Was kostet eine Wallbox? Alle Preise. Alle Fakten.

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„Was kostet eine Wallbox?“ Welche Kosten müssen wir auf den Kaufpreis unseres Elektroautos noch aufschlagen, um perfekt E-mobil zu sein? Und warum überhaupt?

„Was kostet eine Wallbox?“ – Die Preise

Beim Kauf eines e-Autos muss man direkt auch an die Ladestation oder Wallbox denken. Es ist einfach praktischer, das Elektroauto zuhause aufladen zu können. Zudem ist das Netz der öffentlichen Ladestationen noch nicht so dicht. Da kann es schon mal sein, dass man sein Elektromobil abends aufladen möchte (oder muss!) und findet in der Nähe des Hauses keine freie Ladestation.

Die Wallbox kann man beim Autohändler gleich mit erwerben. Oder man bezieht die Wallbox im freien Handel, der mittlerweile eine ganze Reihe von Modellen anbietet. Bei den angebotenen Wallboxen gibt es teils stark abweichende Ausstattungsmerkmale. Entsprechend schwanken auch die Preise. Für 500 bis etwa 2.500 Euro kann man eine Wallbox erstehen.

Was kostet eine Wallbox?
(Preise einklusive Lieferung und MwSt.)
Wallbox Maximale Ladeleistung Preis [Euro] Ist ein Fehlerstromschutz nötig?
WEBASTO Pure 11 kW 599,90 ja, ein FI Typ A
WALLBOX CHARGERS Pulsar 11 kW 835,99 ja, ein FI Typ B
PERDOK ecoLOAD 11 kW 489,00 ja, ein FI Typ B
MENNEKES Amtron Start C2 11 kW 856,99 ja, ein FI Typ B
HEIDELBERG Wallbox Home Eco 11 kW 524,39 ja, ein FI Typ A
ESL Walli Light pro 11 kW 846,99 ja, ein FI Typ A
ABL eM H1 11 kW 864,58
KEBA KeContact P30 4,6 kW 761,86 ja, ein FI Typ A
MENNEKES AMTRON Xtra 22 C2 22 kW 1.903,13
INNOGY eBox 11 kW 707,04 ja, ein FI Typ B
WALLBE Eco 2.0 3,7 kW 499,00 ja, ein FI Typ A
SCHNEIDER ELECTRIC Evlink 11 kW 964,67 ja, ein FI Typ B
EV ONESTOP WallPod 7,4 kW 385,76 ja, ein FI Typ B
VESTEL EVC02-AC3 3,7 kW 622,79 ja, ein FI Typ B
WALLBOX CHARGERS Commander 22 kW 1.285,37 ja, ein FI Typ B
ALFEN ICU Eve Mini 22 kW 1.378,00 ja, ein FI Typ B
ANNIES-CARPARTS Simple EVSE 11 kW 399,00 ja, ein FI Typ B
FRANZ RÖCKER SIMPLY EVSE Bausatz 11 kW 302,80 ja, ein FI Typ B
Quelle: ADAC

Wer weiter unten in diesem Artikel die Abschnitte über die technischen Vorschriften für die Montage liest, wird schnell erkennen, dass eine Ladestation als Bausatz aus dem Versandhandel vielleicht doch keine gute Idee ist. Diese wäre zwar für um die 300 Euro zu haben, könnte jedoch mit den Vorschriften kollidieren.

Die Preise für eine Wallbox schwanken ganz schön. In der nachfolgenden Tabelle finden sich die Preise von 18 Heim-Ladestationen, wie sie draußen im Handel zu beziehen sind. Es sind 18 Modelle mit Ladeleistungen im Bereich zwischen 3,7 kW und 22 kW. Diese wurden übrigens auch kürzlich vom ADAC getestet. Geprüft wurden dabei die Zuverlässigkeit beim Laden des Elektroautos, deren Sicherheit und die Komplexität bei der Bedienung. Weiter unten führen wir aus, dass eine Wallbox mit einer Ladeleistungen von weniger als 12 kW einen separaten Vertrag mit dem Netzbetreiber vermeiden kann. Insofern kann es Sinn machen, sich Wallboxen anzusehen, deren Ladeleistung unter 12kW liegt.

