Günstige Mietwohnungen: Hier liegt die Miete teils unter 5 Euro pro Quadratmeter

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Wer umziehen und noch nicht im eigenen Haus leben wird, sucht in der Regel günstige Mietwohnungen. Lokale Mietspiegel sind oft erschreckend. Gibt es überhaupt noch eine Stadt, in der die Miete niedrig ist?

Günstige Mietwohnungen vergeblich gesucht: Metropolen und ihre Speckgürtel

Zwischen Göttingen und Paderborn liegt ein kleiner Ort namens Borgentreich. Dort ist die Miete besonders niedrig, hier zahlen Mieter durchschnittlich unter vier Euro pro Quadratmeter.

Derartig günstige Mietwohnungen sucht man in München vergebens, denn hier sind die Mieten durchschnittlich bei 20,32 Euro je Quadratmeter festgesetzt. Die wenigen günstigeren Angebote belaufen sich immer noch auf mehr als 17 €/m².

Wo gibt es keine günstigen Mietwohnungen?

Wer wissen will, wo es günstige Mietwohnungen gibt, darf auf keinen Fall in den Metropolen schauen. München, Frankfurt am Main und Hamburg sind hier führend und erweisen sich miettechnisch als äußerst teures Pflaster. Überhaupt ist das Bundesland Bayern nicht gerade zimperlich, was Mieten angeht.

Da auch in Stuttgart ein ähnliches Problem herrscht, wurde dort die Mietpreisbremse für Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Damit ist festgelegt, dass die Mieten um nicht mehr als zehn Prozent im Vergleich zur ortsüblichen Miete steigen dürfen.

In Berlin gibt es den Mietendeckel, der besagt, dass die Mieten vorerst gar nicht steigen dürfen. Wirklich niedrig sind die Mieten hier dennoch nicht, sie liegen durchschnittlich bei 15,08 Euro je Quadratmeter.

Auch im Speckgürtel der großen Metropolen sind die Mieten hoch. Vereinfacht gesagt: Überall dort, wo es schick und hip ist, wo kulturelle und infrastrukturelle Einrichtungen in erreichbarer Nähe sind, wird auch die Miete angepasst. Hier regiert der Markt mit Angebot und Nachfrage und meist übersteigt Letztere sogar die Offerten auf dem freien Wohnungsmarkt.

Gern leben die Menschen in den grünen und ruhigen Randlagen der großen Städte, sind gleichzeitig aber schnell am Arbeitsplatz, da die Verkehrsanbindung gut ist. Folglich sind die Mieten nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch im stark gefragten Randgebiet sehr hoch.

Video: Hamburgs billigste Wohnungen: 60 Quadratmeter unter 500 Euro kalt

Wo kann man in Deutschland günstig wohnen?

Wer in Deutschland günstig wohnen will, sollte sich vor allem gen Osten orientieren. Die ostdeutschen Bundesländer punkten mit erstaunlich niedrigen Mieten und viele Städte warten sogar mit einem Mietpreis von weniger als fünf Euro pro Quadratmeter auf.

Beispiele für derart günstige Städte sind:

  • Elsterberg
  • Seifhennersdorf
  • Großschönau-Hainewalde
  • Treffurt

Aber auch größere Städte wie Chemnitz oder Gelsenkirchen punkten mit ihren niedrigen Mieten. Wie teuer es genau in welcher Stadt ist, zeigt die folgende Tabelle:

Günstige Mietwohnungen?
Quadratmeterpreise von Ein‑, Zwei‑ und Dreizimmerwohnungen
in den größten deutschen Städten
Stadt 1-Zimmer 2-Zimmer 3-Zimmer Mittel
Hamburg 22,29 Euro 17,08 Euro 17,07 Euro 17,66 Euro
München 21,80 Euro 20,17 Euro 19,87 Euro 20,32 Euro
Frankfurt am Main 20,88 Euro 17,13 Euro 15,74 Euro 17,08 Euro
Stuttgart 20,02 Euro 16,66 Euro 16,58 Euro 16,84 Euro
Karlsruhe 19,88 Euro 13,51 Euro 11,80 Euro 14,62 Euro
Köln 17,69 Euro 14,31 Euro 12,98 Euro 14,74 Euro
Düsseldorf 13,60 Euro 12,57 Euro 12,30 Euro 12,67 Euro
Berlin 12,51 Euro 15,17 Euro 16,66 Euro 15,08 Euro
Dresden 11,86 Euro 7,99 Euro 9,11 Euro 9,65 Euro
Mönchen-Gladbach 11,75 Euro 8,24 Euro 7,84 Euro 8,95 Euro
Bielefeld 11,74 Euro 9,57 Euro 8,56 Euro 9,51 Euro
Bremen 11,18 Euro 9,83 Euro 9,20 Euro 10,06 Euro
Dortmund 9,86 Euro 8,33 Euro 8,48 Euro 8,89 Euro
Essen 9,40 Euro 6,89 Euro 7,27 Euro 7,85 Euro
Leipzig 9,25 Euro 7,83 Euro 8,20 Euro 8,42 Euro
Bochum 8,92 Euro 7,32 Euro 8,14 Euro 8,07 Euro
Duisburg 8,83 Euro 6,39 Euro 6,17 Euro 7,01 Euro
Gelsenkirchen 7,77 Euro 6,80 Euro 6,23 Euro 6,93 Euro
Wuppertal 7,45 Euro 7,14 Euro 7,34 Euro 7,31 Euro
Chemnitz 5,30 Euro 4,93 Euro 4,93 Euro 5,05 Euro
Mittelwert 12,80 Euro 11,93 Euro 11,62 Euro 12,04 Euro
Quelle

