Die Garage als Blickfang: Viel mehr als nur ein Abstellplatz fürs Auto

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Bauherren, welche gerade ihr Haus planen, legen meist sehr viel Wert auf das Aussehen ihrer Garage. Grau und langweilig war gestern, heute gibt es viele Anbieter für ausgefallene Garagenmodelle und tolle Designgaragentore.

Die äußere Konstruktion

Zuerst wird die Frage geklärt, ob ein Carport oder eine Garage die bessere Wahl ist. Aus Gründen des Schutzes vor Diebstahl wird die Wahl nach Möglichkeit auch die Garage fallen, denn hier ist das Fahrzeug am besten geschützt. Gleichwohl kann sich das Design der Garage nach dem Wohnhaus richten und ebenfalls dem Landhausstil oder Bauhausstil entsprechen. Auch extravagante Formen sind möglich und lassen die Garage zum absoluten Blickfang werden.

Wichtig ist, dass hier immer eine Einheit dargestellt wird, wie zum Beispiel durch gleiche Farben, ähnliche Dachformen oder eventuell ist das konsequente Schaffen eines Abbilds des Hauses umsetzbar.

Bei der äußeren Gestaltung kann es sein, dass städtebauplanerische Vorgaben beachtet werden müssen, nicht immer ist der Bauherr völlig frei in der Wahl der Form seiner Garage. Eventuell muss sich diese in das übliche Straßenbild einpassen.

Wichtig ist, dass die äußere Konstruktion in jedem Fall eine Inneneinrichtung der Garage erlaubt, die für die gedachten Zwecke ausreichend ist. Bei einer Fertiggarage ist dies nicht immer der Fall, bei individuellen Planungen lassen sich Designwünsche oft besser umsetzen.

Das Garagentor

Neben der Form ist das Tor das entscheidende Designelement. Die Angebotspalette in Bezug auf Torarten, Farben und Formen ist riesig: Sektionaltor, Rolltor und Schiebetor sind nur wenige Beispiele für Torarten, die sowohl zu rustikalen Garagentypen als auch zu modernen Aluminiumbauten passen können.

Sicherlich muss bei der Wahl der Torfarbe auch das Umfeld beachtet werden, denn die stilistische Abstimmung von Tor, Garage und Wohnhaus sollte erkennbar sein.

Wer einen klassischen Look wünscht, wählt ein Schwingtor, das Deckensektional– oder Rolltor hingegen geht moderne Wege. Seitensektionaltore lassen einen luxuriösen Eindruck entstehen. Sie sind die richtige Wahl, wenn die Garage zum Blickfang werden soll, denn hier öffnen sich die Tore ähnlich wie Schiebetüren zu den Seiten hin.

Entscheidend für den Eindruck der Massiv- oder Fertiggarage ist zudem die Wahl des Materials. Immobilien in Landhausoptik harmonieren gut mit Garagen mit Holztoren, Designerhäuser hingegen werden durch den modernen Look der Metall- oder Betonelemente der Garage inszeniert. Garagentor-Hersteller wie Normstahl demonstrieren auf ihrer Website, welche Möglichkeiten sich hier bieten.

Die Platzfrage

Bei der Planung gilt, es das richtige Maß für die Garage finden zu können. Dafür ist wichtig, ob ein oder zwei Autos untergebracht werden sollen. Außerdem spielt eine Rolle, was noch in der Garage Platz finden soll. Es ist daher wichtig, dass sich Bauherren zuerst eine Übersicht darüber verschaffen, wofür die Garage genutzt werden wird und erst danach mit der Bestimmung der richtigen Maße beginnen.

Bei der Planung gilt, es das richtige Maß für die Garage finden zu können.  ( Foto: Shutterstock- David Papazian  )

Bei der Planung gilt, es das richtige Maß für die Garage finden zu können. ( Foto: Shutterstock- David Papazian )

Bei einer Fertiggarage sind viele verschiedene Maße möglich, jedes gewünschte Detail kann sicherlich kaum zentimetergenau umgesetzt werden. Für die Unterbringung von Fahrrädern bieten sich Fahrradgaragen an, diese können beliebig auf dem Grundstück aufgestellt werden. Derartige Fahrradgaragen sind ebenfalls in unterschiedlichen Varianten auf dem Markt zu finden und passen sich optisch gut ein.