Kostenfalle: Der Fehlerstrom-Schutzschalter „FI“

Die Frage "Was kostet eine Wallbox?" erfährt oftmals nachträglich eine unangenehme Erweiterung der Antwort. Nämlich dann, wenn für den Betrieb der Wallbox noch umfangreiche Investitionen in die heimische Infrastruktur nötig werden, etwa für einen Fehlerstrom-Schutzschalter "FI" oder für die Ertüchtigung ders heimischen Stromnetzes. (Foto: shutterstock - Chesky, #4)

Die Frage „Was kostet eine Wallbox?“ erfährt oftmals nachträglich eine unangenehme Erweiterung der Antwort. Nämlich dann, wenn für den Betrieb der Wallbox noch umfangreiche Investitionen in die heimische Infrastruktur nötig werden, etwa für einen Fehlerstrom-Schutzschalter „FI“ oder für die Ertüchtigung ders heimischen Stromnetzes. (Foto: shutterstock – Chesky, #4)

In der obigen Tabelle werden bei manchen Wallboxen Fehlerstrom-Schutzschalter (haben wir mit „FI“ abgekürzt) benannt. Die Fehlerstrom-Schutzschalter werden nach der Art der erfassbaren Fehlerstromform klassifiziert. Es gibt die Typen: Typ AC, Typ A, Typ F und Typ B und Typ B+.

  • Fehlerstrom-Schutzschalter Typ AC:

    Der Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ AC erfasst ausschließlich sinusförmige Wechselfehlerströme. Diese können plötzlich auftreten oder langsam ansteigen. Die Funktion des Fehlerstrom-Schutzschalters ist sichergestellt, solange ein glatter Gleichfehlerstrom den Wert von 6 mA nicht überschreitet. Dieser Fehlerstrom-Schutzschalter ist in Deutschland nicht mehr zulässig.

  • Fehlerstrom-Schutzschalter Typ A:

    Der Fehlerstrom-Schutzschalter Typ A ergänzt den Typ AC. Er kann nun auch pulsierende Gleichfehlerströme erfassenund ist der am meisten verwendete Fehlerstrom-Schutzschalter.

  • Fehlerstrom-Schutzschalter Typ F:

    Der Fehlerstrom-Schutzschalter Typ F ergänzt wiederum den Fehlerstrom-Schutzschalter Typ A. Der Typ F kann ein Gemisch von Fehlerströmen verschiedener Frequenzen erfassen, die bis zu 1 kHz betragen dürfen. Derlei Fehlerströme können bei einphasigen Wallboxen mit Frequenzumrichtern auftreten. Die Funktion ist sichergestellt, solange ein glatter Gleichfehlerstrom den Wert von 10 mA nicht überschreitet.

  • Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B:

    Der Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B ergänzt wiederum den Fehlerstrom-Schutzschalter Typ F. Hier werden glatte Gleichfehlerströme erfasst. Die Funktion ist sichergestellt, solange sich unterschiedliche Fehlerstromformen überlagern. Dies gilt unabhängig von Phasenanschnittwinkel, Polarität und ob die Fehlerströme plötzlich auftreten oder langsam ansteigen. Der Fehlerstrom-Schutzschalter Typ Bgilt als allstromsensitiv.

  • Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B+:

    Der Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B+ ergänzt den Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B. Bei dem Typ B+ werden auch sinusförmige Wechselfehlerströme für Frequenzen bis 20 kHz erfasst. Typ B+ wird daher für den vorbeugenden, gehobenen Brandschutz verwendet.

Die Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B können je nach Ausführung über 300 Euro kosten. Hier ist also mit erheblichen zusätzlichen Kosten bei der Inbetriebnahme der Wallbox zu rechnen!

Wer darf eine Wallbox montieren und anschließen?

Über eines muss man sich im Klaren sein: Eine Wallbox schließt man nicht selbst ans heimische Stromnetz an. Das liegt daran, dass es nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Und es liegt vor allem auch daran, dass die DIN VDE 1000-10 vorschreibt, dass eine Wallbox nur von einer Elektrofachkraft angeschlossen werden darf.

Kann ich die Wallbox an mein Hausnetz anschließen?

