Anemometer: Das Smart Home und seine Must Haves

Anemometer: Das Smart Home und seine Must Haves

In Smart Home

Ein Anemometer kann eine tolle Ergänzung für ein Smart Home sein und es noch sensibler machen. Infos über Windmesser-Arten und Verwendungsmöglichkeiten für das smarte Zuhause gibt es hier.

Jacke wie Hose: Anemometer und Windmesser

Wer das Wort „Anemometer“ das erste Mal hört, denkt meist unwillkürlich an Anemonen. Mit den solitär lebenden Wasserbewohner hat ein Anemometer aber wenig zu tun. Das Wort „Ánemon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutete „Wind“. Ein Anemometer ist also schlicht ein Gerät für die Messung der Windgeschwindigkeit. Ein etwas weiter verbreiteter Begriff wäre „Windmesser“. Anemometer und Windmesser bezeichnen also das gleiche Gerät.

Auf dem Dach des Nachbarn könnte beispielsweise ein Schalenkreuzanemometer aus Aluminium angebracht sein. Hierbei handelt es sich um ein weit verbreitetes Anemometer, welches die Windgeschwindigkeit mittels halbkugelförmigen Hohlschalen misst. (#1)

Auf dem Dach des Nachbarn könnte beispielsweise ein Schalenkreuzanemometer aus Aluminium angebracht sein. Hierbei handelt es sich um ein weit verbreitetes Anemometer, welches die Windgeschwindigkeit mittels halbkugelförmigen Hohlschalen misst. (#1)

Und auch, wenn das Wort recht ungebräuchlich ist, gesehen hat ein Anemometer im Alltag fast jeder schon mal. Entdecken kann man es bei größere Wetterstationen, die Windgeschwindigkeiten messen, aber auch im privaten Garten in der Nachbarschaft findet man sie mittlerweile häufig.

Anemometer-Arten im Überblick: Flügelrad, Windplatte und Ultraschall

Die häufigste und sicher auch die bekannteste Art des Anemometers ist das Schalenkreuzanemometer. Es hat eine senkrechte Achse und drei oder vier Schalen, die den Wind aufnehmen und den Windmesser so „antreiben“. Der Aufbau erinnert ein wenig an drei oder vier Suppenlöffel, die wie an einem Kreuz seitlich an einer Achse befestigt wurden. Starker Wind bedeutet eine schnelle Drehung der Halbkugeln. Die Anzahl dieser Drehungen wird elektronisch aufgezeichnet und als Maß für die Geschwindigkeit des Windes verwendet. Normalerweise wird diese dann in Metern pro Sekunde angegeben.

Infografik: Wie funktioniert die Messung der Windstärke bei einem Schalenkreuz-Anemometer?

Infografik: Wie funktioniert die Messung der Windstärke bei einem Schalenkreuz-Anemometer?

Das Schalenkreuzanemometer ist aber nur eines von vielen unterschiedlichen Anemometern. Zu den anderen Arten gehören zum Beispiel:

  • Die Windplatte

Die Windplatte ist eine der Anemometer-Arten, die auf eine besonders lange Tradition zurückblicken können. Es gibt zwei Ausführunge: die Schwingplatte und die Deflektionsplatte. Bei der Konstruktion mit der Schwingplatte ist eine bewegliche Platte mit einer Skala versesehen. Bewegt sich diese Platte bei Wind aus ihrer normalen Position, kann anhand dieser Skala die Windgeschwindigkeit abgelesen werden. Bei der Ausführung mit der Deflektionplatte steht die Platte hingegen waagerecht und wird im Neigungswinkel durch den Wind verändert. Auch bei dieser Ausführung ist eine Skala enthalten, welche diese Veränderungen anzeigt. Heutzutage gilt die Messung der Windgeschwindigkeit per Windplatte als eher ungenau, in der Praxis wird sie deshalb kaum noch eingesetzt.

  • Das Flügelrad-Anemometer

Diese Art von Anemometer ist mit einem Rotor ausgestattet. Dieser Rotor ist fest in einer Vorrichtung verankert und dreht sich, je nach Stärke des Windes, mal mehr und mal weniger. Der Rotor treibt mit Hilfe des Windes ein Zählwerk an, das dann die Windgeschwindigkeit anzeigt. Wer sich einen Handwindmesser zulegen möchte, wird wahrscheinlich zu dieser Variante greifen. Der Aufbau ist einfach, dabei aber effektiv und das Gerät kann überall eingesetzt werden. Die Messungen sind genau und diese Art von Anemometer kann selbst bei starkem Wind problemlos eingesetzt werden.

Eine weitere Variante ist das sogenannte Flügelrad-Anemometer, welches man auch als Handwindmesser bezeichnet. (#2)

Eine weitere Variante ist das sogenannte Flügelrad-Anemometer, welches man auch als Handwindmesser bezeichnet. (#2)

  • Das Ultraschall-Anemometer

Ein solches Anemometer verwendet, wie der Name schon vermuten lässt, Ultraschallwellen, um die Geschwindigkeit des Windes zu messen. Es besteht aus einem Sender und einem Empfänger, zwischen denen diese Wellen hin und her gesendet werden. Diese Ultraschallwellen werden vom Medium, in dem sie sich ausbreiten, mitgeführt, sodass die Laufzeit der Signale über eine Strecke einer festgelegten Länge von der Durchströmung eben dieser Messstrecke abhängt.

