KfW-Förderung Heizung: Tipps und typische Fehler

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Heiz- und Energiekosten sind als Bestandteil der Immobiliennebenkosten ein wichtiges Thema und können mit staatlichen Fördergeldern mithilfe der KfW-Förderung Heizung deutlich gesenkt werden.

Das hat es mit der KfW-Förderung zu Ihrer Heizung auf sich

Jeder Hausbesitzer sollte einen Überblick über seine monatliche Finanzplanung haben und seine Nebenkosten ein bis zwei Mal jährlich genau kalkulieren. Die Energiekosten veralteter Heizsysteme schlagen enorm zu Buche und sind bei Neubauten nicht mehr tragbar.

So können im ungünstigsten Fall für ein Einfamilienhaus mit etwa 140 qm² über 6.000 Euro Heizkosten pro Jahr anfallen. Im günstigsten Fall sind es nur 300 Euro. Das ist viel Geld – der Unterschied ist groß. Es lohnt sich also, das bestehende Konzept mit einer KfW-Förderung Heizung auf seine Optimierbarkeit zu überprüfen.

Die Investitionskosten brauchen Sie dabei oft gar nicht zu schrecken, denn es gibt zahlreiche KfW-Förderprogramme, wie die KfW-Förderung Heizung, um Heizung und Heizkörper auf einen modernen und zeitgemäßen energieeffizienten Standard anzuheben.

Warum fördert die KfW Heiztechnik?

Die KfW-Bank ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, mit dem Ziel die deutsche Wirtschaft schnell wieder auf solide Beine zu stellen. Noch heute ist die KfW-Bank die größte Förderbank auf der ganzen Welt und dient der deutschen Regierung als wichtiges Steuerinstrument. Über die dort ausgeschütteten Fördergelder werden ganz gezielt Regierungsziele in der Bevölkerung umgesetzt.

Eine der derzeit wichtigsten Bestrebungen der Politik ist die Durchsetzung klimapolitischer Maßnahmen, um die Klimaziele für Deutschland zu erreichen. Im Immobiliensektor ist dabei viel Potenzial enthalten, CO2 einzusparen. Etwa ein Drittel des gesamten Energie- und Rohstoffverbrauchs gehen in der Bundesrepublik auf Kosten der Immobilien.

40 Prozent der C02-Emissionen schätzen Experten, werden im Gebäudesektor freigesetzt. Und die gewählte Heiztechnik, wirkt sich neben der Dämmung am stärksten auf die Energiebilanz aus. Die KfW-Förderung Heizung ist also ein wichtiges politisches Steuerinstrument.

Video: Neuheiten bei Kfw und Bafa-Förderungen 2019

Warum werden Ölheizungen verboten?

Wo es früher praktisch ohne Alternative nur die Öl- oder Gasheizung zur Auswahl gab, sind heute viele überaus energieeffizientere Systeme auf dem Markt, die einiges versprechen. Doch warum sind diese Heizungen eigentlich so viel effizienter als der alte Öl-Kessel?

Die Antwort darauf ist ganz einfach. Bei alten Ölheizungen geht sehr viel Wärme über die heißen Abgase verloren. Der Wirkungsgrad der normalen Öl-Heizung ist mit etwa 90 Prozent sehr schlecht. 10 Prozent der zugeführten Energie verpufft hier einfach durch den Schornstein. Das ist so, als ob Sie jeweils bei 100 Euro Heizkosten 10 Euro einfach ungenutzt aus dem Fenster werfen.

Viel besser sind da neuere Ölheizungen, die mit Brennwerttechnik arbeiten. Hier liegt der Wirkungsgrad immerhin bei 98 Prozent. Diese Steigerung wird dadurch erreicht, dass auch die heißen Abgase zur Erwärmung des Wassers im Heizkreislauf genutzt werden. Durch den Schornstein werden bei dieser Option nur kalte Gase abgegeben. Die Brennwerttechnik gibt es übrigens auch für die Gastherme und hier ist sie auch durchaus förderfähig.

Ein zweiter wichtiger Punkt, der gegen eine Ölheizung spricht, ist der fossile Energieträger Erdöl, der zum Betrieb der Heizung genutzt wird. Erdöl ist nun mal endlich und wie lange wir noch auf diesen Rohstoff zurückgreifen können, weiß niemand genau. Aber es ist absehbar, dass dies nicht mehr lange gehen wird und die Ölpreise mittelfristig steigen werden müssen.