Die Frage ist mehr als berechtigt und sollte unbedingt vor dem Kauf der Wallbox geprüft werden. Der Grund: Ihre Elektroinstallation spiegelt den Bedarf zum Zeitpunkt des Hausbaus wieder. Das kann bedeuten, dass die vorhandene Installation eventuell gar nicht für häufiges Laden mit hohen Leistungen über längere Zeiträume geeignet ist.

Was ist zu tun? Lassen Sie Ihr Heimnetz und Ihre Wallbox von einer eingetragenen Elektrofachkraft hinsichtlich der DIN VDE 0100-722 überprüfen. Sollte es sich zeigen, dass das heimische Netz technischen Nachholbedarf hat, lassen Sie es ertüchtigen, bevor Sie die Wallbox installieren lassen.

Was genau schreibt die Norm DIN VDE 0100-722 vor?

Die Norm DIN VDE 0100-722 regelt die Anforderungen für Ladepunkte von Elektrofahrzeugen. Für jeden Ladepunkt (Das ist Ihre Wallbox) wird ein eigener Endstromkreis gefordert. Und der Endstromkreis muss eine separate Absicherung und Fehlerstrom-Schutzeinrichtung besitzen.

Besitzt Ihr heimische Netz ein Lastmanagement? Wenn nicht, wird der Gleichzeitigkeitsfaktor mit 1 angenommen. Üblicherweise liegt er zwischen g = 0,1 und g = 1,0 – wird hier also gleich auf die Obergrenze gesetzt. Besitzt Ihre Ladeinfrastruktur (Ihre Wallbox) keine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, muss diese unbedingt nachgerüstet werden. Bei der Nachrüstung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung müssen Sie darauf achten, dass diese für das Laden von Elektrofahrzeugen geeignet ist.

Wo steht das? Die Vorschriften für die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität

1. § 49 Energiewirtschaftsgesetz

Die Wallbox zählt zu der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und gehört somit zu den Energieanlagen bzw. elektrischen Anlagen. Das Errichten und Betreiben von Energieanlagen muss so erfolgen, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. Dazu gehört das Beachten der allgemein anerkannten Regeln der Technik nach § 49 EnWG / Energiewirtschaftsgesetz.

2. DIN VDE 1000-10

Der Betrieb der Wallbox berührt daher auch das Erweitern, Ändern und Instandhalten der gesamten Elektroanlage in Ihrem Haus. Gemäß DIN VDE 1000-10 darf die Bewertung, Planung, Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung von Ladeinfrastruktur nur von Elektrofachkräften ausgeführt werden. Die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A 3) ist auch für die Unfallversicherung maßgeblich. Sie schreibt diese Qualifikation für die Ausführung der Arbeiten vor.

3. § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung

Der § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) befasst sich energierechtlich ebenfalls mit dem Errichten, Erweitern und Ändern sowie der Instandhaltung bestimmter Teile einer elektrischen Anlage. § 13 der NAV fordert zwingend die Eintragung des Installationsunternehmens in das Installateur-Verzeichnis des Verteilnetzbetreibers. Gehen wir noch einen Schritt weiter. Aus gewerberechtlicher Sicht ist hierfür sogar eine Eintragung des Firmeninhabers bzw. des Betriebsleiters in die Handwerksrolle nötig.

4. Regionale Vorschriften

Ergänzende regionale Vorschriften können gelten, wenn Ihre Wallbox in Gewerbe- und Industriebereichen eingesetzt wird. Dies gilt auch für Garagen über 100m² Nutzfläche. Hierzu können Landesbauordnungen oder auch Hinweise zum Sachschutz aus der „Publikation der deutschen Versicherer zur Schadenverhütung – Ladestationen für Elektrostraßenfahrzeuge“ (VdS 3471) zählen.

Tipp: Klären Sie dies auf jeden Fall mit dem Brandschutzamt, dem Bauamt und dem Versicherer.

Wie hoch darf Ihre Ladeleistung der Wallbox sein?

Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) in Deutschland erlauben ein einphasiges Laden bis etwa 4,6 kVA. Der Verteilnetzbetreiber darf hier Abweichungen festlegen. Allerdings: Übersteigt die Ladeleistung diesen Wert, muss als Verfahren das dreiphasige AC-Laden oder das DC-Laden verwendet werden.

