Ladenarchitektur: Einrichtung des Geschäfts nach aktuellen Erkenntnissen

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Wer einen Laden neu einrichten will, versucht oft, ihn mit den Augen der Kunden zu sehen. Dies ist auch eine richtige Herangehensweise, doch es müssen bei der Ladenarchitektur auch psychologische Erkenntnisse berücksichtigt werden.

Architektur im Ladengeschäft: Überzeugen durch angepasstes Design

Eine Ladenfläche muss so gestaltet sein, dass sie den Kunden überzeugt. Das ist nur möglich, wenn bei der Architektur Planung eine klare Struktur ebenso berücksichtigt wurde wie ein modernes Design, das sich an den Kundenwünschen orientiert.

Vor allem bei einer kompletten Neueinrichtung haben Ladenbesitzer alle Möglichkeiten, verkaufsfördernde Erkenntnisse aus der Psychologie zum Beispiel die Farben oder die Platzierung der Einrichtungsgegenstände betreffend zu berücksichtigen. Wichtig: Nicht nur bei Ladengeschäften muss eine angepasste Struktur und Architektur bedacht werden, auch bei gastronomischen Einrichtungen ist diese relevant.

Eine Ladenfläche muss so gestaltet sein, dass sie den Kunden überzeugt. ( Foto: Adobe Stock -  zhu difeng  )

Eine Ladenfläche muss so gestaltet sein, dass sie den Kunden überzeugt. ( Foto: Adobe Stock – zhu difeng )

 

Umbauten und Einrichtungen clever umsetzen

Flächen zur Warenpräsentation müssen ebenso geschickt geplant werden wie Theken, Umkleidekabinen und der Sitzbereich im Laden. Der Raum, der für den Verkauf zur Verfügung steht, muss präsentabel sein, auf der anderen Seite soll er aber auch effektiv genutzt werden.

Wer sich hier unsicher ist, sollte sich nicht scheuen, die Profis ans Werk zu lassen, die die Ideen des Ladenbesitzers umsetzen und dabei die Erkenntnisse aus der eigenen Arbeit mit einfließen lassen. So kann mit einer geschickten Ladenarchitektur das Beste aus dem Raum herausgeholt werden.

Wichtig ist dabei, sich in den Kunden hineinzuversetzen. Was erwartet dieser, nachdem er den Laden betreten hat? Stammkunden sind bereit, sich auch nach einer Umbaumaßnahme im Laden zurechtzufinden. Neue Kunden hingegen wollen geführt werden und sofort erkennen, wo was platziert ist. Gleichzeitig ist es wichtig, die Kunden durch den Laden zu führen und ihnen ein möglichst vielfältiges Angebot zu präsentieren. Das ist nur möglich, wenn auch die Wirkung von Farben und verschiedenen Zonen im Laden berücksichtigt werden.

Neulinge in der Branche tun gut daran, sich an den bereits etablierten Unternehmen zu orientieren und aus den vielfältigen Umsetzungsvarianten die persönlich am besten passenden auszuwählen.  ( Foto: Adobe Stock -murattellioglu )

Neulinge in der Branche tun gut daran, sich an den bereits etablierten Unternehmen zu orientieren und aus den vielfältigen Umsetzungsvarianten die persönlich am besten passenden auszuwählen. ( Foto: Adobe Stock -murattellioglu )

 

Tipps zum Einrichten eines Ladens

Neulinge in der Branche tun gut daran, sich an den bereits etablierten Unternehmen zu orientieren und aus den vielfältigen Umsetzungsvarianten die persönlich am besten passenden auszuwählen. Diese müssen auch nicht eins zu eins umgesetzt, sondern sie können abgewandelt werden.

Wer mag, schaut sich die Überlegungen zur Ladeneinrichtung bei Verkaufsriesen an, bei denen alles auf maximalen Profit ausgelegt ist. Dort wird nichts dem Zufall überlassen oder ein Produkt an einer Stelle präsentiert, weil dort gerade noch Platz war! Alles hat ein System, das von Profis entworfen und umgesetzt wurde.