Fazit: Wer dort sucht, wo kaum jemand wohnen will, findet tatsächlich günstige Mietwohnungen. Auch der ländliche Raum bietet hier erstaunliche Mietpreise, die oft nur knapp über vier Euro pro Quadratmeter liegen. Ein wenig Suchen lohnt sich, außerdem sollte aber die Frage der Mobilität geklärt sein. Wer täglich viele Kilometer bis zur Arbeit zurücklegen muss und dafür hohe Fahrtkosten einkalkuliert, kommt meist besser (da zeit- und geldsparender), wenn die Wohnung in der Stadt liegt. Auch wenn die Miete dann höher ist!

Wichtige Fragen bei der Wohnungssuche: Günstige Mietwohnungen finden

Nachdem nun klar ist, wo günstige Mietwohnungen zu finden sind, gibt es sicherlich weiter Fragen, die im Folgenden geklärt werden sollen. Übrigens: Dank der Förderung von Wohneigentum in den einzelnen Bundesländern kann es sinnvoll sein, über den Kauf einer Immobilie nachzudenken.

Die Preisspannen sind bei Immobilienkäufen ähnlich gelagert wie bei Mietwohnungen: In stark gefragten Regionen sind auch die Kaufpreise hoch.

Günstige Mietwohnungen im Plattenbau ( Foto: Shutterstock-hanohiki )

Günstige Mietwohnungen im Plattenbau ( Foto: Shutterstock-hanohiki )

Wie finde ich günstige Mietwohnungen?

Eine günstige Mietwohnung findet man so:

  1. Möglichkeit 1 für eine günstige Wohnung:
    Im Mietspiegel die Stadtteile mit den niedrigsten Mieten ermitteln. Dann dort einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen. Vielfach stehen Mietwohnungen mehrere Monate leer, bevor sie wieder inseriert werden. Entdeckt man eine leerstehende Wohnung im Stadtviertel, einfach die Mieter einer Nachbarwohnung nach den Kontaktdaten des Vermieters fragen und anrufen.
  2. Möglichkeit 2 für eine günstige Wohnung:
    In dem Stadtteil mit den niedrigen Mieten eine Familie am örtlichen Kindergarten ansprechen. Familien müssen selbst auf die Kosten achten und sind gewiss mit der Nachbarschaft vertraut. Da erh#ält man leicht einen guten Tipp.

Vor allem hilft es, ständig zu vergleichen. Die Wohnungssuche geschieht am besten nicht unter Zeitdruck, damit ausreichend Vergleichsmöglichkeiten genutzt werden können. Lokale Tageszeitungen, Immobilienbörsen im Internet, das Schwarze Brett im Supermarkt oder Bekannte, die ihre Augen und Ohren überall haben, sind gute Möglichkeiten, um an Angebote zu kommen. Diese können nach der Kaltmiete verglichen werden.

Sinnvoll ist es zudem, sich nicht auf eine bestimmte Straße festzulegen. Wer damit leben kann, dass die neue Wohnung zwei Straßen weiter von der „Wunschstraße“ entfernt ist, kann oft viel Geld sparen. Das zeigt sich vor allem in den Metropolen, wo der örtliche Mietspiegel unterschiedliche Preise für einzelne Stadtregionen ausweist.

Video: 6,4qm?! Eine Wohnung für 100€ Miete – Wie geht das? | Galileo | ProSieben

Wann finde ich günstige Mietwohnungen?

Günstige Mietwohnungen findet man am besten im Winter oder Spätherbst. Dann ist die Zahl der Wohnungssuchenden auf einem absoluten Tiefststand, gleichzeitig wollen die Vermieter einen Leerstand ihrer Wohnungen über den Winter vermeiden.

In der Folge gehen die Preise für die Miete runter, günstige Mietwohnungen sind sogar in den Großstädten zu finden. Auch der Umzug selbst ist im Winter am günstigsten, dann sind Umzugsunternehmen meist unterbeschäftigt.

