Biologische Mittel gegen Gartenschädlinge

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Eine Vielzahl von Pflanzen wird durch Insekten und Pilze geschwächt.

Natürliche Hilfsmittel statt Chemiekeule

Brennnesseln, Milch und Waschnüsse können anstelle von Chemikalien verwendet werden, um die Pflanzen auf natürliche Weise und kostengünstig zu behandeln. Wenn Pflanzen von Tieren oder Krankheiten befallen werden, wie zum Beispiel gefräßigen Rüsselkäfern, saugenden Insekten wie Blattläusen oder Pilzkrankheiten, sind viele Gärtner natürlich deprimiert. Doch es gibt Mittel und Wege, etwas dagegen zu tun.

Aufgrund des schädlichen Einflusses von Chemikalien auf Nützlinge wie Bienen, Schmetterlingen und Hummeln entscheiden sich immer weniger Menschen für den Gebrauch von Chemikalien.

Chemische Mittel sollten nicht für Pflanzen oder Pflanzenteile angewendet werden, die noch verzehrt werden sollen. Es gibt viele natürliche Alternativen. Wichtig ist dabei, seinen Gegner genau zu kennen.


Mehltau ist ein häufiges Problem

Man kann Zimmerpflanzen online kaufen, aber auch Gewächse für den Garten. Zu den häufigsten Schädlingen im Garten gehören Mehltau und Blattläuse.

Echter Mehltau tritt häufig an Rosen, Begonien und Astern auf, ebenso an Stachelbeeren, Apfelbäumen, Schwarzwurzeln, im Gewächshaus gezogenen Gurken und Karotten. Der echte Mehltau zeichnet sich durch einen weißen, mehligen Belag auf der Oberseite der Blätter aus.

Er kann ebenfalls an Knospen und Blüten auftreten. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter der Pflanze und sterben schließlich ab. Den falschen Mehltau findet man auf der Blattunterseite.

Milch ist ein umweltschonendes Mittel gegen den Echten Mehltau. Die in der Milch enthaltenen Mikroorganismen bekämpfen den Mehltau. Das enthaltene Natriumphosphat stärkt zudem die Abwehrkräfte der Pflanze und verhindert somit eine erneute Erkrankung durch den echten Mehltau.

Tipp gegen Mehltau: Zweimal wöchentlich eine Mischung aus Milch und Wasser im Verhältnis 1:8 herstellen und die betroffenen Pflanzen damit ordentlich einsprühen. Diese Methode ist bereits vielfach erprobt. Es wurde sogar festgestellt, dass Milch häufig wirksamer ist als handelsübliche Fungizide.

Am besten verwendet man frische Milch, denn die Mikroorganismen machen die Arbeit und sollten in der Milch noch am Leben sein. Rohmilch vom Bauern oder von der Milchtankstelle ist am besten.

Bereits von Mehltau befallene Blätter schneidet man ab und sammelt auch den Boden ab, damit der Pilz nicht abermals in den natürlichen Kreislauf gelangt. Befallene Blätter kommen in die Restmülltonne – nicht auf den Kompost.

Pflanzensud beseitigt viele Schädlinge

Um Schädlinge und Krankheiten am Philodendron und an anderen Pflanzen zu verhindern, haben sich diverse Pflanzenbrühen bewährt. Man kann die Wildkräuter entweder frisch oder getrocknet verwenden.

Zur Herstellung eines Suds je 10 Gramm Pflanzen auf einen Liter Wasser geben und das Gebräu einen Tag lang stehen lassen. Ackerschachtelhalm sollte anschließend noch einmal eine halbe Stunde köcheln.