Wenn Ihre Wallbox bzw. Ladestation eine Ladeleistungen von weniger als 12 kW hat, müssen Sie diese dem Netzbetreiber nicht anzeigen. Es besteht also keine Anzeigepflicht. Das vereinfacht für Sie die Inbetriebnahme außerordentlich. Beachten Sie jedoch, dass Sie das dreiphasige AC-Laden oder das DC-Laden verwenden müssen, da die Ladeleistung Ihrer Wallbox mit ihrer Ladeleistung den Schwellenwert von 4,6 kVA übersteigt.

Hat Ihre Wallbox eine Leistung von über 12 kW, benötigen Sie gemäß Technischer Anschlussbedingungen / TAN selbst bei einer nachträglichen Errichtung einen ergänzenden Inbetriebnahmeantrag von Ihrem Netzbetreiber. Zusätzlich müssen Sie auf die Einhaltung einer symmetrischen Belastung achten, da die Ladeleistung über 4,6 KVA liegt.

Wie lange lädt ein Elektroauto?

"Wie lange lädt ein Elektroauto?" Viele Einflüsse wirken sich auf die Ladezeit aus, doch wir geben Berechnungsbeispiele. (Foto: shutterstock - Alexandru Nika, #3)

„Wie lange lädt ein Elektroauto?“ Viele Einflüsse wirken sich auf die Ladezeit aus, doch wir geben Berechnungsbeispiele. (Foto: shutterstock – Alexandru Nika, #3)

Die Elektroautos bieten uns viele Vorteile. Doch bei einem Punkt rücken sie immer wieder in den Fokus der öffentlichen Kritik: die Reichweite. Daher ist es wichtig zu wissen, wie lange ein Elektroauto aufladen muss, bis man wieder damit fahren kann.

Für die Berechnung der Ladezeit gibt es eine einfache Faustformel:
Nehmen Sie die Kapazität der Batterie in Wattstunden und dividieren Sie diese durch die Ladeleistung in Watt. Dies ergibt die Ladedauer in Stunden.

Die meisten Batterien von Elektroautos haben derzeit eine Kapazität von etwa 24 Kilowattstunden. Würde man eine solche Batterie an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose mit einer Ladeleistung von etwa 2,3 Kilowatt aufladen, dann dauert das etwa 24 / 2,3 = 10 Stunden.

Eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 Kilowatt benötigt dafür nur etwa 24 / 11 = 2,2 Stunden.

Diese Formel sollte nur der Orientierung dienen. Folgende Einflüsse verändern die tatsächliche Ladezeit nochmals.

  1. Welche Ausstattung hat Ihr Elektroauto?

    Nicht jedes Elektroauto kann die komplette Ladeleistung nutzen. Besonders Ladesäulen mit einer sehr hohen Leistung überfordern da oft das Elektoauto. Dies sind zum Beispiel Schnell-Ladestationen mit Gleichstrom. Fragen Sie also den Hersteller Ihres Elektroautos, welche Ladeleistung bei Ihrem Fahrzeug die Obergrenze darstellt.

  2. Wie ist der Akku-Ladestand vor dem Aufladen?

    Der Akku spielt beim Aufladen an der Wallbox einen kleinen Streich. Steigt der Akku-Ladestand nimmt das Ladetempo ab. Rechnen Sie also gut eine halbe bis ganze Stunde hinzu. Diese Zeit wird für die letzten 20-30 Prozent der Füllung benötigt. Hersteller gehen bei ihren Zeitangaben oftmals davon aus, dass man die Batterien nur bis auf 80 Prozent auflädt.

  3. Wie hoch oder niedrig ist die Außentemperatur?

    Am besten funktionieren Batterien von Elektroautos bei einer Außentemperatur von etwa 15 bis 25 Grad Celsius. Daher ist die Ladezeit im Winter höher, aber auch im Hochsommer bei tropischen Temperaturen. Grund hierfür sind die elektrochemischen Prozesse in den Batterie-Zellen selbst.

Welchen Einfluss hat der Typ der Ladestation auf die Ladedauer?

Mit der Wahl der richtigen Ladestation können Sie die Ladezeiten teils erheblich verkürzen. Im Extremfall von 14 Stunden auf 20 Minuten. Für den letzteren Fall gibt es öffentliche Schnell-Ladestationen. Wenn diese nicht verfügbar sind, tut es auch mal die heimische Steckdose. Etwas schneller sind letztlich die Wandladestationen, die Wallboxen.

