Bauleistungsversicherung: Schadenersatz für Schäden an der Bauleistung

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Das Traumhaus ist fast fertig – und kurz vor dem Richtfest fegt ein Sturm über die Baustelle hinweg und beschädigt den Rohbau massiv. In einem solchen Fall bleibt vielen Bauherren nur noch die Zahlungsunfähigkeit und damit der Abbruch der Bauarbeiten und somit die Einstellung der Bauleistungen am Gebäude.


Abhilfe schafft allerdings eine Bauleistungsversicherung. Die Police, die früher auch als Bauwesenversicherung oder Bauversicherung, bekannt wurde, federt solche Schäden ab, die während der Bauzeit unvorhersehbar auftreten.

Bei diesen Bauschäden zahlt die Bauleistungsversicherung (Video)

Die Bauleistungsversicherung kommt beispielsweise für Schäden auf, die in Folge von höherer Gewalt entstehen und die Gebäudeversicherung nicht abdeckt.

Dazu zählen Hochwasser oder Sturm. Außerdem springt die Bauleistungsversicherung bei Vandalismus oder Komplikationen in Verbindung mit dem Baugrund auf.

Sogar Konstruktionsfehler und Materialfehler und Fahrlässigkeit sind in der Bauleistungsversicherung enthalten.

Video: Bauschäden: Vom Traum- zum Alptraumhaus | Marktcheck SWR

Abgesichert sein gegen fast alles, außer Pfusch! (Video)

In der Bauleistungsversicherung sind allerdings auch einige Unglücksfälle ausgeschlossen, denn jede Versicherung hat Ihre Grenzen. Die Bauleistungsversicherung leistet keine Entschädigung bei nicht fachgerecht hergestellten Leistungen.

Zudem wird keine Entschädigung geleistet für Mängel an den versicherten Bauleistungen, kurz gesagt also Pfusch. Für Pfusch am Bau durch den Bauunternehmer wird keine Versicherung eine Deckung geben.

Bei Pfusch am Gebäude haftet der Bauunternehmer gegenüber dem Bauherrn für den eingetreten Mangel. Die Versicherungsdauer erstreckt sich in der Bauleistungsversicherung bis zur Bezugsfertigkeit, maximal aber 18 bis 24 Monate.

Feuerrisken müssen über eine sogenannte Feuerrohbauversicherung abgesichert werden. Grundsätzlich gilt, dass unabwendbare Ereignisse wie Krieg, höhere Gewalt oder Aufruhr nicht vom Bauunternehmer getragen werden müssen, dazu zählen auch außergewöhnliche Witterungsereignisse.

Die Bauleistungsversicherung bietet auch Schutz vor unvorhergesehenen Beschädigungen und sogar Diebstahl. Sie übernimmt den Ersatz hoher Reparaturkosten und schützt Bauherren vor den anfallenden Folgekosten.

Video: Welche Versicherung brauche ich als Bauherr?

Brand, Blitzschlag, Explosion – Kosten minimieren mit der Bauleistungsversicherung

Mit einer Bauleistungsversicherung für Bauherren ist Schadenersatz für Schäden an der Bauleistung enthalten – gleichgültig, wer sie zu verantworten hat.

Versichert sind dabei alle Gebäudeneubauten, die beauftragten Unternehmer und Bauhandwerker sowie Schäden durch Brand, Blitzschlag, Überschwemmung, Explosion sowie Verluste durch Diebstahl.

Zusätzlich zu der Bauleistungsversicherung sollte der Bauherr auch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung beantragen. Wie schnell ist ein parkendes KFZ beschädigt und man kann ja nicht 24 Stunden am Tag über das noch nicht fertige Haus oder Gebäude wachen. Hier springt dann die Haftpflichtversicherung ein.

Informationen zu weiteren wichtigen Versicherungen

Neben der Bauleistungsversicherung ist es ebenfalls wichtig Informationen über weitere Versicherungen einzuholen: z.B. die Kfz-Versicherung, private Haftpflichtversicherung, Rechtsschutz, und private und betriebliche Krankenversicherung. Die Rechner auf den Seiten sind dem Datenschutz fest verpflichtet.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: Evgeny Atamanenko

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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