3 Tipps für eine minimalistische Einrichtung

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Ist eine minimalistische Einrichtung gleichbedeutend mit einer geringen Anzahl an Möbeln? Nicht nur das, meinen Experten, denn auch die gesamte Gestaltung der Wohnung muss minimalistisch ausfallen.

Die minimalistische Einrichtung: Weniger ist mehr

Wer sich für eine minimalistische Einrichtung entscheidet, möchte von allem ein bisschen weniger haben. Der- oder diejenige braucht keine unnötigen Gegenstände, die in der Wohnung herumstehen oder die den Platz wegnehmen, der zum Leben, Spielen der Kinder und überhaupt zum Atmen benötigt wird.

Man beschränkt sich auf das Nötigste und trennt sich von allem materiellen Ballast. Diese Entrümpelung der Wohnung kann teilweise auf das ganze Leben übertragen werden und wer Minimalismus lebt, umgibt sich nicht einmal mehr mit Menschen, die nicht gut tun oder die sich als belastend erwiesen haben.

Die Anfänge des Minimalismus in der Wohnung

Eine minimalistische Einrichtung ist nicht gleichzusetzen mit einer kahlen Wohnung, die wirkt, als müsste sie noch mit Möbeln und persönlichen Dingen ausgestattet werden. Es geht vielmehr um das Entfernen überflüssiger Gegenstände und um das Schaffen einer Zuflucht, bei der nichts mehr vom Wesentlichen ablenkt. Hervorragend passen zu diesem Wohnstil Möbel aus Metall, die von Hause aus minimalistisch gehalten sind.

Offene Schuhregale, Halterungen oder auch Garderoben werden auf das Wesentliche reduziert und sind vollendet in Form und Funktion. Wenn eine Kleiderstange minimalistisch designt wird, ist sie nichts weiter als eine Stange, meist in Schwarz gehalten und ohne Schnörkel oder unnötige Zusätze. Sie wirkt für sich allein, ist völlig unkompliziert und besticht gerade durch ihre Schlichtheit.

Eine solche Kleiderstange ist in verschiedenen Größen erhältlich und passt nicht nur zu einer minimalistischen Einrichtung, sondern auch als Stilbruch zum rustikalen Landhausstil oder zum Industrial Style, der derzeit angesagt wie nie ist.

Eine minimalistische Einrichtung ist nicht gleichzusetzen mit einer kahlen Wohnung, die wirkt, als müsste sie noch mit Möbeln und persönlichen Dingen ausgestattet werden.  ( Foto: Shutterstock - PavelShynkarou )

Eine minimalistische Einrichtung ist nicht gleichzusetzen mit einer kahlen Wohnung, die wirkt, als müsste sie noch mit Möbeln und persönlichen Dingen ausgestattet werden. ( Foto: Shutterstock – PavelShynkarou )

Was braucht eine minimalistische Einrichtung?

Wer sich minimalistisch einrichten möchte, muss einige Essentials haben, die für diesen Einrichtungsstil unverzichtbar sind.

Dazu gehören unter anderem die folgenden Möbel und Accessoires:

  • Schränke:

    Sie bieten den nötigen Stauraum und nehmen all die Dinge auf, die im Raum nicht lose herumliegen dürfen. Dennoch darf ein Zimmer nicht mit Schränken „zugestellt“ werden.

  • Große Möbel mit filigranen Beinen:

    Sofa, Kommode oder Bett brauchen zierliche Beine, damit sie nicht zu plump und klobig wirken. Sie sorgen für den Eindruck der Leichtigkeit bei diesen schweren Möbelstücken.

  • Strukturierte Stoffe:

    Sind die Oberflächen der Möbel glatt, müssen strukturierte Stoffe für den nötigen Kontrast sorgen. Leinen, Leder und Baumwolle sind ideal. Kleiderstangen werden mit Haken ausgestattet, die mit Leder bezogen sind, Kissen erhalten strukturierte Kissenhüllen.

