KfW-Effizienzhaus 40 & KfW-Effizienzhaus 40 Plus, sparsam und hochmodern

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Das neue KfW-Effizienzhaus 40 und 40 Plus hat mit dem alten KfW-40 Haus nichts mehr gemeinsam und darf auf keinen Fall damit verwechselt werden. In der alten Version ging es um den Wärmebedarf pro qm², der bei 40 lag.

KfW-Effizienzhaus 40: Typische Merkmale

Die neue Version des KfW-Effizienzhauses orientiert sich am gesetzlich vorgeschriebenen Energiebedarf für Neubauten. So hat ein KfW-40 oder 40 Plus Haus nur einen Wärmebedarf von 30 kWh und ist damit qualitativ viel besser als die alte Version.

Das KfW-40 und 40 Plus Effizienzhaus erreichen Sie durch umfassende energetische Maßnahmen wie:

  • Eine exzellente Dämmung von Dach und Boden
  • 3-fach wärmeschutzverglaste Fenster
  • Wärmebrückenoptimierung beim Bau
  • Heizungsanlagen, die auf erneuerbare Energien beruhen, wie zum Beispiel eine Erdwärmepumpe mit angeschlossenen Solarthermiekollektoren

Beim KfW- 40 Plus Effizienzhaus kommt außerdem noch zusätzliche Haustechnik zu den technischen Ausstattungsmerkmalen hinzu. Hier findet man stromerzeugenden Anlagen auf dem Grundstück, wie zum Beispiel eine Solaranlage, die auch mit einem Batteriespeicher versehen ist. Die Lüftungsanlagen der Innenräume sind mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Eine moderne Hauselektronik ermöglicht die Überwachung der Energiegewinnung und des Stromverbrauchs und kann auch Haushaltsgeräte im Smart Home automatisch und energieeffizient steuern.

Das bietet ein KfW-Effizienzhaus 55

Das Effizienzhaus 55 können Sie sich sowohl bei einem Neubau mit dem KfW-Förderprogramm 153 bezuschussen lassen, als auch bei Sanierungsmaßnahmen für Bestandsbauten.

Es benötigt, analog zum KfW-40 Effizienzhaus, 55 % des Energiebedarfs, der in der EnEV für Neubauten gefordert ist. Das KfW-55 Effizienzhaus zeichnet sich unter anderem durch folgende Eigenschaften aus:

  • Die Heizungslage arbeitet mit erneuerbarer Energien. Denkbar sind eine Wärmepumpe, eine Holzpellet-Heizung oder eine andere Heizung, die mit Biomasse arbeitet.
  • Die KfW-55 Effizienzhäuser haben eine Solarthermieanlage als Ergänzung auf dem Dach. Das Trinkwasser wird hierüber erwärmt.
  • Fassaden sind mit mindestens 18 cm an den Außenwänden gedämmt das Dach mit 24 cm.
  • Die Fenster sind dreifach verglast und verfügen über Spezialrahmen.
Die neue Version des KfW-Effizienzhauses orientiert sich am gesetzlich vorgeschriebenen Energiebedarf für Neubauten. ( Foto: Shutterstock-  jaddingt _)

Die neue Version des KfW-Effizienzhauses orientiert sich am gesetzlich vorgeschriebenen Energiebedarf für Neubauten. ( Foto: Shutterstock- jaddingt _)

KfW Förderungen für Bestandsbauten

Ihren Bestandsbau energetisch zu sanieren, das lohnt sich richtig. Denn nicht nur die Energiekosten bekommen Sie damit nachhaltig gesenkt. Ein erfreulicher Nebeneffekt ist die Wertsteigerung, die Ihre Immobilie durch die Sanierungsmaßnahmen erfährt.

Im Hinblick auf die Entwicklung der Energiekosten und die immer strenger werdenden CO2-Abgaben ist dies nur logisch. Ein KfW-Effizienzhaus 70 entspricht dem aktuellen Standard im Neubau. So eine Immobilie können Sie also praktisch wie einen Neubau preislich einordnen.