Den Gesetzen des Marktes zufolge ist klar: Je knapper das Erdöl wird, desto teurer wird es auch. Wer also heute in eine neue Öl-Heizung investiert, der setzt auf einen Rohstoff, der sich preislich unkalkulierbar entwickeln wird.

Und noch eine dritte Komponente spricht gegen die Öl-Heizung: die freigesetzten Emissionen enthalten sehr viel CO2. Unserer Umwelt schadet das und gesetzliche Restriktionen, in Form von Strafzahlungen für freigesetztes CO2 werden schon bald im Privatsektor Realität werden.

Die aktuelle Rechtslage

  • Ölheizungen, ohne Brennwerttechnik, dürfen Sie nicht mehr einbauen. Ein Betrieb bestehender Heizungen ist aber derzeit noch bis über das Jahr 2025 hinaus möglich.
  • Der Tausch des Heizkessels einer bestehenden Öl-Heizung gegen ein System mit Brennwerttechnik ist derzeit bis 2025 noch erlaubt.
  • Ab 2026 dürfen Öl-Heizungen mit Brennwerttechnik nur noch in Verbindung mit weiteren Heizungen, die auf erneuerbaren Energien beruhen, verbaut werden. In Baden-Württemberg gilt diese Regelung schon heute. Sie müssen als Bewohner dieses Bundeslandes bei einer Modernisierung mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien einplanen.

Sie möchten eine Öl-Hybridanlage in Ihrer Immobilie einbauen? Dann können Sie zumindest die erneuerbaren Komponenten unter Umständen über die KfW-Bank oder das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle) fördern lassen.

Wo es früher praktisch ohne Alternative nur die Öl- oder Gasheizung zur Auswahl gab, sind heute viele überaus energieeffizientere Systeme auf dem Markt, die einiges versprechen. ( Foto: Shutterstock-UO Studio )

Wo es früher praktisch ohne Alternative nur die Öl- oder Gasheizung zur Auswahl gab, sind heute viele überaus energieeffizientere Systeme auf dem Markt, die einiges versprechen. ( Foto: Shutterstock-UO Studio )

Die Heizkörper: Auch hier gibt es viel zu verbessern

Sie haben beschlossen, Ihre Öl-Heizung zu sanieren? Dann müssen Sie sich auch Gedanken zu Ihren Heizkörpern machen. Viele alte Modelle sind mit einer modernen Heizung nicht kompatibel oder sollten aus Effizienzgründen ausgetauscht werden. Alte Heizkörper sind beispielsweise Gliederheizkörper oder Gussheizkörper.

Diese Gründe sprechen für einen raschen Tausch der Heizkörper:

  • Haben Sie weitere Energiesparmaßnahmen betrieben, wie zum Beispiel die Dämmung verbessert oder die Fenster getauscht, ist es nicht mehr notwendig, die Heizung auf vollen Touren laufen zu lassen. Die Heizkessel werden deshalb in der Regel gedrosselt. Die Wärme reicht nun aber unter Umständen nicht mehr aus, um alte Heizkörper auf Temperatur zu bringen, denn deren Fläche ist einfach zu gering. Moderne Heizkörper verfügen über deutlich mehr Oberfläche. Guss-Heizkörper brauchen allein durch deren Material länger zum Warmwerden und vergeuden somit viel Energie, die Ihren Wohnraum längst erwärmen könnte.
  • Mit Heizsystemen wie Solarthermie oder Erdwärmepumpen arbeiten alte Heizkörper ebenfalls nicht gut zusammen, da auch hier die Betriebstemperatur viel zu gering ist.
  • Die Füllmenge der alten und neuen Heizkörper unterscheidet sich. Ungefähr ein Drittel weniger Wasser muss für Heizkörper der modernen Generation erwärmt werden. Auch das spart Energiekosten.
  • Alte Heizkörper sind schwerfälliger beim Aufheizen und benötigen länger, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Man neigt dazu, diese voll aufzudrehen und dann zurück zu regeln, das ist nicht gut für die Energiebilanz.
  • Früher wurden Heizkörper oft in Wärmebrücken eingebaut. Der Klassiker ist die Fensternische, weil es dort besonders kalt ist. Doch über die Wärmebrücke wird die wertvolle Heizenergie nach außen abgegeben. Moderne Heizkörper sind entweder auf den Betrieb in einer gedämmten Nische ausgelegt oder werden an energiestrategisch besseren Punkten angebracht.
  • Alte Heizkörper weisen zudem oftmals Beschädigungen auf wegen des Alters. Diese können sichtbar sein (Rost oder ein Leck) oder unsichtbar. Wenn trotz Austausch des Heizkessels und Umstieg auf ein modernes Heizsystem die Heizkosten nicht sinken, dann könnte auch Kalk und Schmutz in den Heizkörpern schuld sein. Hier hilft ebenfalls ein Austausch.
  • Zusätzlich geben alte Heizkörper ihre Wärme als Konvektionswärme ab. Das hat eine hohe Luftzirkulation zur Folge und damit verbunden viel Staub, der aufgewirbelt wird. Menschen empfinden Konvektionswärme oft auch als nicht so angenehm.