  • Stilkombinationen:

    Warum sollte der japanische Einrichtungsstil nicht mit dem skandinavischen Stil kombiniert werden? Die geschickte Kombination macht die Einzelstücke zum Hingucker und verhindert gleichzeitig ein Überladen der Wohnung.

Es können auch verschiedene Materialien miteinander kombiniert werden, sodass sich ein interessantes Zusammenspiel aus Metall und Holz, aus Leder und Stein ergibt.  ( Foto: Shutterstock - Photographee.eu)

Es können auch verschiedene Materialien miteinander kombiniert werden, sodass sich ein interessantes Zusammenspiel aus Metall und Holz, aus Leder und Stein ergibt. ( Foto: Shutterstock – Photographee.eu)

3 Tipps für die minimalistische Einrichtung

Eine minimalistische Einrichtung harmoniert also mit einer Vielzahl von Einrichtungsstilen und passt in jede Wohnung. Vor allem die Flurmöbel, die aus Metall gefertigt und in ihrer Schlichtheit kaum zu überbieten sind, zeugen von Stil und Zeitlosigkeit. Gleichzeitig zeugen sie von dem Wunsch, eine nachhaltige Einrichtung ohne überflüssige Dinge zu gestalten.

Es können auch verschiedene Materialien miteinander kombiniert werden, sodass sich ein interessantes Zusammenspiel aus Metall und Holz, aus Leder und Stein ergibt. Das Besondere an minimalistischen Möbeln ist ihre Kombinationsfreude. Wohnbereiche wirken schlicht und warm, trotz der minimalistischen Ansätze wohnlich und detailliert. Wer sich nun für eine minimalistische Einrichtung interessiert, findet hier die drei besten Tipps zur Umsetzung des neuen Wohnstils.

Es muss nicht immer ein Kleiderschrank sein. ( Foto: Shutterstock -  Body Stock_)

Es muss nicht immer ein Kleiderschrank sein. ( Foto: Shutterstock – Body Stock_)

Tipp #1: Bewusst konsumieren

Überfluss ist des Chaos Anfang, könnte man in Bezug auf die Einrichtung einer Wohnung sagen. Hier noch eine kleine Kommode, dort ein Deko-Artikel und auf dem Sofa noch ein Kissen drapiert. Fertig ist das beginnende Durcheinander, in dem am Ende nichts mehr zusammenpasst und wo sich jeder fühlt wie ein zusätzlicher Störfaktor im Raum. Von Wohlfühlen keine Spur! Wer minimalistisch wohnen möchte, sollte sich daher nicht nur von unnötigem Ballast trennen, sondern vor allem dafür sorgen, dass keiner mehr dazu kommt.

Das gilt übrigens nicht nur bezogen auf die minimalistische Einrichtung, sondern bezüglich der gesamten Lebensweise. Jeder sollte sich fragen: Was lohnt sich, zu kaufen und was ist völlig überflüssig? Muss ich diesen oder jenen Gegenstand wirklich haben? Wer sich nicht sicher ist, kann ein Produkt auf einen echten oder imaginären Wunschzettel setzen. Nach einer festgesetzten Frist von beispielsweise zwei Wochen wird dieser Wunschzettel durchgeschaut.

Was von den Gegenständen erweckt immer noch Begehrlichkeiten? Welche wären ein reiner Spontankauf geworden? Damit wird eine Entscheidungshilfe zum bewussten und vor allem nachhaltigen Konsum ermöglicht. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch der allgemeingültige Tipp: Lieber nicht zu günstig kaufen! Gerade bei der Einrichtung sind günstige Möbel und Accessoires häufig nur minderwertig und strahlen weder die gewünschte Hochwertigkeit noch Individualität aus. Besser Qualität kaufen!