6 Tipps für eine empfehlenswerte Ladenarchitektur

Die Ladenarchitektur setzt nicht nur auf die Einrichtung mit Möbeln zur Warenpräsentation oder zum Wohlfühlen der Kunden. Auch die Einteilung in verschiedene Verkaufszonen ist wichtig.

Die folgenden Tipps helfen dabei, einen Laden sinnvoll und im Sinne der Umsatzerzielung einzurichten:

  1. Einrichtung von Verkaufszonen

    Bekannt ist, dass es in einem Laden Laufwege ebenso wie bestimmte Zonen gibt, die förderlich auf den Verkauf wirken sollen. Marketingstrategien spielen daher eine wichtige Rolle bei der Einrichtung eines Ladens. Die Verkaufstheke ist dabei ebenso wichtig, sie bietet den Platz für ein modernes Kassensystem. Wichtig: Das Sortiment des Ladens muss übersichtlich präsentiert werden.

    Die Ladenarchitektur setzt nicht nur auf die Einrichtung mit Möbeln zur Warenpräsentation oder zum Wohlfühlen der Kunden. ( Foto: Adobe Stock -   Heorshe )

    Die Ladenarchitektur setzt nicht nur auf die Einrichtung mit Möbeln zur Warenpräsentation oder zum Wohlfühlen der Kunden. ( Foto: Adobe Stock – Heorshe )

  2. Gestaltung von Ladenzonen auf verschiedene Art

    Das Schaufenster gibt dem Kunden einen kleinen Einblick in alles, was er im Laden finden kann. Betritt er diesen dann, muss die eben geweckte Neugier noch gefördert werden. Eine Übersicht über das Sortiment sollte daher direkt nach dem Betreten des Ladens möglich sein. Mit ansprechenden Dekorationen lässt sich der Blick des Kunden lenken.

  3. Kunden sollen sich wohlfühlen

    Kunden sollen, wenn sie den Laden betreten haben, eine Art „Zuhause-Gefühl“ entwickeln. Das heißt, dass sie mit einer ansprechenden Einrichtung, mit Pflanzen und anderen wohnlichen Elementen willkommen geheißen werden. Die Laufwege der Kunden müssen aber immer noch frei bleiben.

  4. Strategische Planung als Maxime

    Ganz wichtig: Der Laden muss strategisch geplant werden, alles soll verkaufsfördernd wirken. Dennoch sind die Vorgaben von Feuerwehr und Berufsgenossenschaft ebenso zu berücksichtigen. Sinnvoll ist die Platzierung von Ladenregalen an den Wänden, sie werden durch ein individuelles Design zum Hingucker schlechthin. Mithilfe eines Wanddisplays ist es möglich, den Kunden in den hinteren Ladenbereich zu locken. In der Mitte des Ladens sollte sich ein Tisch befinden, auf dem weitere Waren platziert werden können.

  5. Verkaufsstarke Zonen einrichten

    In jedem Laden gibt es sowohl eine verkaufsstarke als auch eine wenig verkaufsstarke Fläche. Ladenbesitzer sollten diese kennen: Besonders verkaufsstark sind die Bereiche neben dem Eingang und an der Kasse, auch die rechte Wandreihe sowie die Kopfseiten der Gondelregale erweisen sich als stark. Dort sollten die Waren platziert werden, mit denen sich ein hoher Umsatz erwirtschaften lässt. Wichtig: Die Sichthöhe des Kunden berücksichtigen!

    Die Gänge in der Mitte, die linke Wand mit den dort befindlichen Regalen, die Bereiche rund um Treppen und Aufzüge sind weniger verkaufsstark und sollten daher mit Waren bestückt werden, mit denen sich geringere Umsätze erwirtschaften lassen.

