Makler beauftragen: Wohnungssuche selbst durchführen? Wie man mit dem Makler bares Geld spart

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Die Wohnungssuche kann sich schwierig gestalten, doch den Makler beauftragen kommt auch nicht infrage. Warum? Weil er eine Provision haben möchte. Doch jeder Fall von Mietbetrug zeigt, dass der Makler die bessere Wahl gewesen wäre!

Wohnungssuche mit Erfolg: Warum man doch ein Makler beauftragen sollte

Wer die Wohnungssuche mit Erfolg abschließen möchte, sollte unbedingt einen Immobilienmakler beauftragen. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn nur er kennt die regionalen Gegebenheiten und Angebote, die nicht auf den üblichen Onlineplattformen zu finden sind. Außerdem schützt der Makler vor Mietbetrug.

Wer die Wohnungssuche gelassener angehen möchte, sollte einen Makler beauftragen. ( Foto: Shutterstock-antoniodiaz)

Wer die Wohnungssuche gelassener angehen möchte, sollte einen Makler beauftragen. ( Foto: Shutterstock-antoniodiaz)

Weniger Zeit und Nerven bei der Wohnungssuche investieren

Wer schon einmal eine Wohnungssuche auf eigene Faust organisiert hat, weiß, wie zeitraubend und nervtötend diese sein kann. Es wird umständlich in Zeiten oder Onlineportalen gesucht, es werden Termine ausgemacht, die meist zu Zeiten liegen, die eigentlich gar nicht passen.

Dann sind dort deutlich mehr Interessenten als angenommen und vor Ort wird festgestellt, dass der Wohnung viele wichtige Eigenschaften fehlen. Dann geht die Suche weiter.

Wer die Wohnungssuche gelassener angehen möchte, sollte einen Makler beauftragen. Dieser hat den kompletten Überblick über die Immobilienlage in seinem Einzugsgebiet und bringt das so wichtige Marktwissen mit. Meist finden Mietimmobilien ihren Weg gar nicht mehr in die einschlägigen Portale, sondern werden direkt vom Makler vermittelt.

Es ist viel einfacher, zeitsparender und nervenschonender, dem Makler die eigenen Wünsche zu erklären und ihn suchen zu lassen. Oft hat er schon die passenden Angebote parat oder findet diese binnen kürzester Zeit. Damit geht die Wohnungssuche auch noch deutlich schneller und die umständliche Suche nach dem passenden Wohnraum hat ein Ende.

Nicht nur, dass es einfacher ist, den Makler beauftragen und suchen lassen zu können, auch die Beratung stimmt hier.  ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Nicht nur, dass es einfacher ist, den Makler beauftragen und suchen lassen zu können, auch die Beratung stimmt hier. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Fachliche Beratung erweitert den eigenen Hoizont

Nicht nur, dass es einfacher ist, den Makler beauftragen und suchen lassen zu können, auch die Beratung stimmt hier. Ein Beispiel: Das eigene Kind geht zum Studieren in eine andere Stadt. Dort ist nichts über den Immobilienmarkt bekannt, daher braucht es einen Insider, um guten und günstigen Wohnraum zu finden. Ohne Makler geht hier nichts!

Dieser sucht im Auftrag seiner Kunden und findet in der Regel auch den passenden Wohnraum. Er berät zu den standortbedingten Besonderheiten und kennt sich mit der Lage der infrage kommenden Wohnung aus. Ist sie in Supermarktnähe? Sind die öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen? Ist die Uni fußläufig erreichbar? Durch seine Ortskenntnis werden kostspielige Besichtigungstermine gespart, was ein wichtiger Entscheidungsfaktor für den Makler sein dürfte.

Bevor jemand den Makler seines Vertrauens beauftragen kann, muss dieser erst einmal gefunden werden!  ( Foto: Shutterstock- Pressmaster )

Bevor jemand den Makler seines Vertrauens beauftragen kann, muss dieser erst einmal gefunden werden! ( Foto: Shutterstock- Pressmaster )

Den richtigen Makler beauftragen

Bevor jemand den Makler seines Vertrauens beauftragen kann, muss dieser erst einmal gefunden werden!