Das können moderne Heizkörper

Die Heizkörper neuerer Generation sind viel flacher und schöner als alte dicke Radiatoren. Plattenheizkörper und Flachheizkörper können außerdem bis zu 25 Prozent der Energie einsparen. Hierfür werden zum Beispiel in der X2-Technologie zwei Platten verbaut, die nacheinander und nicht parallel durchströmt werden.

Die Vordere wird warm, die Hintere bleibt in der Regel kalt und dient als Wärmeschutz gegen die Wand. Nur wenn sehr viel Heizleistung gebraucht wird, kommen beide Platten zum Einsatz.

Eine weitere moderne Variante sind Heizkörper mit Ventilator. Dieser verstärkt die Heizleistung enorm und sorgt so in kürzester Zeit dafür, dass ein Raum warm wird.

Video: Wie wir mit 0€ eine Heizung saniert haben.

Die KfW-Förderung Heizung

Seit dem 1. Januar 2020 hat sich einiges bezüglich der KfW-Förderprogramme für Heizungen geändert. Im Neubau werden gar keine Ölheizungen oder Gasheizungen mehr gefördert. Lediglich im Bestandsbau gibt es hier noch Zuschüsse, wenn man seine Heizanlage optimieren möchte und von Öl auf Gas umzusteigen plant.

Geld gibt es vor allem für Technologien, die erneuerbare Energien nutzen. Wie viel KfW-Förderung Sie erhalten können, hängt in erster Linie davon ab, was Sie einbauen wollen und ob es sich um einen Neubau oder einen Bestandsbau handelt.

Generell werden folgende Heizungsmaßnahmen gefördert:

  • Erdwärmepumpe
  • Biomasseheizung (zum Beispiel Holzpelletheizung)
  • Gasbrennwertheizung
  • Austausch des Kessels gegen Niedertemperaturkessel
  • Solarthermie Anlagen
  • Hybridheizung (Gastherme mit einer Anlage für Erneuerbare Energie)

KfW Förderung Heizung: Fördermöglichkeiten bei einer Optimierung der alten Heizung

Bei der KfW Förderung für die Heizung bekommen Sie nur Geld, wenn Sie von einer Ölheizung oder Gasheizung auf ein besseres System umsteigen. Dabei können Sie mit unterschiedlich hohen Zuschüssen rechnen, je nachdem welche Maßnahme Sie planen. Förderungen erhalten Sie dabei von der KfW-Bank und der BAFA.

Hier sehen Sie die BAFA Fördermöglichkeiten im Überblick:

Angestrebtes Heizsystem Alte Heizung basiert auf Öl Alte Heizung basiert auf Gas
Gasbrennwertheizung „renewable ready“ 20 Prozent Zuschuss 20 Prozent Zuschuss
Gas-Hybridheizung 40 Prozent Zuschuss 30 Prozent Zuschuss
Erneuerbare Energien Hybridheizung 45 Prozent Zuschuss 35 Prozent Zuschuss
Solarthermie 30 Prozent Zuschuss 30 Prozent Zuschuss
Biomasse oder Wärmepumpe 45 Prozent Zuschuss 35 Prozent Zuschuss

Achtung: Eine Gasbrennwertheizung muss zum Zeitpunkt des Einbaus bereits „renewable ready“ sein. Sowohl Steuerung, als auch Speicher für die Erweiterung zur Hybridheizung-EE müssen bereits vorhanden sein. Diese Erweiterung muss innerhalb von zwei Jahren stattfinden, sonst müssen Sie die KfW-Förderung wieder zurückzahlen.