Auch der Staat weiß das und fördert mit den KfW-Förderprogrammen 151 und 430 ganz gezielt energetische Sanierungsmaßnahmen, die den Effizienzhausstandard erhöhen. Je nachdem, ob Sie einen Kredit aufnehmen müssen oder es bevorzugen, die Sanierung aus Ihren eigenen Mitteln zu bestreiten und lieber einen Zuschuss zu den Rechnungen wünschen, wählen Sie das eine oder andere Programm aus.

Beim KfW-Förderprogramm 151 erhalten Sie seit dem Jahre 2020 120.000 € als maximales Darlehen. Oben drauf spendiert die KfW einen ansehnlichen Tilgungszuschuss.

Dieser staffelt sich prozentual nach der erreichten Effizienzhausstufe:

  • Das KfW-Effizienzhaus 55 bekommt 40 % des Kredites (bis zu 48.000 € /Wohnung) als Tilgungszuschuss zurück.
  • Das KfW-Effizienzhaus 70 bekommt 35 % des Kredites (bis zu 42.000 € /Wohnung) als Tilgungszuschuss zurück.
  • Das KfW-Effizienzhaus 85 bekommt 30 % des Kredites (bis zu 36.000 € /Wohnung) als Tilgungszuschuss zurück.
  • Das KfW-Effizienzhaus 100 bekommt 27,5 % des Kredites (bis zu 33.000 € /Wohnung) als Tilgungszuschuss zurück.
  • Die KfW-Effizienzhaus 115 und Denkmal bekommen 25 % des Kredites (bis zu 30.000 € /Wohnung) als Tilgungszuschuss zurück.

Das KfW-Förderprogramm 430 können Sie alternativ zum Programm 151 auswählen. Es gilt aber nur für Privatpersonen. Das Programm 430 enthält keinen Tilgungszuschuss, sondern einen Direktzuschuss zu den Investitionskosten der Sanierungsmaßnahmen. Maximal gefördert werden seit 2020 120.000 €. Die Höhe der Förderung ist mit dem Programm 151 identisch.

Das bedeutet:

  • Das KfW-Effizienzhaus 55 bekommt 40 % der Sanierungskosten (bis zu 48.000 € /Wohnung) als Direktzuschuss gefördert.
  • Das KfW-Effizienzhaus 70 bekommt 35 % der Sanierungskosten (bis zu 42.000 € /Wohnung) als Direktzuschuss gefördert.
  • Das KfW-Effizienzhaus 85 bekommt 30 % der Sanierungskosten (bis zu 36.000 € /Wohnung) als Direktzuschuss gefördert.
  • Das KfW-Effizienzhaus 100 bekommt 27,5 % der Sanierungskosten (bis zu 33.000 € /Wohnung) als Direktzuschuss gefördert.
  • Die KfW-Effizienzhaus 115 und Denkmal bekommen 25 % der Sanierungskosten (bis zu 30.000 € /Wohnung) als Direktzuschuss gefördert.
Beim KfW-Förderprogramm 151 erhalten Sie seit dem Jahre 2020 120.000 € als maximales Darlehen.  ( Foto:  Shutterstock- _Albert Pego)

Beim KfW-Förderprogramm 151 erhalten Sie seit dem Jahre 2020 120.000 € als maximales Darlehen. ( Foto: Shutterstock- _Albert Pego)

Die KfW-Effizienzhäuser 70 und 85 erklärt

Immobilien mit diesem Standard bringen eine gute Energiebilanz mit wenigen Maßnahmen. Daher stellen Sie oftmals einen sehr beliebten KfW-Effizienzhausstandard dar, den viele Immobilienbesitzer erreichen möchten.

