Kosten für einen Grundofen: Was kostet ein Grundofen?

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Sie möchten Ihr Zuhause selbst beheizen und fragen sich: Wie hoch sind die Kosten für einen Grundofen? Diese Ofenform ist die einfachste und günstigste Möglichkeit, um Räume zusätzlich zur vorhandenen Heizung zu beheizen. Er handelt sich bei diesen Öfen um Modelle, die Strahlungswärme abgeben und das sogar noch Stunden nach dem Erlöschen des Feuers. Welche Kosten für einen Grundofen oder Kachelofen auf Sie zukommen und wo Sie sparen können, erfahren Sie hier.

Wie hoch sind die Kosten für einen Grundofen?

Bei der Kalkulation der Kosten für einen Grundofen sollten Sie mit mindestens 5.000 Euro für ein Modell von einem Fachbetrieb rechnen. Die Preisspanne ist nach oben hin offen. Darin bereits berücksichtigt sind Kosten für die Arbeitsstunden der Handwerker und die Montage vor Ort.

Sie machen neben den Materialkosten den größten Posten beim Preis eines Grundofens aus. Was in diesem Preis nicht berücksichtigt ist, ist der Bau eines Abzugs für den Kamin. Sollte dieser nicht bereits vorhanden sein, schlägt er zusätzlich zu Buche.

Faktoren, die sich auf die Kosten für einen Grundofen auswirken sind:

  1. die räumlichen Gegebenheiten vor Ort
  2. ihre individuellen Wünsche zur Gestaltung des Ofens
  3. die Ofenleistung in kWh

Je weniger Leistung in kWh Ihr Ofen erbringen soll, desto kleiner kann er ausfallen und entsprechend günstiger ist der Bau. Sollten Sie zusätzlich eine Heizungsunterstützung durch den Ofen wünschen, rechnen Sie für den Umbau mit rund 1.000 Euro zusätzlichen Kosten.

Bei der Kalkulation der Kosten für einen Grundofen sollten Sie mit mindestens 5.000 Euro für ein Modell von einem Fachbetrieb rechnen. (#01)

Bei der Kalkulation der Kosten für einen Grundofen sollten Sie mit mindestens 5.000 Euro für ein Modell von einem Fachbetrieb rechnen. (#01)

Kosten für einen Grundofen senken: selber bauen oder Baukastensystem nutzen (Video)

Lediglich die Materialkosten fallen an, wenn Sie Ihren Grundofen selber bauen. Dazu bietet der Fachhandel fertige Baukastensysteme an. Sie sind etwas hochpreisiger, als der Einzelkauf des Materials. Allerdings erhalten Sie alle Materialien in einem Set und eine Bauanleitung für Ihr Ofenprojekt. Das verkürzt die Bauzeit und erleichtert Ihnen die Planung.

Noch günstiger wird es, wenn Sie das Material selbst beschaffen und einen eigenen Bauplan erstellen. Dazu sollten Sie jedoch handwerkliche Kenntnisse besitzen und bereits mit Mörtel und Schamott gearbeitet haben. Ein Kaminabzug muss entweder bereits vorhanden sein oder von einem Fachbetrieb gebaut werden. Er ist maßgeblich an der Sicherheit beim Betreiben von Kaminöfen beteiligt.

Video:Kachelöfen & Co: Ofentypen im Überblick

Was ist der Unterschied zwischen Grundöfen und Kachelöfen

Grundöfen heizen sich beim Befeuern mit Holz sehr langsam auf und geben erst rund zwei Stunden nach dem Anzünden Wärme ab. Sie können mit ihnen daher nicht spontan und schnell heizen, sondern sorgen für eine langfristige Wärmeentwicklung. Sie ergibt sich daraus, dass sich der Ofen durch eine komplexe Führung der warmen Luft langsam aufheizt und die Hitze anschließend abstrahlt.

Etwas anders funktioniert der Warmluft-Kachelofen, bei dem die Hitze durch Lüftungsgitter als Konvektionswärme abgegeben wird. Dadurch können Sie Räume schneller beheizen, die Wärme hält jedoch nur während des Befeuerns an.

Auf diese Weise funktioniert auch der klassische Kaminofen mit einer Glasscheibe, durch die Sie das Feuer beobachten können. Hier steht die Gemütlichkeit im Wohnraum klar im Vordergrund und Wärmeleistung wird nur kurzfristig erzeugt.

Eine Mischung aus Grundofen und Warmluft-Kachelofen ist der Kombiofen. Er bietet den Vorteil, dass er schnell Konvektionswärme durch entsprechende Lüftungsgitter in den Raum abgibt. Gleichzeitig heizt sich jedoch auch das Material auf und gibt langfristig Strahlungswärme ab.

Welche Ofenform zusätzlich zur Heizung am besten zu Ihrem Zuhause passt, entscheidet Ihr Heizbedarf. Für das gemütliche Beisammensein vor dem Kamin sind ein Kaminofen mit einem Glasfenster oder ein offener Kamin am besten geeignet. Hiermit sehen Sie dem Holz beim Verbrennen zu und hören das charakteristische Knistern.

Wenn Sie nur kurzzeitig für einen Anstieg der Raumtemperatur sorgen möchten, ist ein Kachelofen ideal geeignet, für eine langfristige Wärmeabgabe setzen Sie am Besten auf Grundöfen. Mit Ihrer Eigenleistung beim Bau können Sie die Kosten für einen Grundofen deutlich senken.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Ingo Bartussek-#01: Ingo Bartussek_

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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