Der KfW-Zuschuss bei Sanierungsmaßnahmen der alten Heizung

Ist Ihre Heizung älter als zwei Jahre und unterliegt nicht der gesetzlichen Austauschpflicht, dann können Sie eine Förderung über die KfW-Bank für bestimmte Maßnahmen erhalten:

  • Nah– und Fernwärme
  • Biomasseheizung
  • Wärmepumpe
  • Solarthermieanlagen

Für den erstmaligen Anschluss an das Nah- und Fernwärmenetz oder den Einbau einer Umwälzpumpe müssen Sie zwingend einen hydraulischen Abgleich durchführen. Dafür steht ein Formular des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik bereit, dass Sie von einem Fachplaner oder Fachbetrieb ausfüllen lassen müssen. Das Formular behalten Sie bei Ihren Unterlagen, es muss nicht bei der Antragsstellung eingereicht werden.

Seit dem 1. Januar 2020 werden keine Öl-Brennwertheizungen oder Gas-Brennwertheizungen als Einzelmaßnahmen mehr über die KfW-Bank gefördert. Auch im Verbund mit einem KfW-Energieeffizienzhaus gibt es hier keine Förderung mehr. Das betrifft die KfW-Förderprogramme 151, 152, 167 und 430.

Kombinierte Heizungsanlagen, die erneuerbare Energien einschließen, können nur noch über den KfW 167 Kredit gefördert werden, wenn dies in Kombination mit einer BAFA Förderung stattfindet.

Wenn Sie eine Heizung komplett neu <strong>einbauen</strong>, dann können Sie eine KfW-Förderung für Ihre Heizung erhalten, wenn diese erneuerbare Energien miteinschließt. ( Foto: Shutterstock-gcpics)

Wenn Sie eine Heizung komplett neu einbauen, dann können Sie eine KfW-Förderung für Ihre Heizung erhalten, wenn diese erneuerbare Energien miteinschließt. ( Foto: Shutterstock-gcpics)

Welche Heizung wird bei einem Neubau gefördert?

Wenn Sie eine Heizung komplett neu einbauen, dann können Sie eine KfW-Förderung für Ihre Heizung erhalten, wenn diese erneuerbare Energien miteinschließt. Das können beispielsweise Solarthermieanlagen sein oder Wärmepumpen. Diese werden allerdings nur indirekt über das KfW-Programm 153 gefördert, indem man die KfW-Effizienzhausklasse 40, 40 Plus oder 55 beim Bau erreicht.

Achtung: Eine KfW-Förderung über das Programm 153 erhalten Sie nur, wenn keine Ölheizung mehr in das Gebäude eingebaut wird.

Brennstoffzellen werden mit dem KfW-Programm 433 gefördert, mit einer Leistungs­klasse von 0,25 bis 5,0 kW elektrischer Leistung.

Diese Heizsysteme werden durch die KfW-Bank gefördert

Wo früher einfach Öl verbrannt wurde, existieren heute viele moderne Ansätze, die sehr umweltfreundlich sind und effizient Energie gewinnen. Hier erklären wir Ihnen die unterschiedlichen Heizsysteme, die besonders gute Leistungen erbringen.

Die Wärmepumpe: Heizen mit der Kraft der Erde

Eine der derzeit besten Heiztechnologien ist die Nutzung geothermischer Energie mithilfe einer Wärmepumpe. Hierbei gibt es drei unterschiedliche Methoden, Wärme zu gewinnen:

  • Die Erdwärmepumpe: Entweder per Sonde oder über Flächenkollektoren ist diese Heizung in der Lage, die thermische Energie aus dem Erdinneren zu gewinnen. Die Erdwärmepumpe ist sehr effizient und kommt oft zum Einsatz. Ein Anschluss an den normalen Heizkreislauf ist möglich.
  • Die Luftwärmepumpe: Hier entziehen Wärmetauscher der Außenluft über ein einfaches Prinzip die Energie und leiten Sie ins Gebäudeinnere weiter. Oftmals gelangt die Wärme dann über Lüfter in die Räume (Luft-Luft-Wärmepumpe). Aber auch ein Medienwechsel und der Betrieb im konventionellen Heizkreislauf ist möglich (Luft-Wasser-Wärmepumpe). Die Luftwärmepumpe ist die günstigste Variante, bringt aber auch am wenigsten Energie-Ersparnis.
  • Die Wasserwärmepumpe: Sie ist die effizienteste und teuerste der drei Möglichkeiten. Hier wird die thermische Energie dem Grundwasser entzogen. Solche Anlagen werden durch die staatlichen Zuschüsse mit Vorliebe begünstigt, beispielsweise auch durch die KfW Förderung Heizung.

Egal, welchen Typus man wählt, Energiekosten fallen nur für den Betrieb der elektrischen Pumpe an. So spart man gegenüber einer Gas-Brennwertheizung bis zu 80 Prozent der Heizkosten im Jahr.

Die Solarthermieanlage: warmes Wasser auf dem Hausdach produzieren

Die Solarthermieanlage ist eine Solaranlage, die heißes Wasser für den täglichen Bedarf ganz einfach mit der Kraft der Sonne herstellt und wird durch die KfW Förderung Heizung abgedeckt. Bei solchen Anlagen werden große Platten mit Schläuchen auf dem Dach installiert, durch die das Wasser hindurchfließt.

Die Solarthermieanlage wird als effiziente Ergänzung anderer Heizsysteme genutzt und kann zu den warmen Jahreszeiten auch den kompletten Bedarf an Warmwasser decken. Auch hier fallen lediglich Betriebskosten für den Betrieb der Pumpe an.

Aufhängen ohne zu bohren: KfW-Effizienzhäuser zeichnet die Vakuumdämmung in den Außenwänden aus. Bohrt man hinein, ist das Vakuum futsch; dann werden auch die Wärmeemissionswerte nicht mehr eingehalten. Verhindern Sie solche Patzer, indem Sie Ihre Zimmerdekorationen und Regale ohne Schrauben, Dübel und Nägel aufhängen. Wir haben Ihnen da mal was vorbereitet:

Der Klebehaken eignet sich nicht nur an der Decke für Lampen, sondern auch an Wänden. Sollte Ihnen der mitgelieferte Haken optisch nicht zusagen, empfehlen wir Ihnen gerne auch den äußerst vielseitigen „Bad Kleber“, welcher auch beim Klebehaken mitgeliefert wird. Die Einsatzmöglichkeiten des Bad Klebers sind so vielseitig, dass man damit sogar High Heels reparieren kann.

Die Biomasseheizung: Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe

Öl- und Erdgas sind endlich. Neben dem CO2-Ausstoß ist das ein großes Problem, wenn man sich heute noch für solch eine Heizung entscheidet, denn Sie setzen damit auf ein sterbendes Pferd. Besser sind also Heizungen, die mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden. Das kann zum Beispiel eine Holzpelletheizung sein, die sehr gerne in Beratungen für eine KfW-Förderung Heizung nahegelegt wird.

Ein weiterer Vorteil ist die CO2-Neutralität, wenn Sie mit dem Rohstoff Holz heizen. Während im Erdöl über Jahrmillionen gebundenes CO2 über die Verbrennung wieder in die Atmosphäre gelangt, ist das bei Holz anders. Hier kommt nur der Anteil des Treibhausgases wieder zurück in die Atmosphäre, das die Bäume zuvor gebunden hatten.

Wichtig ist hier auch zu wissen, dass für die Produktion der Pellets nicht ausschließlich Bäume gefällt werden, sondern dass die Pellets zu großen Teilen aus Verschnitt, wie Ästen und Zweigen hergestellt werden, die bei der Herstellung von Bauholz übrigbleiben und anderweitig nicht mehr genutzt werden können. Die Bilanz bleibt somit stabil.

Die Brennstoffzelle: hocheffiziente Technik mit Wasserstoff

Die Brennstoffzelle liefert nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Hier wird Erdgas in Wasserstoff und CO2 umgewandelt und dabei wird so viel Energie freigesetzt, dass Sie unter Umständen sogar Ihre Nachbarn mitversorgen könnten. Schlagen Sie es doch mal vor! Dem Vorgang zugrunde liegt eine chemische Reaktion, die auch „kalte Verbrennung“ genannt wird. Dabei wird in erster Linie Strom produziert, aber auch Wärme erzeugt.