Um ein KfW-Effizienzhaus 70 oder 85 zu bekommen, können Sie zum Beispiel folgende Maßnahmen durchführen:

  • Austausch der Heizung:
    Wählen Sie eine Gas-Brennwertheizung, die von einer Solarthermieanlage unterstützt wird, dann kommen Sie Ihrem Sanierungsziel ein gutes Stück näher. Bis zu 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs einer Immobilie können so gesenkt werden.
  • Dämmung:
    Das Dach sollte mit 20 cm und die Fassade mit 14 cm gedämmt werden, für diesen Effizienzhausstandard.
  • Austausch der Fenster:
    Mindestens eine Doppelverglasung müssen Sie einbauen lassen.
  • Haustechnik:
    Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder eine Anlage, die mit Solarenergie das Trinkwasser erwärmt bringt weitere Einsparungen beim Energiebedarf.

Das KfW-Effizienzhaus 100 und 115: Mindestanforderungen laut Gesetz

In der EnEV sind die erlaubten Obergrenzen der Ansprüche an Neubauten niedergeschrieben. Das KfW-100 Effizienzhaus entspricht dem zu 100 Prozent. Dafür müssen Sie in der Regel nur wenig tun. Eine neue Heizung, neue Fenster oder eine verbesserte Dämmung reichen aus. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass das Ergebnis unterhalb des aktuellen Neubaustandards liegt.

KfW-Denkmal

Bei alten Immobilien greift oftmals der Denkmalschutz und verhindert zum Beispiel eine optische Änderung der Fassade oder den Einbau von Fenstern, die anders aussehen. Und trotzdem sollen auch diese Immobilien energetisch saniert werden, denn im Gebäudesektor steckt mit das größte Potenzial den CO2-Ausstoß zu senken und dem landesweiten Klimaziel damit ein gutes Stück näher zu kommen.

Für denkmalgeschützte Gebäude herrschen daher vereinfachte Anforderungen an die Vergabe von Förderungen. Beauftragen Sie einen Energieberater, der auf Denkmäler spezialisiert ist, um sich einen optimierten Sanierungsplan erstellen zu lassen und die entsprechenden Fördergelder zu erhalten. Denken Sie daran: Der Energieberater kann über das KfW-Förderprogramm 431 bezuschusst werden.

Bei alten Immobilien greift oftmals der Denkmalschutz und verhindert zum Beispiel eine optische Änderung der Fassade oder den Einbau von Fenstern, die anders aussehen.  ( Foto: Shutterstock- _jeafish Ping )

Bei alten Immobilien greift oftmals der Denkmalschutz und verhindert zum Beispiel eine optische Änderung der Fassade oder den Einbau von Fenstern, die anders aussehen. ( Foto: Shutterstock- _jeafish Ping )

KfW Förderung für einzelne Sanierungsmaßnahmen

Sie haben eine Bestandsimmobilie und möchten diese in Teilbereichen sanieren, um eine bessere Energiebilanz zu erreichen. Dabei geht es Ihnen aber nicht in erster Linie darum, eine höhere Effizienzhausstufe zu erreichen. Auch dafür stellt die KfW-Bank Förderprogramme bereit. Die Regelungen für die Zuschüsse für sogenannte Einzelmaßnahmen finden Sie in den Programmnummern 152 und 430.

  • Das Programm 152 stellt Ihnen einen Kredit über maximal 50.000 € bereit. Die Förderung erfolgt über einen Tilgungszuschuss von 12,5 % der Kreditsumme. Bis zu 10.000 € können Sie also erhalten.
  • Das Programm 430 arbeitet mit einem Direktzuschuss. Die maximal geförderten Investitionskosten liegen hier bei 50.000 €. Der Direktzuschuss beträgt 20 % davon.

Video: KfW 2020 die neuen Konditionen für Antrag 153

KfW Förderung: Die Voraussetzungen, um Geld zu erhalten

Die KfW hat genaue Vorgaben, die Sie einhalten müssen, um Fördergelder zu bekommen. Meistens handelt es sich dabei um technische Mindestanforderungen, die erfüllt sein müssen. Aber auch die zeitlichen Abläufe von der Beantragung der Förderung bis zur Umsetzung der Maßnahmen sind von Bedeutung.