Die folgenden Punkte helfen dabei, aus der Flut an Anbietern den passenden herauszufiltern:

  • Referenzen

    Wie hoch ist die Erfolgsquote des Maklers? Welche Objekte vermittelt er?

  • Qualifikationen

    Welche Ausbildung hat der Makler? Ist er im Berufsverband organisiert?

  • Arbeitsweise

    Wie genau möchte der Makler bei der Wohnungssuche helfen? Kann er gut beraten und kennt er sich mit dem Immobilienmarkt aus?

Betrüger erkennen: So lässt sich ein Fake bei der Wohnungssuche erkennen ( Video)

Mietbetrug kann sich auf verschiedene Arten äußern. Immer wieder treten zum Beispiel Fälle auf, bei denen die Betrüger eine Ferienwohnung anmieten und für diese Besichtigungstermine ausmachen. Sie wollen schnell vermieten, weil sie angeblich ins Ausland wollen oder weil der Interessent „so sympathisch“ ist.

Dann wird auch gleich die Kaution verlangt, natürlich in bar. Wer einem solchen Mietbetrug aufsitzt, sieht sein Geld meist nicht mehr wieder. Doch der Betrug bei der Wohnungssuche hat noch zahlreiche andere Gesichter.

Video: Die Tricks der Immobilienmakler | Gut zu wissen

Checkliste „Mietbetrug erkennen“: So zeigt sich, ob es ein Fake ist

Gerade in den sozialen Netzwerken werden häufig Immobilien angeboten, die sich bei näherem Hinsehen als Fake entpuppen. Es gibt sie gar nicht auf dem Markt, sie haben andere Besitzer oder wurden mit Photoshop komplett verändert.

Um nun einen Betrug rechtzeitig erkennen zu können und damit keinem Fake aufzusitzen, sind die Punkte der folgenden Checkliste wichtig:

  • Holprige Sprache

    Angebote, die sich meist als Fake entpuppen, sind nicht selten in gebrochenem Deutsch formuliert. Es wird darum gebeten, auf Englisch zu antworten oder es wird anderweitig versucht, die Kommunikation zu erschweren.

  • Abwesenheit

    Der angebliche Vermieter ist nicht dauerhaft vor Ort und kann nur zu einer bestimmten Zeit zur Besichtigung kommen. Er hat es dann auch sehr eilig und muss zum nächsten Termin.

  • Seriöser Name und Beruf

    Schön, wenn beides stimmt. Aber Betrüger gehen zunehmend diesen Weg und präsentieren sich als Anwalt, Arzt oder Professor und wollen auf diesem Weg seriös erscheinen. Auch ein typisch deutscher Name soll für Seriosität stehen.

  • Zu günstige Angebote

    Manche Angebote sind so günstig, dass sie gar nicht wahr sein können. Angeblich steht der Eigentümer unter Zeitnot und muss daher schnell und günstig verkaufen.

  • Alles inklusive

    Das supertolle Angebot ist günstig und beinhaltet alles, was das Herz begehrt. Kein Schnäppchen, sondern Betrug!

  • Katalogbilder

    Häufig stammen die Bilder der Anzeige aus Katalogen oder von anderen Anzeige. Die Bildersuche bei Google fördert hier teilweise Erstaunliches zutage!

Soll der Eindruck der Seriosität erweckt werden, kann es schon reichen, den Namen und die Kontaktdaten bei Google einzugeben. Gibt es die Person wirklich, werden dort zahlreiche vertrauenswürdige Einträge zu finden sein. Ansonsten: Lieber einen Makler beauftragen und auf Nummer sicher gehen!

