Ankleidezimmer planen: Von Dachschräge bis Steckdosen. 1001 Dinge, die Dich nerven werden, wenn Du sie nicht beachtet hast

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Von wegen, ein Ankleidezimmer ist nur der Luxus der Reichen und Schönen! Längst haben sich Ankleidezimmer auch in weniger gut situierten Haushalten etabliert, denn ihre Vorteile sind unschlagbar. Beim Planen gibt es einiges zu beachten.

Ankleidezimmer planen: Bitte unbedingt beachten

Noch ehe es daran geht, den Schrank im Ankleidezimmer mit erlesenen Hemden füllen zu können, ist das Planen wichtig. Denn: Ohne richtige Planung kein nutzbares und sinnvolles Ankleidezimmer! Natürlich können wir an dieser Stelle nicht wirklich 1001 Tipps geben, was alles bei der Planung und Gestaltung beachtet werden sollte. Doch die folgenden 18 Planungshinweise geben zumindest einige Anhaltspunkte.

Tipp #1: Umfassende Analyse starten

Was so wissenschaftlich klingt, hat nichts mit Mathematik zu tun, wobei ein bisschen Statistik schon dabei ist. Wer ein Ankleidezimmer planen möchte, sollte herausfinden, ob mehr Hosen, Kleider oder Röcke Platz finden müssen. Geht es um das Unterbringen von T-Shirts und Pullovern oder um Hemden und Blusen?

Sollen Handtaschen und Schuhe mit Platz finden? Im Jahr 2019 gaben die Deutschen laut Statista 64 Milliarden Euro für Kleidung aus. Wieviel davon in dem zu planenden Ankleidezimmer landen muss, sollte man sich vorher klarmachen.

Das Ankleidezimmer kann eher klein sein und einem begehbaren Kleiderschrank ähneln. Es kann aber auch sehr groß sein, sodass in der Mitte eine Schrankinsel Platz findet.  ( Foto: Shutterstock-Beyond Time )

Das Ankleidezimmer kann eher klein sein und einem begehbaren Kleiderschrank ähneln. Es kann aber auch sehr groß sein, sodass in der Mitte eine Schrankinsel Platz findet. ( Foto: Shutterstock-Beyond Time )

Tipp #2: Größe planen

Das Ankleidezimmer kann eher klein sein und einem begehbaren Kleiderschrank ähneln. Es kann aber auch sehr groß sein, sodass in der Mitte eine Schrankinsel Platz findet. Ausgehend von der Größe in Länge und Breite kann auch die Höhe entsprechend geplant werden.

Wichtig: Wenn das Ankleidezimmer sehr hoch ist und die obere Kleiderstange ab einer Höhe von 1,70 m zu finden ist, sollte diese ausziehbar sein, um bequemer an die betreffenden Sachen zu kommen.

Tipp #3: Die Beleuchtung planen

Die Beleuchtung ist wichtig, damit man sich beim Anziehen im rechten Licht betrachten kann. Bloß kein kaltes Licht wählen, wie es in vielen Umkleiden in Kaufhäusern vorhanden ist! Wer sich in diesem Licht sieht, hat schon keine Lust mehr, auszugehen und sich weiter anzukleiden, denn kaum etwas ist frustrierender, als sich selbst in diesem furchtbaren Licht zu sehen.

Daher: Warmes Licht für die Beleuchtung wählen, am besten auf Glühlampen setzen, die „Tageslicht“ bieten.

Tipp #4: Alle nötigen Bereiche beleuchten

Bei der Beleuchtung geht es nicht nur darum, dass überhaupt Licht im Ankleidezimmer ist. Zum Planen gehört hierbei auch, dass alle wichtigen Bereiche beleuchtet werden. Ist der Schrank sehr tief, sollte im hinteren Bereich Licht sein, damit die Kleidungsstücke überhaupt erkennbar sind.

Auch Schubladen und Regalfächer können beleuchtet sein. Hierbei kann sogar farbiges Licht eingesetzt werden, wobei ein dezentes blaues Licht eine wunderbare Harmonie verspricht. Ob Spots oder eine Lichtleiste – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Von wegen, ein Ankleidezimmer ist nur der Luxus der Reichen und Schönen! Längst haben sich Ankleidezimmer auch in weniger gut situierten Haushalten etabliert, denn ihre Vorteile sind unschlagbar. ( Foto: Shutterstock-Archi_Viz )

Von wegen, ein Ankleidezimmer ist nur der Luxus der Reichen und Schönen! Längst haben sich Ankleidezimmer auch in weniger gut situierten Haushalten etabliert, denn ihre Vorteile sind unschlagbar. ( Foto: Shutterstock-Archi_Viz )

Tipp #5: Möglichst auf Tageslicht setzen

Im Idealfall besitzt das Ankleidezimmer ein Fenster. Wer ein Haus baut und ein Ankleidezimmer haben möchte, sollte daher gleich ein Fenster an der passenden Stelle planen, denn nur mit Tageslicht lässt sich die Kleidung wirklich betrachten. Damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt, wenn das im Zimmer zusammengestellte Outfit draußen präsentiert wird!