Die wichtigsten Helfer sind die folgenden:

  • Ackerschachtelhalm ist ein wirksames Mittel gegen Sternrußtau, Mehltau und Spinnmilben.
  • Farnpflanzen können gegen Kaliummangel, Schnecken und Blattläuse eingesetzt werden.
  • Brennnesseln sind ein effektives Pflanzentonikum, das Blattläuse und Spinnmilben bekämpft.
  • Thymian ist ein wirksames Mittel gegen saugende Insekten wie Blattläuse, Kirschfruchtfliege und Apfelwickler.
  • Holunderblättertee besitzt eine vorbeugende Wirkung gegen Kohlmotten und ist gegen Ameisen wirksam.
Zu den häufigsten Schädlingen im Garten gehören Mehltau und Blattläuse. ( Foto: Adobe Stock-Paul Maguire)

Zu den häufigsten Schädlingen im Garten gehören Mehltau und Blattläuse. ( Foto: Adobe Stock-Paul Maguire)


Waschnüsse sind ein effektives Mittel gegen Blattläuse

Man kann einfach Waschnüsse mit Wasser auskochen, um ein natürliches Mittel gegen Blattläuse zu erhalten.

Bei geringem Schaden an der Pflanze und wenigen Blattläusen reicht es aus, sie mit Wasser zu besprühen oder abzusammeln und zu zerdrücken.

Bei einem stärkeren Befall können biologische Mittel wirksam sein. Seifennussschalen sind natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel. Ihre Schalen enthalten eine natürliche Substanz namens Saponin. Dadurch kann man ein preiswertes, geruchloses und ungiftiges Mittel zur Bekämpfung von Blattläusen herstellen.

Man kocht 10 Waschnüsse in einem Liter Wasser. Dann lässt man die Flüssigkeit abkühlen und füllt sie in eine Sprühflasche. Anschließend sprüht man die befallenen Blätter damit ein. Eine Behandlung ist in den meisten Fällen ausreichend. Bei hartnäckigen Blattläusen ist eine mehrfache Sprühbehandlung erforderlich. Waschnüsse werden in Apotheken und Naturkostläden angeboten.

Für manche Biobauern ist Neemöl ein Wundermittel, das man übrigens draußen wie im Innenbereich anwenden kann. ( Foto: Adobe Stock- Alongkorn)

Für manche Biobauern ist Neemöl ein Wundermittel, das man übrigens draußen wie im Innenbereich anwenden kann. ( Foto: Adobe Stock- Alongkorn)

Neemöl bietet einen exzellenten Pflanzenschutz

Für manche Biobauern ist Neemöl ein Wundermittel, das man übrigens draußen wie im Innenbereich anwenden kann. Die natürliche Zusammensetzung des Produktes schützt vor Schädlingen, darunter Käfer, Raupen, Blattläuse und Spinnmilben, sowie gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau.

Bei akutem Schädlingsbefall kann das direkte Besprühen der Blätter mit Neemöl hilfreich sein. Es kann auch dem Gießwasser hinzugefügt werden, um die Wurzeln der Pflanze zu stärken. Es schadet weder nützlichen Insekten wie Marienkäfern und Bienen noch Wildtieren. In Gartencentern können reines Neemöl und Mischungen zum Sprühen und Gießen erworben werden. In der Regel genügen wenige Milliliter pro Liter Wasser.

Um sicherzustellen, dass alle Schädlinge getötet werden, sprüht man morgens eine gute Verdünnung von Neemöl auf die befallenen Pflanzen. Die Schädlinge werden sich zunächst weiter bewegen und fressen, bevor sie verenden. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach einigen Tagen ist die Pflanze von den Schädlingen befreit.

Um die volle Wirkung des Neemöls zu erreichen, sollte man das Öl nicht bei Regen anwenden. Es ist zudem nicht ratsam, das Öl bei grellem Sonnenlicht anzuwenden, da es die Blätter verbrennen kann. Neemöl kann als vorbeugende Maßnahme eingesetzt werden, wenn die Pflanzen noch nicht befallen oder nur geringfügig betroffen sind. Durch diese Maßnahme wird das Wachstum der Larven behindert. Zu diesem Zweck wird das Öl mit Wasser vermischt.

Die Pflanze ist in Asien übrigens seit Langem als Heilmittel bekannt.

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