In Japan ist die Technik auf dem Vormarsch und generell gilt die Brennstoffzelle als zukunftsweisende Technologie in vielen Bereichen, zum Beispiel auch für LKWs und Busse im Nah- und Fernverkehr. Die KfW Förderung Heizung unterstützt auch die Installation derartiger Anlagen, wobei diese in Deutschland vielen noch unbekannt sind.

Die KfW-Förderprogramme im Detail – so geht’s

Grundsätzlich können Sie in folgenden KfW-Förderprogrammen Zuschüsse für den Einbau einer neuen Heizung beantragen, wenn die bereits oben genannten Fördervoraussetzungen erfüllt sind:

KfW-Förderprogramm Programminhalt Das erhalten Sie als Förderung Voraussetzungen
151 Bestandsimmobilien
werden zum KfW-Effizienzhaus
saniert.
  • Günstiger Förderkredit bis zu 120.000 Euro mit 0,75 % effektivem Jahreszins.
  • Abhängig von der erreichten Effizienzstufe der Immobilie
  • Tilgungszuschuss bis zu
  • 48.000 Euro pro Wohneinheit
Bestandsbau
Erreichung einer KfW-Effizenzhausstufe:

  • KfW-Effizienzhaus 55
  • KfW-Effizienzhaus 70
  • KfW-Effizienzhaus 85
  • KfW-Effizienzhaus 100
  • KfW-Effizienzhaus 125
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal
152 Energetische Einzelmaßnahmen
in der Sanierung ohne einen Energieeffizenzhausstandard
anzu streben
  • Günstiger Förderkredit für bis zu 50.000 Euro mit 0,75 % effektivem Jahreszins
  • Tilgungszuschuss bis zu 10.000 Euro
  • Bestandsbau
153
  • Kauf eines energieeffizienten
    neu gebauten Gebäudes
  • Bau eines energieeffizienten Gebäudes
  • Förderkredit ab 0,75 % effektivem Jahreszins für maximal 100.000 Euro Darlehen je Wohnung
  • Tilgungszuschuss
  • 15.000 Euro je Wohneinheit
  • Neubau
  • Für KfW-Effizienzhäuser 40, 40 Plus und 55
430
  • Sanierung zum KfW-
    Effizienzhaus
  • Einzelmaßnahmen
  • Kauf von saniertem
    Wohnraum
Direktzuschuss bis zu 48.000 Euro je Wohneinheit Bestandsbau
Abhängig von erreichter Effizienzhausstufe:

  • KfW-Effizienzhaus 55
  • KfW-Effizienzhaus 70
  • KfW-Effizienzhaus 85
  • KfW-Effizienzhaus 100
  • KfW-Effizienzhaus 125
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal
433
  • Einbau von stationären
    Brenn­stoff­zellen­systemen
    in den Leistungs­klassen von
    0,25 bis 5,0 kW elektrischer
    Leistung
  • Kosten für das
    Brenn­stoff­zellen­system
    und dessen Einbau
  • Kosten für den
    Voll­wartungs­vertrag in den
    ersten 10 Jahren
  • Kosten für die Leistungen
    des Experten für Energie­effizienz
  • Zuschuss­ bis zu 28.200 Euro
  • Setzt sich zusammen aus Festzuschuss von 5.700 Euro und leistungsabhängigem Zuschuss von 450 Euro je angefangene 100 Watt
  • Neubau und Bestandsbau
  • Abhängig von der elektrischen Leistung des eingebauten Brenn­stoff­zellen­systems
167 Ergänzungs­kredit
Für die Umstellung der
Heizungsanlage in Wohn­gebäuden
auf erneuer­bare Energien
Günstiger Förderkredit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit mit 0,78 % effektivem Jahreszins und 2 tilgungsfreien Jahren Bestandsbau
270
  • Photovoltaikanlangen
  • Wasserkraftanlagen
  • Windkraftanlagen
  • KWK-Anlagen
  • Biogasanlagen
  • Stromspeicheranlagen/
    Batteriespeicher
  • Wärme-/Kältenetze,
    Wärme-/Kältespeicher
Günstiger Förderkredit ab 1,03% effektivem Jahreszins bis zu 50 Mio. Euro
431 Kosten für Baubegleitung durch Experten 50 % der Expertenkosten max. 4.000 Euro / Wohneinheit In Verbindung mit den Förderprodukten 151/152, 430 oder 153

