was zeigte sich dort? Richtig, wunderschöne Holzdielen! Diese sind viel zu schade, um sie nicht in die Einrichtung zu integrieren und sie stattdessen mit Teppichböden oder anderen Bodenbelägen zu verdecken. Sie sollten vielmehr abgeschliffen und neu poliert werden und geben dem Altbau einen ganz eigenen Charme. Sie sind das Gegenstück zum genannten Stuck und zeigen, dass es sich hier um eine Wohnung mit langjähriger Geschichte handelt.

    Bei der Einrichtung sollten Heimwerker daher darauf achten, den Holzfußboden durch einen erfahrenen Handwerker oder in Eigenleistung wieder aufzupolieren und dann höchstens durch einen kleinen Teppich zu verdecken. Dieser kann als Blickfang im Raum dienen oder eignet sich im Wohnzimmer für das Plus an Gemütlichkeit. Zusammen mit den übrigen Details der Wohnung entsteht so ein warmer Ausdruck, der auch bei den zahlreichen Einrichtungsideen in Bildern erkennbar wird. Hier zeigt sich die Altbauliebe von ihrer schönsten Seite!

  1. So richtig authentisch wirkt das Wohnen im Altbau erst, wenn auch die gesamte Einrichtung stimmt.

    So richtig authentisch wirkt das Wohnen im Altbau erst, wenn auch die gesamte Einrichtung stimmt.(#03)

  • Alte Türen bei der Einrichtung erhalten
    So mancher Altbau zeigt sich noch mit den typischen Flügeltüren, die bei der Entstehung der Wohnungen überall verbaut wurden. Sie sind gerade in wenig gepflegten Gebäuden oft nicht gerade schön anzusehen, liegen nicht mehr richtig in den Angeln oder die Farbe blättert ab. Dabei sind es gerade solche Flügeltüren, die ein herrschaftliches Ambiente aufkommen lassen und zeigen, dass hier jemand mit Stil wohnt. Man stelle sich vor, wie man durch diese sich nach beiden Seiten öffnende Tür schreitet und im Salon die Gäste empfängt! So groß ist die Wohnung nicht, dass sie über einen Salon oder ein großes Wohnzimmer verfügt?

    Dennoch sollten die Türen beim Umbauen oder Renovieren ein besonderes Augenmerk erhalten. Diese sollen sich in das Bild vom Altbau einfügen, das mit Dielen und Stuck wie ein Abbild eines hochherrschaftlichen Wohnraums wirkt. Kombiniert werden dazu einige Dekoideen, die in die moderne Zeit passen. Bitte nicht damit übertreiben! Wer sich mit zu viel Kleinkram umgibt, verpasst die Chance, die Wohnung für sich wirken zu lassen.

Es ist geschafft der Mietvertrag für die erträumte Altbauwohnung ist unterschrieben. Jetzt kann es mit dem Einrichten losgehen!

Es ist geschafft der Mietvertrag für die erträumte Altbauwohnung ist unterschrieben. Jetzt kann es mit dem Einrichten losgehen!(#04)

  • Shabby Chic oder Moderne?
    So richtig authentisch wirkt das Wohnen im Altbau erst, wenn auch die gesamte Einrichtung stimmt. Diese wiederum soll ein Abbild der Persönlichkeit sein und diese widerspiegeln. Das heißt, auch wenn sich der Wohnungseigentümer ganz darauf konzentriert, alles ursprünglich zu halten und die Wohnung in einer Art und Weise einzurichten, die ganz deutlich an frühere Zeiten erinnert, so sollte dennoch nicht vergessen werden, dass derjenige selbst darin wohnen will. Das heißt, dass die Einrichtung zwar ebenfalls aus der Zeit des Klassizismus oder des Jugendstils stammen kann, wenn sich der Wohnungsbesitzer darin wohlfühlt und das schick findet. Doch nicht viele Menschen wollen heute noch so leben und bevorzugen einen modernen Stil. Shabby Chic ist die Lösung und kann in einzelne Räume oder als Highlight in jeden Raum integriert werden. Die Möbel sehen gebraucht aus, ohne „abgewohnt“ zu sein.

    Sie stammen aus anderen Epochen und wirken dennoch modern. Wer das nicht mag, geht bei der gesamten Wohnung so vor wie eingangs bei der Küche beschrieben. Die Wohnung selbst wird ursprünglich belassen: Stuck, Dielen und Türen werden so restauriert, dass sie wie früher aussehen.Doch die Einrichtung mit den verschiedenen Möbeln wird in einer Form vorgenommen, die eher an heutige Zeiten erinnert. Funktionale Möbel, ein futuristischer Stil oder gewisse Details in der Dekoration, die überaus deutlich zeigen, dass hier jemand aus einer modernen Welt lebt: All das führt zu einer Verbindung aus alter Wohnung und moderner Einrichtung, die einen „gelebten Altbau“ darstellt.

 Bei der Einrichtung sollten Sie daher darauf achten, den Holzfußboden durch einen erfahrenen Handwerker oder in Eigenleistung wieder aufzupolieren

Bei der Einrichtung sollten Sie daher darauf achten, den Holzfußboden durch einen erfahrenen Handwerker oder in Eigenleistung wieder aufzupolieren.(#05)

  • Den Flur bei der Gestaltung nicht vergessen
    Gerade der Flur wird beim Einrichten einer Wohnung gern vergessen: Die Schuhe stehen gleich neben der Tür, sodass auch wirklich der nächste Besucher darüber stolpert. Die Jacken hängen ungeordnet an der Garderobe und bilden im schlimmsten Fall eine Art Berg. Dabei geht es auch anders und der Flur als einladender Eingangsbereich zu gestalten. Oft sind Flure in Altbauten eher schmal und wie eine Art Schlauch gehalten. Der Grund: Früher legte auf diesen Raum kaum jemand Wert und er nahm als bloßer Eingangsbereich lediglich Platz weg. Heute ist der Flur aber ebenfalls ein Wohnraum und soll Gäste sowie natürlich die Bewohner des Hauses willkommen heißen. Um diesen schmalen Raum daher ein wenig in die Breite zu ziehen, kann er mit dem typischen Schachbrettmuster, das wir aus vielen Altbauwohnungen kennen, versehen werden.

    Das ist zum Beispiel mit Fliesen oder mit einem derart gemusterten Teppichboden möglich. Wichtig ist, dass der Flur insgesamt sehr hell wirkt, damit er größer erscheint. Das wiederum bedeutet, dass hier keine großen und schweren Möbelstücke aufgestellt werden sollten. Vielmehr kommt es darauf an, auf grazile Möbel zu setzen, die sich dennoch in den Stil der Wohnung einpassen. Ein großer Spiegel mit Holzrahmen und darauf befindlichen Verzierungen kann, wenn er clever aufgestellt wird, den Raum optisch vergrößern. Hängepflanzen und quer verlaufende Regale lassen den Flur weniger hoch wirken, denn ein Eingangsbereich, der eine Deckenhöhe von 3,50 m oder noch mehr hat, wirkt meist eher wie eine Halle und kein Stück weit gemütlich. Es sollte daher versucht werden, den Eingangsbereich und Flur eher niedriger wirken zu lassen, das wirkt deutlich angenehmer und freundlicher.


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Rebecca LiebigEinrichtung im Altbau: Fünf Einrichtungsideen

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