Immobilien: In Spanien kaufen Investoren Haus um Haus

0

Vor etwa sechs Jahren brach in weiten Teilen Europas der Immobilienmarkt schlagartig zusammen. Besonders betroffen waren die südlichen Länder und im Besonderen Spanien.

Ursache war, dass die Banken im Vorfeld mit Immobilien-Krediten praktisch um sich geworfen hatten. Immer mehr Menschen kauften Immobilien und aufgrund der erhöhten Nachfrage kam es zu einem wahren Bauboom, der wiederum dafür sorgte, dass die Arbeitslosenzahlen erheblich sanken und immer mehr Leute in der Lage waren, Kredite aufzunehmen, um ein Haus zu kaufen. Auf diese Weise schaukelte sich die Situation immer mehr auf bis es am Ende den großen Knall gab und der Immobilienmarkt schlagartig zusammenbrach. Mit den bekannten Folgen.

Trotz dieser düsteren Nachrichten, kann man aktuell jedoch wieder Hoffnung machen. Leute die in Spanien ein Haus kaufen wollen, finden dort im Moment fast eine Goldgräberstimmung vor.

Haus kaufen in Spanien: Große Investoren decken sich ein

Nachdem viele Jahre lang die Preise für Immobilien in Spanien stetig fielen, scheint nun die Talsohle erreicht zu sein. Finanzfachleute behaupten in der Überzahl, dass die Immobilienpreise nun nicht mehr oder nur noch geringfügig absacken werden und nun wieder mit einem Anziehen der Preise zu rechnen ist.

Wer also zum jetzigen Zeitpunkt ein Haus kaufen möchte, kann in den nächsten Jahren mit erheblichen Wertsteigerungen rechnen. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass man vom ursprünglichen Wert des Hauses, vor dem Platzen der Immobilienblase, etwa 30 Prozent abziehen muss um den zu erreichenden realen Wert der Immobilie festzustellen. Also ursprünglicher Preis, minus aktueller Kaufpreis, minus 30 Prozent, plus späterer Verkaufspreis, gleich zu erzielende Rendite.

So und nicht anders rechnen auch die großen institutionellen Anleger, wie Fonds, Versicherungen und ähnliche und kaufen in Spanien nun Haus um Haus.

Allerdings muss man wissen wo man in Spanien ein Haus kaufen sollte, sonst kann es passieren, dass man viel Geld in den Sand setzt.

In welcher Region in Spanien kann man am besten ein Haus kaufen?

Will man in Spanien ein Haus kaufen, sollte man sich im Vorfeld auf jeden Fall mit den regionalen Gegebenheiten vertraut machen. Während man in einigen Gegenden in Spanien Immobilien zum Schnäppchenpreis bekommen kann, so ist anderen Städten kaum mir einer Preissteigerung zu rechnen.

Ein Beispiel ist Madrid.

Besonders in den besten Lagen, war vom Platzen der Immobilienblase fast nichts zu verspüren. Die Preise blieben weitestgehend stabil. Dies liegt vor allem daran, dass die Topimmobilien durchweg über viele Jahre vermietet sind. Dennoch kann sich ein Investment in Madrid durchaus rentieren, denn die Mieteinnahmen dort sind wirklich gut. Renditen von bis zu sechs Prozent sind möglich.

Die besten Chancen für ein lohnenswertes Investment hat man im Moment auf den Balearen, den Kanarischen Inseln und im Süden und Südosten Spaniens. Wer hier ein Haus kaufen möchte, hat beste Chancen auf gute Wertsteigerungen in den nächsten Jahren.

Ganz oben in der Gunst der Investoren steht im Moment Mallorca und hier vor allem die Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Doch auch andere Orte auf Mallorca stehen in der Gunst der Käufer ganz oben. Besonders begehrt sind hier Ferienwohnungen und Ferienhäuser, was auf der Hand liegt, denn Mallorca ist seit vielen Jahren die Lieblingsurlaubsinsel der Deutschen. Seit neustem trifft man dort auch vermehrt auf Urlauber aus Russland oder den baltischen Staaten, die planen, dort ein Haus zu kaufen.