Wo die Garage stehen soll, ist meist vorgegeben. Vor allem bei kleinen Grundstücken gibt es nicht viele Wahlmöglichkeiten. Außerdem gibt der Bebauungsplan vor, wo auf dem Grundstück die Garage errichtet werden darf: Es hilft nicht, dass der Garten riesengroß ist, wenn dort keine Bebauung erlaubt ist.

Somit wird die Platzfrage durch diese Fragen beantwortet:

  • Wo darf gebaut werden?
  • Für wie viele Fahrzeuge wird gebaut?
  • Sollen Winterreifen und Autozubehör in der Garage untergebracht werden?

Nach Beantwortung der Fragen kann die Planung bezüglich der Garagengröße beginnen, wobei eine Übersicht der Kosten bei der Entscheidung über die richtige Größe mitspielt.

Garage separat oder mit Zugang zum Haus?

Die Antwort auf die Frage in der Überschrift wird durch verschiedene Punkte beeinflusst. Besser vor Diebstahl geschützt ist das Auto sicherlich, wenn die beiden Immobilien miteinander verbunden sind, außerdem ist der Zugang zur Garage auch bei schlechtem Wetter angenehmer. Haus und Garage sollten hierbei allerdings mit einer entsprechenden Sicherheitstür voneinander getrennt sein.

Wird die Garage mit dem Haus verbunden, ist dies kostengünstiger: Ein separater Bauantrag ist nicht nötig, denn die Garage kann mit dem Haus genehmigt werden. Bauherren brauchen weniger Baumaterial, Anlieferungskosten sind günstiger. Oft kann das Dach der Garage so konstruiert werden, dass es tragfähig ist und dadurch ein weiterer Wohnraum entstehen kann.

Doch eine an das Haus angeschlossene Garage hat auch Nachteile. Dachformen sind oft komplizierter, Immobilien können schlecht proportioniert wirken. Um vor Diebstahl geschützt zu sein, müssen höhere Anforderungen an den Einbruchschutz umgesetzt werden. Vor allem das Garagentor muss eine schier uneinnehmbare Barriere werden. Bauherren sollten sich vor dem Bau eine Übersicht über dadurch entstehende Kosten verschaffen.

Das Dach begrünen?

Bei der Dachbegrünung der Garage werden zwei Arten unterschieden. Auf der einen Seite steht die extensive Dachbegrünung mit Schichten zwischen 6 und 20 cm, auf der anderen Seite ist die intensive Dachbegrünung zu nennen, bei der Schichten zwischen 20 und 40 cm aufgetragen werden. Bei der letzteren Variante können sogar kleine Bäume auf das Dach gepflanzt werden.

Wird die Garage mit dem Haus verbunden, ist dies kostengünstiger  ( Foto: Shutterstock- Dariusz Jarzabek)

Wird die Garage mit dem Haus verbunden, ist dies kostengünstiger ( Foto: Shutterstock- Dariusz Jarzabek)

Durch das höhere Gewicht der aufgebrachten Erde muss das Dach der Garage aber besonders tragfähig sein. Bis zu 1000 kg oder mehr pro Quadratmeter muss das Dach aushalten können! Dies gilt es bereits bei der Planung zu berücksichtigen, wobei ein derartiges Vorhaben den Bau deutlich teurer werden lässt.

Ist dies nicht zu realisieren, ist die extensive Variante die bessere Wahl. Auch damit lässt sich das Dach begrünen, die Anforderungen an die Tragfähigkeit des Daches sind aber geringer.

Nutzungsmöglichkeiten der Garage

Gern werden Garagen als Abstellräume benutzt, in denen am Ende noch nicht einmal das Auto Platz hat, für das die Garage eigentlich gebaut worden war. Doch die Nutzungsmöglichkeiten der Garage sind per Gesetz eingeschränkt. Das deutsche Baurecht regelt die Nutzung einer Immobilie als Garage.

Die Bauordnung besagt, dass Garagen ganz oder teilweise umschlossene Räume seien, die nur zum Abstellen von Kraftfahrzeugen dienen. Sie dürfen nicht zweckentfremdet werden.

Besonders problematisch: Eine Grenzgarage genießt das Recht, im Rahmen der Grenzbebauung dort errichtet werden zu dürfen, wo ansonsten keine Garage stehen darf. Wird diese nun zweckentfremdet, verliert sie dieses Recht. Die Folge: Entweder, die Garage wird als solche genutzt oder muss abgerissen

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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