  6. Keine festen Regeln?

    Eine Ladeneinrichtung darf ruhig modern sein und muss sich nicht an die gegebenen Normalitäten halten. Der Fokus liegt immer darauf, dass der Kunde ein positives Einkaufserlebnis geboten bekommt. Individualität bei der Ladenarchitektur ist wichtig, die eigene Marke muss unbedingt überzeugend präsentiert werden. Bei der Planung der Ladenarchitektur sollten also die genannten Punkte ebenso beachtet werden wie die eigene Kreativität.

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, wenn ein Ladengeschäft zum Erfolg geführt werden soll. ( Foto: Adobe Stock -zhu difeng )

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, wenn ein Ladengeschäft zum Erfolg geführt werden soll. ( Foto: Adobe Stock -zhu difeng )

 

Eine kleine Farbkunde

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, wenn ein Ladengeschäft zum Erfolg geführt werden soll. Nicht allein der bloße Wille des Ladenbesitzers zählt hier! Schon das Einrichten des Ladens ist ein Teil der Erfolgsfaktoren und sollte daher nicht unterschätzt werden.

Wichtig ist dabei vor allem die Optik des Raums, die durch die Gestaltung der Wände und des Bodens geprägt wird. Vereinfacht gesagt: Wenn schon die Waren immer bunter werden, sollte der Raum hier nicht mithalten! Eine zurückhaltende Farbgestaltung ist vor allem für kleine Räume und deren Design sinnvoll.

Es wirkt positiv auf das Geschäftsimage, wenn beispielsweise ein Elektronikladen auf helle Wände mit lediglich einigen dunklen Akzenten setzt. In einer Boutique oder einem Geschenkeladen hingegen kann ein heller, aber farbiger Wandanstrich zum längeren Verweilen des Kunden beitragen. Einladend wirken vor allem sanfte Blau- und Rottöne, ein helles Grün oder auch ein angenehmes Beige.

Für den Fußboden gilt: Dieser sollte in kleinen Räumen durchgängig sein. Eine Unterbrechung würde den Raum optisch noch verkleinern. Ein Laminat wird darüber hinaus bestenfalls längs zur Tür verlegt, so bekommt der Raum mehr Tiefe. Soll er breiter wirken, ist das Verlegen freilich quer sinnvoller, allerdings lässt sich eine größere Breitewirkung auch mit Querstreifen bzw. einer Bordüre an der Wand erreichen.

Tipp: Wer eine kleine Verkaufsfläche optisch vergrößern möchte, kann zudem mit Spiegeln arbeiten. Diese müssen geschickt platziert werden und vergrößern durch die Reflexion einen Raum stark.

Die Ladenarchitektur sollte ein in sich stimmendes Konzept sein. ( Foto: Adobe Stock -  marog-pixcells _)

Die Ladenarchitektur sollte ein in sich stimmendes Konzept sein. ( Foto: Adobe Stock – marog-pixcells _)

 

Helligkeit bei der Ladenarchitektur berücksichtigen

Wie bei einem Spiegel können mit Lampen tolle Raumwirkungen erzeugt werden. Wird die Lichtquelle gut platziert, kann sie Weite schaffen. Elegant sind LEDs in der Decke, eine punktuelle Beleuchtung sorgt für Lichtinseln. Diese wiederum wirken sich verkaufsfördernd aus, denn sie ziehen die Blicke der Kunden an. Das Schaufester ist dabei bestenfalls in die Lichtkonzeption des Ladens mit einzubeziehen.

Auch bei der Möblierung kommt es auf Helligkeit an. Weniger Möbelstücke, die helle Fronten haben, wirken angenehm und einladend. Der Kunde fühlt sich wohl und nicht wie bei vielen dunklen Möbeln eingeengt. Einzelne Farbtupfer sind möglich, wobei auch die Stile der Möbel variieren können.

Warum nicht ein einzelnes Teil aufstellen, dass eher ein Erbstück sein könnte als ein Teil einer modernen Ladeneinrichtung? Ein wenig Kreativität ist gefragt, denn aus all den genannten Punkten entsteht zusammen mit den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eine sehr persönliche, einladende und verkaufsfördernde Ladenarchitektur.

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