KfW-Förderungen für KfW-Effizienzhäuser: Das müssen Sie beachten

Einige der KfW-Förderprogramme haben zur Voraussetzung, dass Sie beim Umbau oder Neubau eine bestimmte Effizienzhausstufe erreichen. Hier spricht man von einem Maßnahmenpaket, das gefördert wird. Da ist eine KfW Förderung Heizung häufig schon mitenthalten.

Im Neubau gelten sehr strenge Vorschriften, um eine solche Förderung zu erhalten. Hier wird das KfW-Effizienzhaus 40, 40 Plus und 55 gefördert.

Diese Haustypen verbrauchen nur die Hälfte oder sogar weniger, als die im EnEV 2009 vorgeschriebene gesetzliche Obergrenze an Energiebedarf für Neubauten. Das KfW-Energieeffizienzhaus 40 benötigt nur 40 Prozent der definierten Standard-Werte. Kennzeichen sind zum Beispiel eine Wärmepumpe mit einer angeschlossenen Solarthermieanlage, besonders gute Dämmung der Fassade oder dreifach-wärmeschutzverglaste Fenster.

Das 40 Plus Haus hat darüber hinaus noch weitere technische Anlagen. Zum Beispiel eine stromproduzierende Anlage auf dem Grundstück mit einem Batteriespeicher, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder ein Display, um Stromerzeugung und -Verbrauch in Echtzeit darzustellen.

Das KfW-Effizienzhaus 55 ist oft mit einer Holzpelletheizung oder einer Wärmepumpe ausgestattet. Gekoppelt ist diese Heizung, die auf erneuerbare Energieträger basiert, mit einer Solarthermieanlage. Sie sorgt für die Erwärmung von Trinkwasser. Die Dämmung ist ebenfalls noch exzellent mit mindestens 18 Zentimetern an der Fassade und 24 Zentimetern am Dach. Dreifachverglaste Fenster mit Spezialrahmen runden die Ausstattung ab.

Achtung: Wenn Sie im Neubau eine Ölheizung planen, dann erhalten Sie definitiv keine KfW-Förderung Heizung mehr.

Den Antrag bei der KfW-Bank korrekt stellen

Damit Sie Ihre KfW-Förderung Heizung auch wirklich erhalten, müssen Sie immer zuerst einen Antrag stellen, bevor Sie mit den Maßnahmen starten. Bei einem Kauf müssen alle Maßnahmen unbedingt im Kaufvertrag mit dem späteren Zweck angegeben sein. Also zum Beispiel: Einbau einer Wärmepumpe, um den KfW-Effizienzhaus 40 Standard zu erreichen.

Gehen Sie zu Ihrer Hausbank, bei der Sie Ihren Immobilienkredit aufnehmen und stellen Sie über diese den Antrag bei der KfW-Bank. Erst wenn dieser genehmigt ist, beginnen Sie mit den Maßnahmen.

Nachdem die Heizung ausgetauscht ist oder eine andere Maßnahme abgeschlossen ist, müssen Sie sich den Erfolg von einem Sachverständigen bestätigen lassen. Mit dieser Bestätigung können Sie sich nun den Bezug der KfW-Fördergelder genehmigen lassen. Das Prozedere gilt übrigens für jedes KfW-Förderprogramm.

Fazit: Bauen Sie jetzt Ihre Heizung mithilfe der KfW-Förderung Heizung um, denn der Staat hilft kräftig mit!

Wenn man sich die Entwicklungen der politischen Maßnahmen bezüglich der Energiegewinnung im privaten Hausbau näher ansieht, erkennt man schnell, dass es wohl kein Zurück mehr gibt. Techniken, wie Öl-Heizungen sind veraltet. Ab 2025 gelten viele weitreichende Verbote. Auch Gasheizungen sind nur noch in Verbindung mit einer erneuerbaren Energiequelle förderfähig.