Technische Vorgaben für Fenster

Die Fenster beherbergen ein großes Energieeinsparpotenzial. Schlecht gedämmte Fenster geben bis zu 20 % der Raumwärme an die Außenluft ab. Das verursacht im Winter ein Vielfaches an Heizkosten. Im Sommer schirmen diese Fenster dagegen die Wärme nur unzureichend ab. Überhitzte Räume und der Einsatz von Klimatechnik, die wiederum Energiekosten verursacht, sind die Folge.

Mit dem Einbau von modernen Fenstern mit Doppel- oder Dreifachverglasung erhöhen Sie also den Wohnkomfort und sparen Energiekosten. Solide Gründe, um über eine Sanierung der Fenster nachzudenken.

Damit sei hierfür eine Förderung erhalten, müssen Sie zwei Bedingungen erfüllen:

  1. Sie müssen die Beratung durch einen Energieexperten in Anspruch nehmen, der Ihnen ein Gesamtkonzept erstellt.
  2. Die neuen Fenster müssen, je nach Ausführung, bestimmte U-Werte erfüllen.

Für Fenster, Balkon- und Terrassentüren mit einer Mehrscheibenisolierverglasung gilt hier ein U-Wert von 0,95. In einer Barrierearmen Ausführung ist der Wert etwas lockerer mit 1,1.

Sie möchten Ihre Fenster, Kastenfenster oder Fenster mit Sonderverglasung lediglich ertüchtigen? Dann muss der U-Wert im Anschluss 1,34 betragen.
Dachflächenfenster müssen eine U-Wert von 1,0 aufweisen.

Für den Austausch von Fenstern bei Baudenkmälern oder erhaltenswerter Bausubstanz gilt es einen U-Wert von 1,4 zu erreichen. Bei echten glasgeteilten Sprossen oder einer Ertüchtigung der Fenster liegt der U-Wert bei 1,6.

Bei der Wärmedämmung von Dächern gilt ein U-Wert von 0,14 für Schrägdächer, Kehlbalkenanlagen und Flachdächer. ( Foto: Shutterstock-Nagy-Bagoly Arpad )

Bei der Wärmedämmung von Dächern gilt ein U-Wert von 0,14 für Schrägdächer, Kehlbalkenanlagen und Flachdächer. ( Foto: Shutterstock-Nagy-Bagoly Arpad )

Technische Vorgaben zur Fassadendämmung

Keine Energie unnötig nach außen abzugeben, dass können Sie auch mit einer guten Fassadendämmung erreichen. Die technische Vorgabe ist hier, genau wie bei den Fenstern, der U-Wert, der sich je nach Dämmung unterscheidet. Die Einhaltung der Vorgaben lassen Sie sich durch eine Fachfirma bestätigen, deren Beauftragung selbst auch wieder förderfähig ist.

Bei der Wärmedämmung von Wänden liegt dieser bei 0,20 für Außenwände. Handelt es sich um Denkmäler, gilt der abgeschwächte Wert von 0,45. Wandflächen gegen unbeheizte Räume müssen einen U-Wert von 0,25 und gegen das Erdreich von 0,252 aufweisen. Die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk sollte eine Wärmeleitfähigkeit von λ ≤ 0,035 W/(m·K) aufweisen.

Bei der Wärmedämmung von Dächern gilt ein U-Wert von 0,14 für Schrägdächer, Kehlbalkenanlagen und Flachdächer. Dachflächen von Gauben und Gaubenwangen brauchen einen U-Wert von 0,20. Alternativ gilt bei Baudenkmalen und erhaltenswerter Bausubstanz für die höchstmögliche Dämmschichtdicke eine Wärmeleitfähigkeit von λ≤ 0,040 W/(m·K).

Bei der Wärmedämmung von Geschossdecken gilt als U-Wert für oberste Geschossdecken zu nicht ausgebauten Dachräumen 0,14. Für Kellerdecken, Decken zu unbeheizten Räumen und Geschossdecken mit einer Bodenfläche gegen das Erdreich gilt der U-Wert 0,25. Geschossdecken die nach unten gegen die Außenluft verlaufen brauchen einen U-Wert von 0,20.