Tipp #6: Bunte Beleuchtung gewünscht?

Wer abends gern ausgeht, möchte sich vielleicht schon beim Ankleiden auf die Party einstimmen. Eine bunte Beleuchtung hilft dabei ungemein! Diese kann von vornherein installiert werden oder wird nachträglich in Form einer Discokugel oder bunten Lampen aufgestellt. Dafür die Steckdosen nicht vergessen!

Tipp #7: Steckdosen planen

Natürlich braucht das Ankleidezimmer auch genügend Steckdosen. Ab und zu muss hier der Staubsauger durchflitzen, ein Handstaubsauger soll vielleicht sogar immer vorhanden sein, um kleine Fusseln an der Kleidung zu entfernen. Dieser braucht eine Ladestation, die wiederum nicht ohne Steckdosen auskommt. Steckdosen sind auch in den Schränken sinnvoll, so können elektrische Geräte einen Platz und ihre Ladestation finden.

Tipp #8: Schränke für die Dachschräge planen

Ein Ankleidezimmer kann in fast jedem Raum des Hauses entstehen. Sogar in einer Dachschräge! Das Fehlurteil, dass sich hier kaum Kleidung unterbringen ließe, ist heutzutage angesichts passgenauer und individuell zu schreinernde Schränke unhaltbar geworden.

Ein Tischler kann sich der Sache annehmen und passende Schränke bauen, auch online lassen sich Schränke für die Dachschräge bestellen. Niemand sagt allerdings, dass solche Maßschränke günstig sind!

Die einen sagen, ein Ankleidezimmer mit offenen Schränken sieht deutlich luxuriöser aus und präsentiert schon beim Betreten die riesige Auswahl.  ( Foto: Shutterstock- Suwatchai Pluemruetai )

Die einen sagen, ein Ankleidezimmer mit offenen Schränken sieht deutlich luxuriöser aus und präsentiert schon beim Betreten die riesige Auswahl. ( Foto: Shutterstock- Suwatchai Pluemruetai )

Tipp #9: Schränke mit Schiebetüren versehen?

Die einen sagen, ein Ankleidezimmer mit offenen Schränken sieht deutlich luxuriöser aus und präsentiert schon beim Betreten die riesige Auswahl. Andere hingegen sind der Meinung, dass Schiebetüren alles verdecken, was eben nicht jeder direkt sehen soll, außerdem verhindern sie ein unnötiges Einstauben der Kleidung.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und so bleibt es eine individuelle Entscheidung, ob beim Planen des Ankleidezimmers Schranktüren mit berücksichtigt werden oder nicht.

Tipp #10: Schubladen mit Glasfronten nutzen

Das Problem kennt sicherlich jeder: Es gibt im Schrank unzählige Schubladen und keiner weiß so recht, was sich dahinter verbirgt. Sind hier die Socken und dort die Unterwäsche?

Eine Schublade mit Glasfront (oder einer Front mit eingelassenem Plexiglas) ist dabei eine gute Investition, denn so lässt sich bereits beim ersten Blick erahnen, welche Einzelheiten des begehbaren Kleiderschranks sich hier verbergen.

Tipp #11: Wie groß sollte der begehbare Kleiderschrank sein?

Wer das Ankleidezimmer planen möchte, fragt sich vielleicht, wie groß es sein sollte. Fakt ist: Ein „zu groß“ gibt es nicht – das werden zumindest alle Damen bestätigen können. Das Zimmer sollte mindestens zwei Meter breit sein, wenn ein Schrank mit einer Tiefe von 60 cm untergebracht werden soll.

Auch in der Länge ist dieses das Mindestmaß, sodass sich wenigstens vier Quadratmeter ergeben. Wer kein ganzes Ankleidezimmer planen, sondern nur eine Ecke des Schlafzimmers einrichten möchte, sollte darauf achten, dass der begehbare Kleiderschrank wenigstens 1,20 m in der Tiefe aufweist. Ansonsten wird es eher ein Balancieren als ein Begehen werden!