Diese Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten mit unterschiedlichen Ladestationen.

Wie lange lädt ein Elektroauto?
Ladedauer nach Typen der Ladestationen
Typ der Ladestation Ladeleistung Zu beachten Ladedauer [h]
Steckdose zuhause etwa 2,3 kW Schließen Sie die Batterie des Elektroautos mit dem vom Hersteller gelieferten Kabel an Ihre heimische Steckdose an. etwa 8-14
Wallbox etwa 3,6 bis 22 kW Die Wallbox haben Sie ebenfalls zuhause installiert. Sie nimmt Ihr Ladekabel auf. etwa 2-6
Öffentliche Ladesäulen etwa 10 bis 22 kW Noch ist die Zahl der Ladestationen begrenzt. Doch das Netz wird ständig erweitert. Sie benötigen ein besonderes Ladekabel und eine Tankkarte des Herstellers. etwa 2-4
Öffentliche Schnell-Ladesäulen etwa 50 kW Um diese High-Speed-Ladestation zu benutzen, benötigen Sie vermutlich ein spezielles Equipment. Befragen Sie dazu Ihren Händler. etwa 0,5 bis 1
Tesla-Supercharger etwa 120 kW Diese Ladesäulen wurden speziell für die Tesla Modelle S und X errichtet. Hier winkt die kürzeste Ladedauer. etwa 20 Minuten

Welche Vorteile und Nachteile haben die Schnellladung und die Heimladung?

"Was kostet eine Wallbox?" - Wesentlich schneller als eine Wallbox am eigenen Heim lädt der Tesla-Supercharger die Modelle Tesla Modelle S und X in etwa 20 Minuten. Die Ladeleistung von 120 Kilowatt ist aber auch entsprechend kräftig. Schade: andere Modelle von Elektroautos würden diesen Energischub nicht nutzen können, da sie ihn schlichtweg nicht verkraften. (Foto: shutterstock - Sheila Fitzgerald, #1)

„Was kostet eine Wallbox?“ – Wesentlich schneller als eine Wallbox am eigenen Heim lädt der Tesla-Supercharger die Modelle Tesla Modelle S und X in etwa 20 Minuten. Die Ladeleistung von 120 Kilowatt ist aber auch entsprechend kräftig. Schade: andere Modelle von Elektroautos würden diesen Energischub nicht nutzen können, da sie ihn schlichtweg nicht verkraften. (Foto: shutterstock – Sheila Fitzgerald, #1)

Der Name der Schnellladung lässt uns alle aufhorchen. Natürlich wollen wir unser Elektroauto schnellstens aufladen. Doch wie wir weiter oben bereits erfahren haben, kann dies das E-Auto eventuell technisch überfordern. Sind hier Schäden zu erwarten?

Die Heimladung kennen wir als den Standardfall. Man kommt abends nach hause. Dann stöpselt man das E-Mobil an die Wallbox. Morgens ist der Bolide wieder aufgetankt. Kann dies Nachteile haben?

Die Schnellladung: Vor- und Nachteile

Bei der Schnellladung wird unser Elektroauto in nur einer halben Stunde auf bis zu 80 Prozent aufgeladen. Eine solche schnelle Ladung ist nur an öffentlichen Ladestationen möglich, da in der Regel nur dort die nötige Ladeleistung von etwa 50 Kilowatt verfügbar ist. Doch Vorsicht: nicht jedes Elektroauto kann das verkraften. Die Schnellladung ist zum Beispiel für diese E-Autos möglich:
BMW i3, Nissan Leaf, Tesla Model S und VW e-up!.

Die Schnellladung: Vor‑ und Nachteile
Vorteile Nachteile
Die Ladezeit liegt meist deutlich unter einer Stunde. Häufiges Schnellladen geht bei der Batterie auf die Gesundheit. Die Lebensdauer der Batterie verkürzt sich.
Die Ladesäulen für eine Schnellladung liegen meist nahe der Autobahn, also genau dort, wo wir sie auch dringend benötigen. Risiko „“Überspannung““: wir dürfen die Batterie des E-Autos nur bis 80 Prozent aufladen.
Auf großen Strecken können wir schon nach kurzer Pause schnell weiterfahren.

