Küchengestaltung: 10 kreative Ideen zum Gestalten einer Küche

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Am Anfang war die Küche – schön, neu, modern oder wenigstens halbwegs nach dem eigenen Geschmack eingerichtet. Bei einer neuen Küche ist die Küchengestaltung meist auch einfacher. Doch nach und nach zeigen sich Gebrauchsspuren oder die eigenen Designvorstellungen haben sich weiterentwickelt.

Kreativer Life-Hack für die Küche

Die Gestaltung der Küche sollte vor allem auch praktische Aspekte berücksichtigen. Häufig kommt es einem so vor, als habe man beim Kochen gar nicht genügend Hände, um alles gleichzeitig zu schaffen. Rühren, würzen, Rezept lesen usw. die Liste ist lang. Aus diesem Grund sollten vor allem alle wichtigen Utensilien griffbereit sein. Außerdem kann man sich mit diesem schlauen Hack behelfen.

Hack #1: Vakuum Pad in der Küche

Die Vakuum Pads lassen sich ideal auf dem Fliesenspiegel anbringen und halten verschiedenste Gegenstände fest. So hat man die Hände frei zum Schnippeln und Kosten:

Mit diesen Ideen gelingt die Küchengestaltung reibungslos

Gefällt die alte Küche nicht mehr, ist es Zeit für eine Neugestaltung. Dabei stehen unterschiedliche Möglichkeiten offen, je nach Geldbeutel und geplantem Umfang der Modernisierungsarbeiten. Die folgenden Tipps geben umfassende Anregungen zur Neugestaltung der Esszimmer und der Küche.

Zwei verschiedene Farbanstriche lassen eine Küche völlig anders erscheinen:

Die Wandfarbe spielt eine wichtige Rolle bei der Küchengestaltung. (#01)

Die Wandfarbe spielt eine wichtige Rolle bei der Küchengestaltung. (#01)

Beim zweiten Beispiel sieht man den Unterschied: gleiche Küche mit unterschiedlicher Wandfarbe - und schon ist es ein ganz anderes Wohngefühl. (#02)

Beim zweiten Beispiel sieht man den Unterschied: gleiche Küche mit unterschiedlicher Wandfarbe – und schon ist es ein ganz anderes Wohngefühl. (#02)

Tipp 1: Küchenmöbel neu gestalten

Häufig lässt das Budget nur begrenzte Modernisierungsarbeiten zu. Neue Küchenmöbel kaufen? Angesichts der Preise ist dies erst nach einer längeren Ansparphase möglich. Doch schon ein Anstrich der Küchenfronten hilft, die Möbelstücke in völlig neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dafür werden die Fronten zuerst mit Schleifpapier aufgeraut, nur so kann die neue Farbe gut haften. Dann kommt die gewählte Farbe ins Spiel, wobei Sie hier die Möglichkeit haben, mit verschiedenen Farben zu spielen, neue Muster aufzubringen und ein ganz eigenes Design zu kreieren. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und setzen Sie farblich gesehen komplett neue Vorstellungen um!

Wie wirken Farben bei der Küchengestaltung? Helle und gelbe Farben sind freundlich und einladend, sie stehen für Licht und rufen Glücksgefühle hervor. Ein wenig holt man sich den Urlaub in die eigene Küche. Die Farbe Grün steht für Natürlichkeit, sollte aber nicht zu dominant und knallig sein. Die Lösung können hier weiße Wandschränke und ein milder Grünton sein. Mit Rot kann man wenig falsch machen. Diese Farbe eignet sich für die Küchengestaltung kleiner und großer sowie einfacher und luxuriöser Kochstellen. Wem Rot zu dominant erscheint, findet mit der orange gestrichenen Küchenwand einen guten Kompromiss. Übrigens: Es muss natürlich nie die gesamte Front gestrichen werden. Ein kleiner Farbtupfer, zum Beispiel in Gelb gestrichene Rohre wirken manchmal Wunder und sind ein überraschender Hingucker.

Tipp 2: Austauschen der Fronten

Die Küchenfronten sind schon sehr abgenutzt? Dann reicht es nicht, neue Farbe aufzubringen – hier müssen neue Fronten her. Diese gibt es preisgünstig in Standardmaßen unter anderem in einem bekannten schwedischen Einrichtungshaus sowie in vielen anderen Möbelhäusern. Sie können die Fronten aber auch nach Maß anfertigen lassen, im Internet finden sich viele Anbieter, die ebenso wie die Tischler vor Ort sehr sorgfältig arbeiten. Wählen Sie aus verschiedenen Oberflächen und Beschichtungen, entscheiden Sie sich zwischen matten und glänzenden Flächen und diversen Farben. Sie entwerfen hier praktisch ein neues Esszimmer, bei dem Sie auch diverse Materialkombinationen einsetzen können.

