Nachtstrom: Nachtspeicherheizung spart jedes Jahr bares Geld

0

Die steigenden Nebenkosten veranlassen immer mehr Menschen dazu, über mögliches Sparpotenzial im Haus nachzudenken. Besonders die Heizkosten machen einen hohen Teil der Betriebskosten aus.

Um Nachzahlungen am Ende des Jahres zu vermeiden, sollte man über Alternativen zur Öl- oder Gasheizung nachdenken. Eine Lösung wäre eine Nachtspeicherheizung, die den günstigen Tarif von Nachtstrom nutzt.

Nachtstrom optimal nutzen mit Nachtspeicherheizung (Video)

Eine Nachtspeicherheizung oder ein Nachtspeicherofen wird mit Strom betrieben. Dabei handelt es sich allerdings um günstigeren Nachtstrom.

Informationen zu den verschiedenen Stromtarifen finden Sie im Strom Magazin. Durch den nächtlichen Stromtarif entstehen bei der Erwärmung des Speichers wesentlich geringere Kosten als bei einer herkömmlichen elektrischen Heizung.

Über Nacht wird dieser Strom in Wärme umgewandelt, die in einen Nachtspeicher gelangt. Am darauf folgenden Tag kann der Speicher die Wärme dann zum Heizen abgeben.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei grundlegenden Nachtspeicher-Modellen:

  • Zentrale Nachtspeicherheizungen
  • Nachtspeicheröfen

Zentrale Nachtspeicherheizungen

Die zentralen Nachtspeicherheizungen besitzen entweder einen Wasserspeicher oder einen Feststoffspeicher. Beide Varianten funktionieren aber nach dem gleichen Prinzip.

Im ersten Fall wird das Wasser nachts elektrisch erwärmt und am Tag mit einer Pumpe in das Rohrsystem der Heizkörper transportiert. Der Feststoffspeicher besteht in der Regel aus Magnesit, das sehr speicherfähig ist.

Statt mit einer Pumpe wird die Wärme, die im Magnesit gespeichert wurde, mittels Ventilatoren an das Wasser im Heizkörper übertragen.

Video: Allbau – Video Nachtspeicherheizung

Nachtspeicheröfen (Video)

Bei Nachtspeicheröfen handelt es sich um dezentrale Heizungen, die aus Heiz- und Speicherelementen sowie einer starken Isolationsschicht bestehen.

Trotz dieser guten Dämmung der Heizung wird bei vielen Geräten ein Wärmeverlust über das Gehäuse festgestellt. Die gespeicherte Wärme wird über Ventilatoren in den Raum abgegeben.

Vorteile der nächtlichen Energiespeicherung

Es gibt viele Vorteile, die für die Installation einer Nachtspeicherheizung sprechen.

  1. Geringe Anschaffungskosten: Sowohl der Kauf als auch die Installation einer Nachtspeicherheizung sind relativ kostengünstig.
  2. Schneller und einfacher Einbau: Für eine Nachtspeicherheizung entsteht kein großer Platzbedarf. Sie können in kurzer Zeit ohne große Umbaumaßnahmen eingebaut werden. Durch diesen Vorteil sind sie besonders bei Sanierungen sehr beliebt.
  3. Geringe Folgekosten: Eine Nachtspeicherheizung ist sehr wartungsarm und in der Regel störungsfrei. Außerdem spart man sich die Kosten für einen Schornstein und die darauf folgenden Schornsteinfegerkosten. Man benötigt keinen zusätzlichen Gasanschluss und muss keinen Brennstoff wie z. B. Holz lagern.
  4. Nachtstromtarif: Er ist wesentlich günstiger als Tagstrom. Die Heizkosten werden ebenfalls sinken.

Natürlich gibt es bei Nachtspeicherheizungen, wie bei jeder anderen Heizanlage, auch einige Nachteile. Diese werden aber vor allem durch den geringen Aufwand und die verhältnismäßig günstigen Kosten relativiert.

Video: Online-Seminar „Nachtspeicherheizung sanieren – Erfahrungsbericht eines Eigentümers“

Kostenberechnung einer Nachtspeicherheizung

Neben den Anschaffungskosten, die relativ gering sind, fallen eventuell Kosten für einen zweiten Stromzähler an. Dieser ist nötig, um den Verbrauch des Nachtstroms aufzuzeichnen. Die Kosten richten sich nach dem Volumen der Fläche bzw. der Räume, die man beheizen möchte.

Als Richtwert, um die Größe der Heizung festzulegen, kann man von ca. 50 Watt pro Kubikmeter ausgehen.

Um die benötigte Leistung einer Nachtspeicherheizung in einem Zimmer zu berechnen, benötigt man die Raumgröße, die Wandhöhe und den oben genannten Richtwert von 50W/m³.

Beispiel: Raumgröße 20 m²
Wandhöhe: 2,50 m
20 m² x 2,50 m = 50 m³ zu beheizendes Raumvolumen
50 m³ x 50 W/m³ = 2.500 Watt

Wie man auf dem Titelbild des Beitrags leicht erkennen kann, nehmen Elektrische Heizungen nur wenig Platz ein und können zudem schnell montiert werden.


Bildnachweis: © Titelbild: Yevhen Prozhyrko/BanksPhotos, Detailfoto: istock.com/SteffenHuebner

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Lassen Sie eine Antwort hier