Welchen Fußboden pflegt man wie? Das passende Hilfsmittel für jeden Fußboden

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Womit lassen sich Fußböden am leichtesten reinigen? Eine Allzweckwaffe gibt es zwar nicht, doch der Markt kennt inzwischen für jede Art von Fußboden das passende Reinigungsgerät.

Fußböden reinigen: Allgemeine Tipps

Fegen, wischen, bohnern? Wer verschiedene Personen (und Generationen) befragt, bekommt unterschiedliche Aussagen zum Thema Reinigung von Fußböden. Früher einmal waren Besen und Schrubber sowie Scheuerlappen ausreichend, heute gibt es moderne Geräte wie die von Leifheit, die das Reinigen doch deutlich erleichtern und vor allem gründlicher machen. Dennoch stellt sich die Frage, wie der Boden richtig zu pflegen ist und welche Reinigungsmittel für welche Bodenbeläge geeignet sind.

Die Anleitung zur Bodenreinigung

Fußböden werden sehr stark beansprucht. Das gilt vor allem für Haushalte, in denen auch Kinder und Haustiere über die Böden flitzen. Sand, Krümel und Tierhaare sorgen nicht nur für Verschmutzungen. Teilweise können die Böden sogar Schäden nehmen, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden. Liegen zum Beispiel feine Sandkörner auf dem Boden und wird über diesen gelaufen, entstehen im Laufe der Zeit feinste Kratzer, in denen sich der Schmutz noch besser festsetzen kann.

Wichtig sind dabei aber die passenden Reinigungsgeräte, damit die regelmäßige Reinigung der Böden angepasst durchgeführt werden kann.

Diese Reinigungsgeräte müssen für unterschiedliche Bodenbeläge passend sein und kommen für:

  • Teppiche und Teppichböden
  • PVC-Belag oder Linoleum
  • Fliesen
  • Parkett oder Laminat

zum Einsatz. In Feuchträumen finden sich meist Fliesen und PVC-Beläge, Wohnräume hingegen werden gern mit Teppichböden oder Laminat ausgestattet.

Für die Reinigung der Fußböden sind daher die folgenden Arbeitsmittel wichtig:

  • Besen
  • Kehrichtschaufel und Handfeger
  • Staubsauger
  • Schrubber oder Wischmopp
  • Wischlappen
  • Spezialgeräte wie Saugwischer oder Nass-Trocken-Sauger
Vor der Pflege kommt erst die Reinigung. ( Foto: Shutterstock-_ Prostock-studio )

Vor der Pflege kommt erst die Reinigung. ( Foto: Shutterstock-_ Prostock-studio )

Erst reinigen, dann pflegen

Zuerst werden die Fußböden von grobem Schmutz befreit, erst danach kommt ein Reinigungsmittel zum Einsatz. Auch die eigentliche Pflege der Böden wird natürlich erst nach der Grundreinigung vorgenommen. Wichtig: Beim Absaugen der Böden kommt es auf die richtige Einstellung des Staubsaugers an.

Für Fliesen und glatte Fußböden sollte die Bürste benutzt werden, damit es nicht zu Beschädigungen der Bodenoberfläche kommt. Teppiche und Teppichböden können auch ohne Bürste gereinigt werden. Für Haushalte, in denen Haustiere leben, empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Staubsaugeraufsatzes, mit dem sich Tierhaare leichter entfernen lassen.

Wichtig ist überdies, keine scharfen Reinigungsmittel zu verwenden. Zudem sind nicht alle Reinigungsmittel für jede Art von Boden geeignet, bei der Verwendung neuer Putzmittel empfiehlt es sich daher, diese an einer nicht zu offensichtlichen Stelle zu testen.

Holzböden dürfen nicht zu nass gewischt werden, denn hier besteht die Gefahr, dass das Holz aufquillt. Nur feucht und nicht nass wischen, ist die Devise! Nach dem Trocknen kann ein spezielles Mittel zur Pflege angewendet werden, wodurch die Oberfläche des Bodens versiegelt wird.