Bei einer Dämmung von Außentüren von beheizten Räumen muss der maximale U-Wert 1,3 W/(m²·K) sein.

Aufhängen ohne zu bohren: KfW-Effizienzhäuser zeichnet die Vakuumdämmung in den Außenwänden aus. Bohrt man hinein, ist das Vakuum futsch; dann werden auch die Wärmeemissionswerte nicht mehr eingehalten. Verhindern Sie solche Patzer, indem Sie Ihre Zimmerdekorationen und Regale ohne Schrauben, Dübel und Nägel aufhängen. Wir haben Ihnen da mal was vorbereitet:

Der Klebehaken eignet sich nicht nur an der Decke für Lampen, sondern auch an Wänden. Sollte Ihnen der mitgelieferte Haken optisch nicht zusagen, empfehlen wir Ihnen gerne auch den äußerst vielseitigen „Bad Kleber“, welcher auch beim Klebehaken mitgeliefert wird. Die Einsatzmöglichkeiten des Bad Klebers sind so vielseitig, dass man damit sogar High Heels reparieren kann.

Technische Vorgaben für die Heizung

Ist Ihre Heizung älter als zwei Jahre, dann können Sie unter Umständen Fördergelder für eine Optimierung beantragen. Ab 2020 wird aber nicht mehr jede Heizungsform gefördert:

Programmnummer Änderungen ab 2020 152, 430

Förderung von Einzelmaßnahmen zu:

  • Öl-Brennwertheizungen
  • Gas-Brennwertheizungen
  • Ergänzende Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien

Das Maßnahmenpaket Heizung/Lüftung

  • 151, 430 Keine Förderung von Heizungsanlagen, die auf Öl basieren. Diese müssen aus den förderfähigen Kosten herausgerechnet werden. Bei der Bestimmung des KfW-Effizienzhausstandards dürfen sie weiterhin berücksichtigt werden.
  • 167 Keine Förderung mehr für kombinierte Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und Öl.
  • 153 Keine Förderung mehr für Gebäude mit geplanter Ölheizung.

Den Kredit 167 können Sie wie zuvor mit einem BAFA-Zuschuss kombinieren, den Sie für folgende Heizungsarten erhalten haben:

  • Eine hauseigene Solarthermie-Anlage
  • Eine Biomasse-Anlage, wie eine Pelletheizung oder einen Holzvergaser
  • Den Einbau einer Wärmepumpe
  • Eine Gas-Brennwertheizung, die mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert ist.

Der hydraulische Abgleich

Sie können Ihr Gebäude an eine Nah- oder Fernwärmequelle anschließen oder eine Umwälzpumpe einbauen. Damit Sie hierfür Fördergelder erhalten, ist ein hydraulischer Abgleich notwendig, der durch einen Fachplaner oder einen Fachbetrieb bestätigt wird. Das notwendige Formular erhalten Sie auf der Webseite des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. Den Nachweis müssen sie allerdings nicht der Antragstellung beilegen, sondern in Ihren Unterlagen aufbewahren.

Video: Was ist ein Effizienzhaus?

Wichtige Informationen zum korrekten zeitlichen Ablauf beim Förderantrag

Sie haben sich entschlossen, eine KfW Förderung zu beantragen? Dann müssen Sie unbedingt auf die richtige Reihenfolge für Antragsstellung und Maßnahmenumsetzung achten. Die Fördergelder werden nämlich nur bewilligt, wenn Sie bei der Beantragung mit dem Umbau noch nicht begonnen haben. Es gilt also erst planen, dann beantragen und danach umsetzen.

Sie möchten Fördergelder für den Kauf einer bereits umgebauten Immobilie beantragen? Dann achten Sie darauf, dass alle durchgeführten Maßnahmen im Kaufvertrag detailliert vermerkt sind, um diese nachvollziehbar zu halten.

Achtung beim Kauf eines Neubaus: Die Umsetzung der Maßnahmen darf hier ebenfalls noch nicht begonnen haben.