Die Kosten des Ankleidezimmers können nicht pauschal angenommen werden.  ( Foto: Shutterstock-_LEKSTOCK 3D  )

Die Kosten des Ankleidezimmers können nicht pauschal angenommen werden. ( Foto: Shutterstock-_LEKSTOCK 3D )

Tipp #12: Was kostet ein Ankleidezimmer?

Die Kosten des Ankleidezimmers können nicht pauschal angenommen werden. Angefangen von 1000 Euro für einen begehbaren Eckkleiderschrank über 3000 Euro für hohe Schränke, die an zwei Wänden verteilt werden, bis in den fünfstelligen Bereich ist alles offen.

Abhängig ist der Preis aber nicht nur von der Größe des Zimmers, sondern auch von der Einrichtung selbst. Wer auf große Spiegel aus Echtglas setzt, auf mehrere Steckdosen, die extra verlegt werden müssen, sowie auf individuelle Schränke, die individuell gefertigt werden, ist natürlich mit deutlich höheren Kosten dabei als jemand, der einfach Kleiderschränke an die Wand eines Raumes stellt und die Türen der Schränke abmontiert.

Tipp #13: Sammlungen unterbringen

Aus Hochglanzmagazinen sind derartige Ankleidezimmer bekannt: Sie beinhalten nicht nur die Sammlung an Kleidern und Krawatten, an Blusen und Jeans, sondern auch die Matchbox-Autos aus der Kinderzeit.

Frauen setzen eher weniger auf Spielzeug, sie brauchen dafür deutlich mehr Platz für Schuhe und Handtaschen, doch auch diese können zumindest teilweise als Sammlung durchgehen, die streng genommen lediglich Platz wegnimmt. Beim Planen unbedingt an solche Fächer denken, die letzten Endes sogar durchaus dekorativ sein können!

Tipp #14: Hundekörbchen integrieren

Was hat der Hund im Kleiderschrank zu suchen? Im Schrank natürlich nichts, doch im Ankleidezimmer schon! Will der vierbeinige Freund auch beim Anziehen dabei sein, braucht er einen Rückzugsort. Dort liegt oder steht er nicht im Weg, wenn es mal wieder schnell gehen muss, außerdem konzentriert sich die Sammlung an Hundehaaren (oder Haaren der Katze) auf einen Ort. Beim Planen unbedingt berücksichtigen!

Eine Modenschau mit der besten Freundin ist geplant? Oder es muss noch dringend darüber nachgedacht werden, welches Outfit denn das Beste ist?   Dann muss unbedingt ein Sitzkissen oder ein bequemer Sessel her.  ( Foto: Shutterstock-_Photographee.eu )

Eine Modenschau mit der besten Freundin ist geplant? Oder es muss noch dringend darüber nachgedacht werden, welches Outfit denn das Beste ist? Dann muss unbedingt ein Sitzkissen oder ein bequemer Sessel her. ( Foto: Shutterstock-_Photographee.eu )

Tipp #15: Einen Platz für die Merkliste einplanen

Die meisten kennen das Problem: Die nächste Shoppingtour steht an und im Laden wird überlegt, welche Größe es bei welcher Kleidermarke und welchem Teil denn sein muss. Eine Merkliste, die direkt im Ankleidezimmer geführt wird, hilft!

Tipp #16: Passende Kleiderbügel wählen

In vielen Schränken findet sich ein buntes Sammelsurium verschiedener Kleiderbügel. Das ist nicht besonders schön anzusehen! Wer wichtige Tipps bei der Einrichtung des Ankleidezimmers berücksichtigen will, muss daher unbedingt auch auf die passenden Kleiderbügel setzen. Nicht Draht-, Holz- und Kunststoffbügel kombinieren, sondern auf eine (farblich passende) Sorte setzen!

Tipp #17: Sitzkissen und Sessel platzieren

Eine Modenschau mit der besten Freundin ist geplant? Oder es muss noch dringend darüber nachgedacht werden, welches Outfit denn das Beste ist?

Dann muss unbedingt ein Sitzkissen oder ein bequemer Sessel her. Dieser ist nicht nur dekorativ, sondern kann sich farblich und stilistisch perfekt einpassen und damit für eine entspannte Stimmung sorgen. Diese ist beim Anprobieren der Sachen wichtiger als gedacht.

Tipp #18: Spiegel aufhängen

Nicht nur einfach ein Spiegel muss es sein, sondern mehrere!

Diese sollten so platziert werden, dass jeder im Ankleidezimmer einen Blick auf sich selbst von vorn, von der Seite und von hinten werfen kann. Für den perfekten Rundum-Blick bei der Anprobe!

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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