Ein Anemometer dieser Art verfügt in der Regel über mehrere Messstrecken zwischen seinen Ultraschallsendern beziehungsweise -empfängern, über die die Schallgeschwindigkeit in verschiedene Raumrichtungen gemessen wird. Mit Hilfe dieser Daten berechnet dann die Messelektronik die horizontale und vertikale Windgeschwindigkeit. Moderne Wetterstationen, die auch mit einem Smart Home verbunden werden können, verwenden oft diese Art von Anemometer.

Bei großen Wetterstationen kommen häufig auch Ultraschall-Anemometer zum Einsatz. Hier messen Ulttraschallwellen die Geschwindigkeit des Windes, es besteht aus einem Sender und einem Empfänger und erinnert optisch an die Fangarme einer Krake. (#3)

Bei großen Wetterstationen kommen häufig auch Ultraschall-Anemometer zum Einsatz. Hier messen Ulttraschallwellen die Geschwindigkeit des Windes, es besteht aus einem Sender und einem Empfänger und erinnert optisch an die Fangarme einer Krake. (#3)

Verschiedene Ausstattungen & unterschiedliche Funktionen

Wer sich auf die Angaben des Wetterberichts nicht verlassen und die Windgeschwindigkeit lieber selber messen möchte, kann also zu verschiedene Arten von Anemometern greifen. Zudem gibt es auch verschiedene Varianten wie portable Versionen oder aber stationäre Ausgaben. Je nach Preisklasse unterschiedet sich selbstverständlich die Ausstattung.

Und wer sein Anemometer besonders effektiv nutzen will, sollte sich am besten für ein Gerät entscheiden, das zusätzlich zu dem Messen der Windgeschwindigkeit noch zusätzliche Funktionen bietet. Ein Datenlogger, der die gemessen Werte speichert, kann ebenso sinnvoll sein wie eine WLAN-Funktion, die es ermöglicht, die gespeicherten Daten am Laptop auszuwerten und zu vergleichen.

Je mehr Funktionen ein Anemometer hat, desto teurer ist es in der Regel auch. Immerhin bekommt man aber auch mehr für sein Geld. Welche Geräte mit welchen Funktionen ausgestattet ist und zu den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen passt, können Interessierte am besten über Produktvergleiche oder Verbrauchertests erfahren.

Mit der richtigen Wetterstation und mit den richtigen Einstellungen im Smart Home können Sie individuell auf das Wetter reagieren. Die Sonne kommt raus und Sie wollen kühle Räume nach Feierabend? Dann nichts wie runter mit den Rolläden - und ganz einfach per Handy von Unterwegs. (#4)

Mit der richtigen Wetterstation und mit den richtigen Einstellungen im Smart Home können Sie individuell auf das Wetter reagieren. Die Sonne kommt raus und Sie wollen kühle Räume nach Feierabend? Dann nichts wie runter mit den Rolläden – und das ganz einfach per Handy von Unterwegs. (#4)

Ein Anemometer: Perfekt für ein Smart Home

Wer es wirklich umfassend möchte, sollte sich am besten gleich eine ganze Wetterstation anlegen. Da ist ein Anemometer dann natürlich dabei. Besonders in Kombination mit einem Smart Home ist eine solche Wetterstation erstaunlich vielseitig verwendbar. So kann man bei einigen Modellen über Sprachassistenten wie Alexa von Amazon Temperaturen abfragen.

Mit den richtigen Einstellungen kann das eigenen Smart Home sogar Aktionen auslösen, wenn bestimmet Wetterwerte unter- oder überschritten werden. Bei Regen können so zum Beispiel die Fenster geschlossen werden. Und misst das Anemometer starken Wind, kann das Smart Home dafür sorgen, dass die Rollläden heruntergefahren werden.

Eine komplette Wetterstation, wie die von Netatmo, gibt es etwa ab 170 Euro. Regenmesser und Anemometer sind da noch nicht dabei und kosten etwa nochmal so viel. Das klingt erst einmal wie ein recht hoher Preis, die meisten Wetterstation bieten in Verbindung mit dem eigenen Smart Home aber auch eine recht umfassende Liste von Leistungen. Dazu gehören zum Beispiel eigene Apps und ein Zugang über den Facebook Messenger. Wer sich für einen recht populären Hersteller entscheidet, wird zudem oft Teil einer großen Community, die bei Problemen weiterhelfen und Tipps für die Nutzung geben kann.


Infografik: ©Schwarzer.de
Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Zapp2Photo, – #01: solosergio, – #02: NATALINOSOVA, – #03: Lars Ove Jonsson, – #04: doomu

Marius BeilhammerAnemometer: Das Smart Home und seine Must Haves

Comments

  1. Jens

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Smart Home wird ja jetzt immer beliebter. Da gibt es mittlerweile auch viele Neuerungen.
    Mit besten Grüßen,
    Jens

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