Ferner muss hier auch im Kaufvertrag eine konkrete Zuordnung zum Zweck der Maßnahme erfolgen, also ob es sich beispielsweise um altersgerechtes Wohnen handelt oder um eine Verbesserung des Energielevels. Damit hier nichts schief geht, sollten sie sich einen Energieberater leisten, dessen Kosten Sie ebenfalls gefördert bekommen.

 Für Fenster, Balkon- und Terrassentüren mit einer Mehrscheibenisolierverglasung gilt hier ein U-Wert von 0,95. In einer Barrierearmen Ausführung ist der Wert etwas lockerer mit 1,1. ( Foto: Shutterstock- Holy Polygon )

Für Fenster, Balkon- und Terrassentüren mit einer Mehrscheibenisolierverglasung gilt hier ein U-Wert von 0,95. In einer Barrierearmen Ausführung ist der Wert etwas lockerer mit 1,1. ( Foto: Shutterstock- Holy Polygon )

Fazit

Sie möchten Ihre Immobilie aufwerten und gleichzeitig die Betriebskosten senken? Dann ist eine Sanierung nach energetischen Gesichtspunkten die optimale Entscheidung. Mit einer KfW Förderung können Sie heute schon einen zukunftsträchtigen Standard erreichen, denn die Klimapolitik wird nicht stehen bleiben.

Aus Umweltsicht ist der Gebäudesektor einer der größten Hebel zur Erreichung der Klimaziele. Etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entstehen hier und etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs gehen auf das Konto von Immobilien.

Die langfristige Entwicklung ist absehbar. Zukünftige Wohnkonzepte wie das intelligente Smart Home, das seinen Energiebedarf automatisch optimiert, sind längst schon Realität. Schon heute werden Ölheizungen nicht mehr gefördert. Das Verbot auch im Bestandsbau wird mittelfristig kommen. Es macht also wenig Sinn, auf diese veraltete Technik zu setzen.

Streben Sie gleich nach Höherem. Überlegen Sie, wo die Reise hingeht und was in 10 Jahren wohl Standard beim Hausbau sein wird. Dann entscheiden Sie, wie viel Sie in eine Sanierung stecken wollen, um Ihre Immobilie marktfähig zu halten. Die staatlichen Förderprogramme der KfW machen diese Überlegungen einfacher.

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

4 Kommentare

  1. Avatar

    Hallo an die Häuslesbauer!

    Energie sparen spielt eine große Rolle nicht nur bei Neubauten. Wem es wichtig ist sein Haus zu sanieren oder auch neu zu bauen natürlich mit dem Hintergrund zukunftsorientiert und Energie bewusst zu bauen sollte sich auf jeden Fall im Vorfeld eingehend informieren.
    Um die Förderung zu bekommen muss man schon etwas Zeit und jede Menge Nachweise aufbringen aber es lohnt sich. Diese Förderung vom Staat sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

    Es lohnt sich

  2. Avatar

    Hallo Janette

    Lohnt es sich tatsächlich die ganze Mühe auf sich zu nehmen um eine KfW Förderung zu bekommen?
    Die Zinsen sind derzeit derart im Keller, dass es sicher lohnt sich vom Fachmann informieren zu lassen.
    Es geht um viel Geld also Informationen einholen ist das A und O

  3. Avatar

    Hallo Janette

    Selbst wenn es sich finanziell derzeit nicht rechnen würde auf Grund des niedrigen Zinssatzes, so sollte doch der Hauptgrund energieeffizient zu bauen, an die Zukunft zu denken im Vordergrund stehen.

    Christian

  4. Avatar

    Hallo Christian

    Da stimme ich dir vollkommen zu.
    Es kommen derzeit viele Faktoren zusammen.

    1. Umweltbewusst zu denken und natürlich auch zu bauen
    2. Zinsgünstiges Darlehn durch Förderungen
    3. Energiesparhaus denkt auch an den Geldbeutel von morgen

    LG

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