Wichtig ist dafür aber, dass es tatsächlich für alles einen Aufbewahrungsort gibt. ( Foto: Shutterstock -  ImageFlow )

Wichtig ist dafür aber, dass es tatsächlich für alles einen Aufbewahrungsort gibt. ( Foto: Shutterstock – ImageFlow )

Tipp #2: Aufräumen ist angesagt

An dieser Stelle stöhnen jetzt all die Chaoten sowie natürlich Kinder und Jugendliche. Regelmäßig aufräumen, obwohl man im Zimmer noch ein Stück freien Fußboden findet? Minimalisten sagen „Ja!“ und gehen ans Werk. Das Schöne daran, wenn regelmäßig für Ordnung gesorgt wird: Es gehen weder Dinge kaputt, weil draufgetreten wird, noch geraden sie allzu schnell in Vergessenheit. Es wird deutlich, was alles vorhanden ist und der Raum bleibt frei. Aufgrund der Regelmäßigkeit muss für das tägliche Aufräumen auch nicht viel Zeit eingeplant werden, denn die wenigen herumliegenden Dinge sind schnell an den für sie vorgesehenen Ort geräumt.

Wichtig ist dafür aber, dass es tatsächlich für alles einen Aufbewahrungsort gibt. Das können Schränke und Kommoden, aber auch Ablagen oder Stapelboxen sein. Gerade bei Kleidungsstücken ist das nicht ganz leicht: Diese werden nach dem Tragen, wenn sie noch nicht gewaschen werden müssen, zum Lüften aufgehängt und dann ordentlich gefaltet auf einen separaten „Lässt sich noch mal tragen“-Stapel gelegt. Die Kinder bekommen Truhen und Boxen, in denen sie ihre Spielzeuge lagern können. Damit macht das Aufräumen sogar Spaß!

Bezogen auf die Farben gilt, dass der Minimalismus auch eine reduzierte Farbauswahl verlangt. ( Foto: Shutterstock -  ImageFlow_)

Bezogen auf die Farben gilt, dass der Minimalismus auch eine reduzierte Farbauswahl verlangt. ( Foto: Shutterstock – ImageFlow_)

Tipp #3: Bei Käufen auf Formen und Farben achten

Wer Minimalismus als Trend mitmachen möchte, sollte bei einem Neukauf nicht nur überlegen, ob das betreffende Produkt jetzt wirklich benötigt wird. Es ist auch wichtig, dass es dem Anspruch an eine minimalistische Form und Farbe gerecht wird. Klare Linien, ein schlichtes Design und schlanke Ausführungen sind pompösen Accessoires und Details vorzuziehen.

Die Schlichtheit des Minimalismus ist vor allem in der Verwendung geradliniger und geometrischer Formen erkennbar, wenngleich natürlich auch Ovale und Kugeln erlaubt sind. Sie dürfen aber nicht zu Schnörkeln ausarten, sondern sollen ebenfalls klar ihre Form kommunizieren. Minimalistische Formen lassen sich sehr gut mit verschiedenen Stilrichtungen beim Wohnen kombinieren und passen ebenso zum skandinavischen wie zum urbanen Einrichtungsstil.

Bezogen auf die Farben gilt, dass der Minimalismus auch eine reduzierte Farbauswahl verlangt. Dominant sind die sogenannten Nicht-Farben wie Schwarz, Weiß und Grau. Auch Braun und Beige in den verschiedenen Abstufungen sind erlaubt. Diese Farben wirken kühl und rein, was wiederum beruhigend auf den Betrachter wirken soll.

Vor allem Möbel, die sehr viel Platz beanspruchen, sollten in diesen Farben gehalten sein. Das gilt beispielsweise für das Sofa, für den Esstisch oder auch für Sessel, Stühle und Schränke. Gezielte Akzente in ausgewählten Farben sorgen dafür, dass der Farbminimalismus nicht überhandnimmt, sondern durch die gezielten Farbtupfer zum wirklichen Hingucker wird.

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