Handwerker im Internet: MyHammer & Co.

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Auf Portalen wie MyHammer oder Blauarbeit kämpfen Handwerker um die Aufträge von privaten Häuslebauern. Weil die Handwerkersuche per Internet boomt, tummeln sich derzeit rund zwei dutzend Anbieter auf dem Markt und Verbraucher können schnell den Überblick über die Angebote verlieren. Ist das passende Online Portal gefunden, kann die Suche nach dem besten Handwerker beginnen, wenn beispielsweise neue Regale gebaut, Fenster gestrichen oder die Wohnung tapeziert werden soll.

Wann hole ich mir einen Handwerker aus dem Internet?

Verbraucherschützer empfehlen Kunden den Einsatz der Internetportale vor allem bei kleineren Aufträgen im Handwerk Bereich: „Grundsätzlich sind Handwerksauktionen eine sehr nützliche Angelegenheit, wenn man einfache Arbeiten im Haushalt zu erledigen hat“, sagt Ronny Jahn, Internetexperte bei der Verbraucherzentrale Berlin. Wo früher im Bekanntenkreis herum gefragt werden musste, erleichtern die Portale einiges.

Schwieriger wird es nach Ansicht des Verbraucherschützers bei größeren Aufträgen: „Um eine seriöse Kalkulation abgeben zu können, muss ein Handwerker natürlich ganz genau wissen, welchen Umfang die zu erbringende Arbeit hat. Bei einfachen Tätigkeiten ist das leicht beschrieben, aber wenn es darüber hinausgeht, wird es schon schwieriger“, meint Jahn.

Lesen Sie die Bewertungen der Handwerker!

Wenn der Handwerker per Mausklick gesucht wird, sorgen sich viele Nutzer um das Vertrauen. Obligatorisch ist deshalb ein Blick auf die positiven Beurteilungen anderer Auftraggeber. „Verbraucher sollten die Bewertungen detailliert durchlesen und auch andere Referenzen beachten“, rät Jobdoo-Sprecher Carsten Geyer.

Ähnliche Ratschläge kommen von MyHammer: „Wir empfehlen außerdem, nach Gewerbeschein und Qualifikationsbelegen zu fragen und nicht in Vorkasse zu treten, sondern die Handwerkerrechnung nach erledigter Arbeit zu begleichen“, sagt Sprecher Niels Genzmer. „Weiterhin kann beim Einstellen des Auftrags ins Internet eine Mindestqualifikation für die Anbieter festgelegt werden, zum Beispiel der Meisterbrief“, unterstreicht Jens Christopher Ulrich von der Handwerkskammer München.


Bildnachweis: © www.pixabay.com

Über den Autor

Hans-Jürgen Schwarzer

Hans-Jürgen Schwarzer (Link Google+) leitet die Online-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh. Als Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger gehört er zu den Hauptautoren von startup-report.de. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatriot dabei vermeintlich „schräge“ Ideen oder technische Novitäten besonders am Herzen.

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