Wer eine Immobilie sucht, kann mehrere Makler gleichzeitig beauftragen.  ( Foto: Shutterstock-Gorodenkoff )

Wer eine Immobilie sucht, kann mehrere Makler gleichzeitig beauftragen. ( Foto: Shutterstock-Gorodenkoff )

Häufige Fragen rund um die Wohnungssuche mit Makler ( Video)

Kann ich als Mieter einen Makler beauftragen?

Ja, auch ein Mieter kann einen Makler beauftragen. Dabei gilt aber immer der als zahlungspflichtig, der die Beauftragung vorgenommen hat. In dem Fall muss dann auch der Mieter die Provision zahlen, wenn der Makler eine passende Immobilie gefunden hat, für die der Mietvertrag unterzeichnet wurde.

Haben Makler bessere Wohnungen?

Makler haben nicht zwangsläufig die besseren Wohnungen, sie haben aber einen besseren Marktüberblick. Außerdem wenden sich vor allem Eigentümer sehr hochwertiger Immobilien an einen Makler, der dann einen Mieter finden soll. Solche Objekte kommen oft gar nicht auf den freien Markt.

Was kann ich tun, um eine Wohnung zu bekommen?

Um die Wohnung zu bekommen, muss diese erst einmal gefunden werden. Inserate, Makler beauftragen, soziale Netzwerke nutzen, Handwerker der Umgebung ansprechen – diese und weitere Möglichkeiten bieten sich dafür an. Geht es dann um die Besichtigung der Wohnung, sollte ein Mietinteressent einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Alle Papiere beisammenhaben, Einkommensauskunft und Personalausweis bereithalten und sich höflich verhalten. Außerdem sollte direkt vereinbart werden, wer sich bei wem meldet.

Wann sollte man anfangen, eine Wohnung zu suchen?

Grundsätzlich sollte man spätestens drei bis vier Monate vor dem Auszug eine Wohnung suchen. Es kann aber sinnvoller sein, schon vorher damit anzufangen, damit der Markt und seine Preise bekannt sind. So lässt es sich ohne Zeitdruck eine Wohnung finden.

Video: Sind Mieten zu teuer? Zehn Fragen an einen Makler | Galileo | ProSieben

Wer hat die besten Chancen auf eine Wohnung?

Die besten Chancen auf eine Wohnung hat derjenige, der dem Vermieter gefällt: Der Interessent sollte den Anschein erwecken, als könnte er die Miete zahlen, mit den Nachbarn gut auskommen und insgesamt keinen Ärger machen. Schon beim ersten Besichtigungstermin sollte der Interessent daher versuchen, die Wünsche des Vermieters zu erfüllen und höflich, selbstbewusst und nett auftreten.

Kann man mehrere Makler gleichzeitig beauftragen?

Wer eine Immobilie sucht, kann mehrere Makler gleichzeitig beauftragen. Wer sie jedoch verkaufen möchte, sollte das nicht machen, denn es könnte Interessenten verunsichern, die gleiche Immobilie in verschiedenen Portalen und von unterschiedlichen Maklern angeboten zu finden.

Wie läuft das, wenn man einen Makler beauftragt?

Verkäufer können meist eine kostenlose Immobilienbewertung bei einem Makler ihrer Wahl durchführen lassen. Erst danach wird der Maklervertrag unterschrieben. Wer als Mietinteressent einen Makler beauftragen möchte, unterschreibt den Maklervertrag und bekommt dann die Angebote des Maklers.

Kann der Makler den Käufer bestimmen?

Nein, der Makler kann den Käufer nicht bestimmen. Der Eigentümer legt fest, an wen er verkauft. Allerdings kann der Makler dem Eigentümer seinen Eindruck von verschiedenen Bewerbern darlegen. Ein Makler bringt aus der langjährigen Erfahrung im Geschäft oft eine sehr gute Menschenkenntnis bezogen auf Mieter, Vermieter & Co. mit. Kluge Eigentümer wissen das und beziehen eine Maklerempfehlung in ihre Entscheidung mit ein.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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