Das verwundert kaum, wenn man den Anteil des Immobiliensektors am Energieverbrauch betrachtet. Erschreckende 40 Prozent an Energie- und Ressourcenverbrauch sind hier begraben. Ein Drittel des gesamten CO2-Ausstoßes geht ebenfalls auf das Konto der Privathaushalte. Für die Politik ein attraktives Terrain, um die bundesweiten Klimaziele Deutschlands zu erreichen. Und mit den staatlichen Förderungen zieht man derzeit für teure moderne Technik fast gleichauf zu einer billigen Öl-Heizung, ein echtes Zuckerl, was Sie hier abgreifen können.

Wenn Sie die Investitionskosten trotz Subventionen immer noch schrecken, dann sollten Sie auch den laufenden Unterhalt und die Betriebskosten betrachten. Wie lange taugt denn Ihre Anlage noch? Eine Wärmepumpe betreiben Sie zum Beispiel schon ab 800 Euro Stromkosten pro Jahr für 10.000 Watt Heizleistung. Wenn sie nun noch passend die Heizkörper austauschen, dann sinkt Ihre Heizrechnung enorm. So amortisieren sich höhere Ausgaben schnell innerhalb weniger Jahre.

Ganz wichtig ist auch der Punkt Marktbewertung bei einer Immobilie. Schließlich entspricht der Marktwert auch Ihrem Vermögen. Je höher die energetische Ausstattung, desto höher auch der Preis, den Sie für die Immobilie erzielen könnten. Für Sie und Ihre nachfolgenden Generationen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie heute schon auf die beste Technologie setzen, die voraussichtlich auch in 10 Jahren noch aktuell sein wird. Dazu zählen auf jeden Fall die Wärmepumpe, die Solarthermie und die Brennstoffzelle, die durch die KfW Förderung Heizung gefördert werden.

Unser Tipp: Lassen sie sich von einem Energieberater Ihr nachhaltiges Heizungskonzept erstellen und erhalten Sie von der KfW-Bank über das KfW-Förderprogramm 431 die Hälfte der Kosten erstattet.

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

4 Kommentare

  1. Avatar

    Guten Morgen

    Wer schmeißt gerade seine Heizung raus? Und berichtet mir für welche Heizform er sich entschieden hat?

    Es gibt so viele Möglichkeiten und ich weiß einfach nicht welche die beste für mich ist:

    Danke für jede Antwort

  2. Avatar

    Hallo Marie

    Ich weiß nicht ob man es direkt vergleichen kann und ob das in einer Bestandsimmobilie möglich ist, also wir haben uns für eine Luftwärmepumpe entschieden. Haben allerdings neu gebaut.
    Ich habe mich umgehört, um Rat gefragt auch im Freundeskreis, unterschiedliche Heizungsbauer kontaktiert und so kam dann die Entscheidung.
    Ich denke es richtet sich auch immer danach ob es Lagerungsplatz für z.B. Pellets gibt. Wieviel Umbauten du in Kauf nehmen möchtest oder ob es eben schnell und ohne großen Aufwand geschehen soll.
    Alles Fragen die du dir im Vorfeld selbst beantworten solltest.
    Schwierig ich weiß. Viel Erfolg

    LG

    Sally

  3. Avatar

    Hallo Marie

    Wenn du die Möglichkeit hast mit Gas zu heizen, wäre das auch eine super Sache. Also ich heize mit Gas und bin total zufrieden.
    Gasheizungen lassen sich super mit Solaranlagen kombinieren. braucht nicht viel Platz.
    Nachteile, die Leitungen sollten schon vorhanden sein, sonst ist der Aufwand schon größer, Gas kommt aus dem Ausland also Preisschwankungen sind durchaus möglich.

    Viel Erfolg

  4. Avatar

    Guten Morgen

    Manche Heizformen scheiden mit Sicherheit schon aus, wenn man die Örtlichkeiten betrachtet. Wichtig ist energiesparend, zukuftsorientiert und an die Zuschüsse sollte man doch auch denken.

    Ohne einen Fachmann geht sowieso nichts. Lass unterschiedliche Firmen kommen und bespreche das mit Ihnen. Die schauen sich die Zimmer an, die Anschlüsse, Leitungen und danach werden die Möglichkeiten erörtert.
    Nichts überstürzen eine Heizung hat man ja für länger. Sie werden ganz sicher die richtige Entscheidung treffen.

    LG

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