Verschiedene Bodenbeläge, unterschiedliche Reinigung

Ob Parkett oder Kunststoff-Laminat, ob PVC-Belag oder Teppichboden: Reinigung und Pflege der verschiedenen Bodenbeläge sind unterschiedlich. Wichtig ist, dass immer zuerst der Schmutz entfernt wird, ehe es an die eigentlichen Pflegemaßnahmen geht. Die folgende Übersicht zeigt, welche verschiedenen Bodenbeläge wie gepflegt werden können.

Tipp: Es ist sicherlich möglich, einen Putzplan zu verwenden, doch als Anhaltspunkt sollte weniger die Zeit, sondern vielmehr der Grad der Verschmutzung des Bodens verwendet werden.

Jeder Boden braucht eine andere Pflege. Foto: Shutterstock -Roman Samborskyi)

Jeder Boden braucht eine andere Pflege. Foto: Shutterstock -Roman Samborskyi)

Von Parkett bis PVC: Die passenden Hilfsmittel für Reinigung und Pflege

Fußböden haben es im Alltag schwer und sind großen Belastungen ausgesetzt. Um sie dennoch so lange wie möglich schön aussehen zu lassen, sind die folgenden Reinigungs- und Pflegetipps hilfreich:

  • Fußböden aus Holz
    Schmierseife, Wasser und Baumwolltücher sind ausreichend, um einen Holzfußboden zu reinigen. Mikrofasertücher sind hier ungeeignet, sie lassen rasch Kratzer auf der Oberfläche entstehen.
    Bei der Reinigung kommt zuerst der Wischmopp oder Schrubber mit der Seifenlauge zum Einsatz. Die Seife reinigt und pflegt zugleich, denn sie hinterlässt einen rückfettenden Schutzfilm.

    Wichtig ist, nach dem Wischen mit Seifenlauge unbedingt mit klarem Wasser nachzuwischen. Um hartnäckige Flecken zu entfernen, kann ein wenig Salmiakgeist mit Wasser verdünnt werden (Verhältnis 1:3).

  • Fußböden aus Linoleum
    Leinöl und Kalkstein wurden zusammen mit anderen Materialien zu Linoleum verarbeitet. Damit ist ein solcher Fußboden kein Kunststofffußboden im herkömmlichen Sinne. Er ist daher empfindlich, saure oder scharfe Reinigungsmittel sind fehl am Platze. Das ideale Putzmittel ist Spülmittel, auch geflockte Kernseife kann sehr gut verwendet werden. Hierbei wird zuerst mit dem Putzmittel gewischt, danach folgt ein Nachwischen des Bodens mit klarem Wasser. Dunkle Streifen (z. B. von Schuhen) lassen sich mit einem Radiergummi entfernen.
  • Fußböden aus Laminat
    Ein kräftiger Schuss Essig ist ideal, um den Boden aus Laminat zu reinigen. Wichtig ist, dass der Boden nicht zu nass wird, denn wie ein echter Holzfußboden kann auch Laminat stark aufquellen. Zudem sollten keine Mikrofasertücher verwendet werden, denn sie rauen die Oberfläche des Bodens stark auf. Für das Plus an Glanz eignet sich übrigens das Nachwischen mit einem trockenen Baumwolltuch, wodurch der Boden regelrecht poliert wird.
  • Natursteinböden
    Stark alkalische Reiniger sind ebenso ungeeignet wie Zitrusreiniger, Seife ist hier die beste Wahl. Kern- oder Schmierseife kommt zum Einsatz, um Natursteinböden zu reinigen und zu pflegen. Wichtig: Die Seife kann einen Schmierfilm auf dem Stein hinterlassen, was zu einer enormen Unfallgefahr werden kann. Beim zweiten Wischen mit klarem Wasser sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Seifenrückstände entfernt werden.

    Tipp: Naturstein nicht mit einem Dampfreiniger bearbeiten!