Wo finde ich eine Mietwohnung mit Wohnberechtigungsschein?

Eine Mietwohnung mit Wohnberechtigungsschein findet man bei der zuständigen Verwaltung der Stadt. Dort gibt es das Sozialamt, welches wiederum den Wohnberechtigungsschein ausstellt – und auch angeben kann, welche Wohnungen in der Stadt damit zu erhaschen sind.

Er dient der Unterstützung besonders Bedürftiger und wird zum Beispiel an Arbeitslose oder alleinerziehende Mütter vergeben. Allerdings muss klar sein: Die Mietwohnung wird keinen Luxusansprüchen gerecht werden, sondern bietet schlicht und einfach den benötigten Wohnraum.

Für eine günstige Mietwohnung muss man oft lange suchen ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Für eine günstige Mietwohnung muss man oft lange suchen ( Foto: Shutterstock-fizkes)

In welcher Stadt lohnt sich der Wohnungskauf?

Der Wohnungskauf lohnt sich in Gelsenkirchen und in München. In Gelsenkirchen lohnt sich der Wohnungskauf, um dort selbst einzuziehen und zu leben. Die Kaufpreise sind niedrig und die angesagten Metropolen sind in wenigen Minuten anzufahren.In München lohnt sich der Wohnungskauf unter dem Aspekt des Investments, denn hier lassen sich hohe Mieten erzielen.

In welcher Stadt ein Wohnungskauf lohnend ist, zeigt sich unter anderem auch am örtlichen Mietspiegel. Dieser bezieht sich zwar auf die örtlichen Mieten, doch wo die Mieten hoch sind, ist auch der Wohnraum gefragt. Das wiederum spricht für die Wertstabilität, die hier zu erwarten ist. Wer die Wohnung später vermieten möchte, kann mit hohen Mieten rechnen.

Eine Mietwohnung aber, die in einer wenig gefragten Stadt erworben und später zur Vermietung angeboten wird, kann naturgemäß nur geringe Gewinne ermöglichen. Möglicherweise muss sogar ein zeitweiser Leerstand einkalkuliert werden.

Tipp: Im Internet findet sich ein Überblick über Hilfen zu Miete und Wohnen, der auch als Hilfestellung genutzt werden kann, wenn die Entscheidung für oder gegen einen Kauf von Wohneigentum gefällt werden soll.

Wo kann man in Deutschland günstig wohnen?

In Gelsenkirchen (Spitzenreiter in Deutschland) kann man sehr günstig wohnen. Um überall in Deutschland günstig wohnen zu können, lohnt sich ein Blick in die aktuellen Mietspiegel für einzelne Städte. Hieraus wird ersichtlich, wie hoch die Kosten für die Mietwohnung im Durchschnitt sein werden und daraus lässt sich wiederum erkennen, dass die Mieten in München, Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main besonders hoch sind.

Wer aber günstig wohnen will, muss sich möglichst weit unten in oben genannter Tabelle orientieren. Außer Chemnitz ist es auch das Ruhrgebiet, das vergleichsweise günstige Mietwohnungen bietet. Im Vergleich zu Wohnraum in München kostet eine Mietwohnung dort nur rund ein Drittel.

Um in Deutschland günstig wohnen zu können, lohnt sich ein Blick in die aktuellen Mietspiegel für einzelne Städte.  ( Foto: Shutterstock-Everett Collection )

Um in Deutschland günstig wohnen zu können, lohnt sich ein Blick in die aktuellen Mietspiegel für einzelne Städte. ( Foto: Shutterstock-Everett Collection )

Welches Bundesland hat die günstigsten Mieten?

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die günstigsten Mieten. Und das Bundesland Sachsen steht mir Nordrhein-Westfalen gleichauf. Welches Bundesland die günstigsten Mieten hat, ist vergleichsweise einfach zu klären: Generell sind es die ostdeutschen Bundesländer (ersichtlich am lokalen Mietspiegel), die mit sehr niedrigen Mietpreisen aufwarten. Hier wiederum sind es die grenznahen Regionen in Richtung Polen und Tschechien, die besonders günstige Mietwohnungen anbieten.

Entgegen der allgemeinen Annahme ist es in Richtung Küsten schon wieder teurer, denn die Nähe zum Meer und zu den großen Seen wie in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich die Vermieter gut bezahlen. Eine niedrige Miete ist aber auch in Nordrhein-Westfalen zu erwarten, das Ruhrgebiet wartet mit besonders günstigen Angeboten auf.

Im Gegensatz dazu stehen Bayern, Baden-Württemberg und auch das Saarland, hier ist der Preis für eine Mietwohnung besonders hoch. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die durchschnittlichen Einkommen dort höher sind, was die Miethöhe wieder ein wenig relativiert.

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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