Für eine echte Küchengestaltung ist es manchmal unumgänglich, die Fronten auszutauschen. Auch wenn es finanziell mitunter weh tut: Die meisten Besitzer neuer Fronten freuen sich nach der Montage über ihre völlig veränderte Küche. Oft entsteht ein neues Lebensgefühl beim Kochen und für das gemeinsame Essen mit der Familie. Es lohnt, sich einmal unverbindlich darüber zu informieren und mögliche Kosten zu berücksichtigen. Das Angebot ist wirklich riesig und der Unterschied beeindruckend, wenn zum Beispiel aus einer abgenutzten Front in Kunststoff edle Holzvertäfelungen im alpinen Stil angebracht werden.

Tipp 3: Neue Fronten ohne Bohren

Sie müssen nicht in jedem Fall die kompletten Fronten austauschen, Sie können die Küche auch durch Aufkleben von Folien oder Platten verschönern. Diese Platten können Sie mit Klebepads einfach nach dem Zuschneiden ankleben und individuell gestalten. Statt auf Holz zu setzen, können Sie sich auch für Plexiglas entscheiden, welches Sie auf die Küchenfronten kleben. Hierauf wiederum können Fensterbilder geklebt werden oder Sie zeichnen mit Fensterfarben direkt auf das Glas. So können sogar die Kinder zu kleinen Designern werden! Sie müssen ihnen nur noch klarmachen, dass die übrigen Möbelstücke bitte nicht angemalt werden. Wichtig ist, dass Sie die Konturen der Motive zweimal nachzeichnen, wobei die Konturenpaste einen Tag lang trocknen muss. Die Fenstermalfarben kommen erst nach dem Trocknen der Paste zum Einsatz.

Es ist vielleicht die zweitbeste Lösung, für die Küchengestaltung Folien zu verwenden. Aber kreative Ideen lassen sich genug finden. Und es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten, die Kochnische neu zu gestalten. Der optische Effekt ist meistens fast so überzeugend, wie wenn man neue Küchenfronten erwirbt. Natürlich muss man sorgfältig darauf achten, diese anzubringen, um unschöne Risse zu vermeiden. Mit etwas Geschick lässt sich aber auch mit diesem „Trick“ eine echt neue Atmosphäre in die Küche zaubern.

Tipp 4: Fronten mit Folien verschönern

Reinigen Sie die Küchenmöbel zuerst und beseitigen Sie kleine Erhebungen. Erst dann können Sie sicher sein, dass die Folie für das neue Design der Möbelstücke auch zuverlässig klebt. Entfernen Sie vor dem Bekleben der Möbel die Griffe und schneiden Sie die Folie besser einen Zentimeter größer als benötigt zu. Die überstehenden Ränder können Sie nach dem Ankleben mit dem Teppichmesser abschneiden.

Tipp 5: Die Decken neu gestalten

Die Decke in Küchen sieht anfangs zwar schön aus, doch rasch wirkt sie leicht grau – durch das Kochen und Braten verblassen Farben und weiße Decken sind schon nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich weiß. Wenn Sie eine neue Küchengestaltung planen, können Sie moderne Ideen zur Deckengestaltungumsetzen. Entscheiden Sie sich zwischen einer einfachen Raufasertapete, die Sie farblich im gewünschten Ton streichen, zwischen Stuckdecken oder Paneelen. Tolle Decken runden die neue Küche ab und verleihen ein unverwechselbares Ambiente. Die Decke vervollkommnet den Raum und lässt ihn wohnlich wirken – passen Sie die Deckengestaltung aber an den Rest des Raumes an.

Tipp 6: Tauschen der Arbeitsplatte

Die Arbeitsplatte in der Küche sieht rasch verbraucht aus – schnell wurde ohne Brettchen etwas geschnitten, das Gemüse aus dem Garten mitsamt Sand abgelegt. Kleine Kratzer fallen aber auf, vor allem, wenn es sich um eine empfindliche Holzplatte handelt. Bedenken Sie daher bei der Küchenplanung, dass eine neue Arbeitsplatte sinnvoll sein könnte. Damit erzielen Sie eine unwahrscheinlich große Wirkung! Achten Sie beim Kauf aber auf eine hohe Qualität und ein beständiges Material. Kostengünstig sind Arbeitsplatten aus Kunststoff, edler und teurer Modelle aus Massivholz. Besonders zu empfehlen ist Granit, denn solche Arbeitsplatten sind kratzfest und robust, dabei auch noch hitzebeständig. Sie lassen den Raum allerdings leicht kühl wirken.

Tipp 7: Gestaltung der Wände

Berücksichtigen Sie bei der Küchenplanung die Tapeten und Farben an den Wänden. Sofern die Möbel in der Küche eher schlicht sind, können Sie mit auffälligen Farben an den Wänden wahre Hingucker erzielen. Unterstreichen Sie das Ambiente der gesamten Wohnung mit gut ausgewählten Farben oder akzentuieren Sie einzelne Bereiche innerhalb des Küchenraums. Sie können Einheit und Trennung simulieren und bei der Küchengestaltung Ihre kreative Ader voll ausleben. Eventuell bieten sich auch Fliesen an, wobei diese, wenn sie bereits für den Fußboden verwendet worden sind, eher nicht mehr an die Wand gehören.