  • PVC-Böden
    Der Fußboden aus PVC wird ganz einfach mit lauwarmem Wasser und Essig gereinigt, er sollte aber zusätzlich jeden Tag wenigstens einmal gefegt werden, damit keine Kratzer entstehen. Sand und kleine Steinchen sind für PVC-Böden eine ernste Gefahr. Daher sollten diese Böden auch niemals mit Straßenschuhen begangen werden.

    Der Fußboden aus PVC wird ganz einfach mit lauwarmem Wasser und Essig gereinigt, er sollte aber zusätzlich jeden Tag wenigstens einmal gefegt werden, damit keine Kratzer entstehen. ( Foto: Shutterstock- New Africa_)

    Der Fußboden aus PVC wird ganz einfach mit lauwarmem Wasser und Essig gereinigt, er sollte aber zusätzlich jeden Tag wenigstens einmal gefegt werden, damit keine Kratzer entstehen. ( Foto: Shutterstock- New Africa_)

  • Fliesen-Fußböden
    Fliesen sind sehr unempfindlich und fast resistent gegen Verschmutzungen aller Art. Die Reinigung mit Wasser und Spülmittel ist hier ausreichend. Tipp: Nur ganz wenig Spülmittel verwenden, denn dieses schäumt ansonsten zu stark auf. Das hinterlässt Schlieren und kann bewirken, dass sich die Oberfläche der Fliesen leicht schmierig anfühlt.

    Wer glänzende Fliesen haben möchte, sollte auf einen Fliesenwischer setzen. Hartnäckige Flecken hingegen werden mit Essigessenz und einer kleinen Bürste entfernt.

  • Kork-Böden
    Eine pH-neutrale Seife ist ausreichend, wenn der Kork-Bodenbelag geölt ist. Wurde er mit Lack versiegelt, kann er auch mit Essigessenz gereinigt werden. Wichtig ist, dass wie bei einem Holzboden keine Nässe auf den Fußboden einwirken kann. Experten sprechen von einem „nebelfeuchten“ Lappen, mit dem gewischt wird. Zudem braucht der Korkboden regelmäßig eine Überarbeitung, damit die schützende Ölschicht erneuert wird.
  • Teppichböden
    Teppichböden sollten regelmäßig abgesaugt werden, denn hier verschwinden kleinste Haare, Krümel und Sandkörnchen in den mehr oder wenigen hohen Flusen. Ein kleinerer, leichter Teppich kann auch über eine Stange gehängt und wie früher ausgeklopft werden. Es ist erstaunlich, wie viel Schmutz noch herausfällt, obwohl der Teppich schon abgesaugt wurde.

    Flecken werden am besten mit einer Mischung aus Natron und Speisestärke behandelt. Beides wird auf den Boden aufgebracht, danach wird die Mischung mit Wasser besprüht. Mithilfe einer nicht zu harten Bürste kann das Reinigergemisch eingearbeitet werden. Nach dem Trocknen muss es nur noch abgesaugt werden. Auch der Dampfreiniger kann verwendet werden, dann allerdings ohne das Hausmittel aus Speisestärke und Natron.

    Teppichböden sollten regelmäßig abgesaugt werden, denn hier verschwinden kleinste Haare, Krümel und Sandkörnchen in den mehr oder wenigen hohen Flusen. ( Foto: Shutterstock- PH888)

    Teppichböden sollten regelmäßig abgesaugt werden, denn hier verschwinden kleinste Haare, Krümel und Sandkörnchen in den mehr oder wenigen hohen Flusen. ( Foto: Shutterstock- PH888)

Noch einmal sei darauf hingewiesen, dass der Beanspruchungsgrad freilich dafür ausschlaggebend ist, wie häufig und wie intensiv die Reinigung der Fußböden nötig ist. Ein allein lebender Single ohne Haustiere muss mit deutlich weniger Schmutz kämpfen als die Familie mit Kind, Hund und Katze. Tägliches Saugen und zweitägiges Wischen können im letzteren Fall nötig sein.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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