Die Heimladung: Vor- und Nachteile

Bei der Heimladung laden wir unser Elektroauto mit der geringen Ladeleistung der heimischen Steckdose auf. Das passende Kabel für die Verbindung des Auto-Laders mit der Steckdose dazu liefern die Pkw-Hersteller mit.

Die Heimladung: Vor‑ und Nachteile
Vorteile Nachteile
Wir können unser Elektroauto über Nacht aufladen. In dieser Zeit nutzen wir den Wagen ohnehin nicht. Die Ladezeit beträgt je nach Elektroauto
acht bis 14 Stunden.
Wir können die Ladung über die Steckdosen im Haus durchführen. Eine Wallbox wäre noch nicht erforderlich. Ein Fachmann muss bestätigen, dass die heimischen Steckdosen für die starke Dauerbelastung überhaupt geeignet sind. Siehe weiter oben in unserem Artikel.
Die Heimladung kann zuhause oder am Arbeitsplatz durchgeführt werden. Die Entfernung zur Steckdose ist durch das Kabel begrenzt. Der Stellplatz muss also nahe der Steckdose gelegen sein.
Die Ladeleistung kann mit Wallboxen erhöht und damit die Ladezeit verringert werden.

Was kostet das Betanken eines E-Autos?

Man geht im Allgemeinen davon aus, dass Elektroautos mit einer jährlichen Fahrleistung über 30.000 Kilometern meist günstiger betrieben werden können als Hybridfahrzeuge oder Benziner. Dennoch gibt es Punkte wie die Reichweite und Ladezeit, die derzeit noch so manchen Autofahrer vom Wechsel zum Elektroauto abhalten. Án öffentlichen Ladestationen wird pro Ladung und Ladeleistung abgerechnet. Daher fährt der am preiswertesten, der eine hohe Reichweite besitzt (und dadurch seltener laden muss) und die kürzeste Ladezeit hat.

So lässt sich auch das Betanken nur sehr schwer absolut bepreisen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die zu erwartenden Kosten je nach Lademöglichkeit.

Was kostet das Aufladen eines Elektroautos?
Stromart Ladestation Ladeleistung Ladedauer Preis
Wechselstrom (AC) Steckdose zuhause bis 3,7 kW 10 – 14 Stunden 29,99 ct / kWh
Wechselstrom (AC) Typ 2 Stecker AC 1-phasig bis 7,4 kW 3 – 5 Stunden 5 – 10 Cent / Min.
0,00 0 29 – 40 Cent / kWh
Wechselstrom (AC), Gleichstrom (DC) CCS bis 50 kW 30 – 60 Minuten 25 – 35 Cent / Min.
0,00 0 39 – 50 Cent / kWh
Gleichstrom  (DC) CHAdeMO bis 50 kW 30 – 60 Minuten 25 – 35 Cent / Min.
0,00 0 39 – 50 Cent / kWh

Was kosten 100km beim Elektroauto?

Wieviel verbraucht ein Elektroauto auf 100 Kilometer? Dieser Wert lässt sich leicht berechnen. Wir haben den Wert für den Nissan Leaf berechnet. (Foto: shutterstock - michelmond, #2)

Wieviel verbraucht ein Elektroauto auf 100 Kilometer? Dieser Wert lässt sich leicht berechnen. Wir haben den Wert für den Nissan Leaf berechnet. (Foto: shutterstock – michelmond, #2)

Die Kosten/den Verbrauch pro 100 Kilometer zu berechnen ist dagegen recht einfach. Nehmen wir zum Beispiel den Nissan Leaf, dann kommen wir auf einen Verbrauch von 15 bis 17 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Legt man dem einen aktuellen Strompreis von etwa 30 Cent pro Kilowattstunde zugrunde, kommt man auf einen 100-Kilometer-Preis von 4,50 Euro bis 5,10 Euro.

Ganz so einfach ist es aber dennoch nicht, weil unter anderem die Art der gewählten Ladestation die Kosten für die Aufladung maßgeblich beeinflusst.


Bildnachweis: shutterstock – Titelbild insideportugal, #1 Sheila Fitzgerald, #2 michelmond, #3 Alexandru Nika, #4 Chesky

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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