Dunkle Möbel und Farben lassen eine ruhige Baratmosphäre entstehen, dabei sollte man immer beachten: Wo es dunkel ist braucht man auch Licht. (#03)

Dunkle Möbel und Farben lassen eine ruhige Baratmosphäre entstehen, dabei sollte man immer beachten: Wo es dunkel ist braucht man auch Licht. (#03)

Küchenrückwand-Akzente: Früchtchen an der Wand: Bunte Akzente für die Küchenrückwand (#04)

Küchenwand-Akzente: Früchtchen an der Wand: Bunte Akzente für die Küche und das Esszimmer (#04)

Tipp 8: Tafelfolien verwenden

Ihre Kinder werden es Ihnen danken: Verschönern Sie im Rahmen der Küchengestaltung den Raum mit Tafelfolie oder einem speziellen Tafelanstrich. Sie können damit ein Möbelstück gestalten oder eine ganze Wand, an die später etwas geschrieben werden kann. Neben der Memo-Funktion ergibt sich eine wunderbare Malfläche für die Kleinen, auf der sie sich austoben können, wenn Mama und Papa mal wieder mit der Zubereitung eines größeren Menüs beschäftigt sind. Tafellack gibt es übrigens nicht mehr nur in Schwarz und Grün, sondern in vielen bunten Farben.

Tipp 9: Es werde Licht!

Viele Küchen sind eher dunkel und ungemütlich, dabei könnten sie mit dem richtigen Einsatz von Licht wunderschön sein! Nutzen Sie eine passende Oberbeleuchtung zum Ausleuchten von Ess- und Kochbereich und setzen Sie einzelne LED-Lampen zum Akzentuieren besonderer Bereiche ein. Beleuchten Sie die Arbeitsplatte separat, sodass Sie beim Kochen sehen, was Sie machen. Das gesamte Wohnen wird durch Helligkeit angenehmer! Nutzen Sie auch eine indirekte Beleuchtung, um einen gewünschten Effekt zu erzielen.

Tipp 10: Küchenrückwände schick gestalten

Fliesen an den Wänden sind bei der Küchengestaltung längst Schnee von gestern. Heute werden statt der üblichen Fliesenspiegel lieber bedruckte Küchenrückwände verwendet, die aus Glas gefertigt und in vielen bunten Farben erhältlich sind. Sie lassen sich individuell gestalten und passen sich somit hervorragend in das Küchenambiente und in die persönlichen Vorstellungen der Hausbewohner ein.

Verschiedene Motive stehen dabei zur Auswahl und können nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Was für die Motive selbst gilt, gilt aber auch für die Farben, die bei der Küchenplanung berücksichtigt werden sollten. Sogar eigene Fotos können verwendet und auf die Rückwände gebracht werden. Wenn Sie möchten, können Sie das Gemüse aus dem Garten fotografieren und an die Küchenwand bringen.

Die selbst gestaltete Küchenrückwand wird entweder eingehängt oder aufgeklebt, damit hält sie sicher an der Wand. Sie ist unempfindlich gegen Hitze und UV-Licht. Damit ist garantiert, dass die Küchennutzer auch in vielen Jahren noch Freude an der Rückwand haben werden.

Sie suchen weitere moderne Ideen, mit denen Sie den Küchenraum aufpeppen können? Dann schauen Sie einmal in diesen Blog, hier werden unzählige Tipps und Ratschläge gegeben, mit denen Sie ein ganz neues Wohngefühl erreichen können.

Wenn Sie schon bei der Küchengestaltung sind: Wie wäre es, wenn Sie in dem Zuge auch das Wohnzimmer modernisieren? Ebenso wie für die Küche gibt es für die übrigen Wohnräume ganz tolle Ideen, mit denen sich ein komplett neues Wohngefühl erreichen lässt – ohne dass Sie dafür tief in die Tasche greifen müssen. Kleine Handgriffe mit großer Wirkung – schon das Anbringen von Accessoires wie Regalen oder Schildern kann ein ganz anderes Wohnen bewirken. Das gilt für das Wohnzimmer ebenso wie für Schlaf- und Kinderzimmer, für das Bad und für den Flur.

Kombination aus Vintage und neuen für ein heimeliges Gefühl (#06)

Kombination aus Vintage und neuen für ein heimeliges Gefühl (#06)


Bildnachweis: © 04: style-your-castle.de – Rest Fotolia 01&02: 2mmedia, 03: Julia Vadi, 06: laurha

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

1 Kommentar

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    Hallo an die Häuslesbauer

    Ich weiß nicht wie es bei euch war aber wir mussten unsere Küche planen da stand das Haus noch garnicht.
    Der Architekt will wissen wie ihr euch eure Küche vorstellt.
    Offen und modern, als abgeschlossenen Raum mit oder ohne Sitzmöglichkeit, Größe usw usw.
    Schaut euch Bilder an, auch dieser Beitrag trägt zur Entscheidungsfindung bei.
    Eine Küche hat man länger als sonst irgendein Möbelstück und die Zeit die man in der Küche verbringt ist ja auch beträchtlich. Also lasst euch Zeit mit der Entscheidung und holt euch Ideen und Tipps.

    Viel Spaß bei der Planung

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