Wie bereits erwähnt sind auch der Süden und Südosten Spaniens bei Investoren sehr beliebt wenn es darum geht Häuser als Geldanlage zu kaufen. Doch auch Menschen, die planen, dort ihre Ferien zu verbringen oder für immer dort zu leben, investieren immer mehr Geld in Immobilien. Wegen der vergangenen und im Moment noch anhaltenden Krise auf dem Immobilienmarkt in Spanien, kann man dort zum Schnäppchenpreis ein Haus kaufen, welches vorher um einiges teurer war. Auch diese Käufergruppe kann in den nächsten Jahren mit einer Wertsteigerung ihrer Häuser rechnen.

Auf spanischen Festland sind besonders die klassischen Ferienregionen, wie die Costa del Sol, Costa del Luz und allen voran die Costa Brava zu nennen.

In der letztgenannten Region sind die Immobilienpreise allerdings auf sehr hohem Niveau gesunken. Zu nennen sind hier die klassischen Ferienorte Mataró und Bardalona. Wegen ihrer relativen Nähe zur Großstadt Barcelona muss man, wenn man dort ein Haus kaufen möchte, relativ tief in die Tasche greifen. Die Kombination Ferienort und Großstadtnähe lassen aber vermuten, dass auch dort in den nächsten Jahren mit einem Steigen der Preise für Immobilien zu rechnen ist.

Möchte man im Südosten Spaniens ein Haus kaufen, sollte man auch mal einen Blick auf Alicante werfen. Hier gibt es die Kombination von Ferienort und Großstadt in einem. Investments sind also praktisch in allen Arten von Immobilien möglich und unter Umständen in den nächsten Jahren sehr lohnend. Besonders interessant für potentielle Investoren ist dort der Bereich der gewerblichen Immobilien. Aber auch Wohnhäuser und Ferienimmobilien versprechen vergleichsweise hohe Renditen. Ein Haus kaufen in Alicante ist also eine durchaus gute Empfehlung.

Ähnlich wie in Alicante, verhält es sich auch in Almeria im Süden Spaniens.

Haus kaufen auf den Kanarischen Inseln

Oftmals unbeachtet ist der Immobilienmarkt auf den Kanarischen Inseln. Aller voran die Inseln Teneriffa und Gran Canaria. Auf beiden Inseln hat die Immobilienkrise in sehr drastischer Weise zugeschlagen. Dies gilt sowohl für den Bereich gewerblicher Immobilien, als auch für Wohnhäuser und Ferienobjekte.

Wer auf Gran Canaria ein Haus kaufen möchte, sollte sich vor allem in den kleinen Ortschaften umsehen. Die Häuser sind hier teilweise um die Hälfte günstiger zu haben als vor der Krise und die Eigentümer haben teilweise hohen Verkaufsdruck weil ihnen die Banken im Nacken sitzen.

Aber auch in der Inselhauptstadt Las Palmas, kann man günstig Immobilien zu Anlagezwecken erwerben. Hier sollte man sich am besten Büroflächen ansehen. Zum Beispiel in der Avenida de Tirajana. Die Tirajana ist die Luxusmeile von Las Palmas. Alles was Rang und Namen hat, hat dort seinen Sitz. Im Zuge der Krise sind jedoch viele kleinere Unternehmen an den Rand der Stadt ausgewichen und es gibt vergleichsweise viel Leerstand. Da sich jetzt aber ein Ende der Krise abzuzeichnen beginnt, ist damit zu rechnen, dass sich Immobilien dort zu guten Preisen weiter verkaufen oder vermieten lassen.


Bildnachweis: © morguefile.com – pedrojperez

About Author

Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

Leave A Reply