Fußleisten befestigen: 6 Klebe-Varianten im Vergleich kennenlernen

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Sie möchten Fußleisten befestigen, stehen jedoch vor der Frage, welche Variante sich hier besonders anbietet? Tatsächlich gibt es unterschiedliche Methoden, die sich anbieten. Sie können die Sockelleisten kleben, Sie können aber auch auf Nägel, Schrauben oder Tacker zurückgreifen. Erhalten Sie hier alle relevanten Informationen.

Welche Schwierigkeiten zeigen sich beim Fußleisten befestigen?

Fußleisten befestigen ist scheinbar einfach. Setzen Sie sich jedoch mehr mit den einzelnen Methoden auseinander, kommt schnell die Frage auf, welche Varianten wirklich gut geeignet ist. Natürlich können Sie ganz klassisch mit Schrauben oder Nägeln arbeiten. Allerdings werden die Leisten dabei mit Löchern versehen. Zudem sind auf der Vorderseite die Hilfsmittel zu erkennen.

Schwierig wird diese Variante auch bei einer Mietsache, da Löcher in der Wand und im Boden entstehen. Eine Alternative ist der Kleber. Doch auch beim Kleber können sich Probleme zeigen. So benötigen Sie für die Verwendung beispielsweise eine Kartuschenpresse. Haben Sie diese nicht zur Hand, muss sie gekauft werden. Hier ist eine Investition in Höhe von rund 30 Euro notwendig.

Die Handhabung einer Kartuschenpresse ist nicht ganz einfach. Sie brauchen:

  • Fingerspitzengefühl
  • den richtigen Druck auf die Kartusche
  • optimalen Kleber

Die Hebelwirkung bei einer Kartuschenpresse ist nicht zu unterschätzen. Arbeiten Sie unsauber, tritt zu viel Kleber aus. Bedenken Sie auch, dass der Kleber anschließend schnell austrocknet. Reste können dann nicht mehr eingesetzt werden.

Sie investieren also Geld in den Kleber, in die Kartuschenpresse und benutzen beides möglicherweise nur einmalig zum Fußleisten befestigen. Es ist besonders ärgerlich, wenn das Ergebnis dann noch nicht einmal wirklich zufriedenstellend ist.

Fußleisten befestigen: Die Hebelwirkung der Kartuschenpresse ist nicht zu unterschätzen. (Foto: Shutterstock – Bildagentur Zoonar GmbH)

Fußleisten befestigen: Die Hebelwirkung der Kartuschenpresse ist nicht zu unterschätzen. (Foto: Shutterstock – Bildagentur Zoonar GmbH)

Life Hack: Finden Sie hier die Lösung zum Kleben der Fußleisten

Die genannten Nachteile beim Kleben der Fußleisten sind natürlich ärgerlich. Das heißt aber nicht, dass es sich nicht dennoch um eine gute Variante handeln kann. Eine Lösung für die Probleme ist der folgende Life Hack. Es gibt von Fischer einen Kleber, den Sie für einen Preis von rund 8 Euro im Baumarkt kaufen können. Was hebt diesen Kleber von anderen Angeboten ab? Tatsächlich ist es vor allem die integrierte Kartuschenpresse. Aber auch der Kleber selbst kann sich sehen lassen.

Sie benötigen keine separate Kartuschenpresse mehr. Stattdessen kaufen Sie einfach nur den Kleber. Dieser ist mit einem praktischen Hebel versehen. Durch Knopfdruck können Sie also eine hervorragende Dosierung umsetzen.

Die Nutzung ist einfach. Sie öffnen den Kleber an der Vorderseite über den Drehverschluss. Nun können Sie mit dem Hebel arbeiten. Das ist mit einem Finger möglich. Dadurch lässt sich die Fußleiste mit der anderen Hand sehr gut fixieren. Der Kleber wird auf die Leite aufgetragen und diese kann anschließend an der Wand befestigt werden.

Sind Sie fertig, können Sie die Tube wieder verschließen. Der Kleber lässt sich sehr gut aufbewahren. Das heißt, Sie können ihn auch später für andere Arbeiten verwenden. Der Kleber trocknet nicht aus. Das ist der zweite Vorteil, den das Produkt mitbringt.

Falls Sie sich die Frage stellen, für welche Projekte der Kleber eingesetzt werden kann, lohnt sich ein Blick auf die Tragkraft. Diese liegt bei immerhin 320 kg.

Video: Fußleisten befestigen: schnell & easy kleben und anbringen

Fußleisten befestigen mit Kleber: Vergleich der Optionen

Wollen Sie die Fußleisten mit Kleber anbringen, haben Sie natürlich den Vorteil, dass die Leisten nicht beschädigt werden und sich der Kleber teilweise auch wieder von der Wand entfernen lässt, wenn Sie die Leisten wieder abnehmen möchten oder Ihr Vermieter dies fordert. Ein Vergleich der einzelnen Möglichkeiten hilft Ihnen bei der Entscheidung:

Klebetechnik Durchführung Vorteile Nachteile
Montagekleber Der Montagekleber ist der Klassiker in Bezug auf die Anbringung von Fußleisten. Er hat eine hohe Standzeit. Daher ist es nicht schlimm, wenn Sie etwas mehr Zeit für die Befestigung brauchen. Der Kleber wird auf die Rückseite der Fußleisten zum befestigen aufgetragen.

Montagekleber hat sehr gute Standzeiten

Handhabung auch für Einsteiger möglich

Kann von Leisten und Wand wieder entfernt werden

Mehrfache Verwendung der Leisten möglich

Teilweise eher hochpreisig

Kauf einer Kartuschenpresse notwendig

Qualität der Kleber unterschiedlich

Kontaktkleber Auch der Kontaktkleber kann eingesetzt werden. Dabei ist es notwendig, den Kleber sowohl an die Wand als auch an die Fußleisten anzubringen. So können die Leisten dann angeklebt werden.

Kontaktkleber hat eine gute Haltbarkeit

Die Anwendung ist recht einfach

Haltbarkeit gilt für verschiedene Untergründe

Es muss recht viel Kleber eingesetzt werden

Auch die Wände müssen mit Kleber versehen werden

Entfernung nicht ganz einfach

Heißkleber Haben Sie Heißkleber zur Hand, können Sie diesen für die Befestigung nutzen. Es reicht, den Kleber auf die Leisten aufzutragen und diese dann direkt an der Wand anzubringen. Allerdings trocknet er besonders schnell, hier muss also effektiv gearbeitet werden. Normalerweise eine sehr gute Haltbarkeit

Handhabung und Umsetzung sind recht einfach

Verwendbar für unterschiedliche Untergründe

Heißkleber verläuft schnell

Dosierung kann schwierig werden

Leisten müssen schnell an die Wand gebracht werden

Klebebänder Es gibt spezielle Klebebänder für Fußleisten, die einfach eingesetzt werden können. Die Klebebänder werden einfach auf die Rückseite der Leisten geklebt oder können an der Wand angebracht werden. Anschließend lassen sich die Leisten befestigen. Klebebänder können ohne Rückstände gelöst werden

Relativ geringe Kosten

Kein Einsatz einer Kartuschenpresse notwendig

Halten nicht auf jedem Untergrund

Menge an Klebebändern vorher schwer abzuschätzen

Acryl Acryl wird vor allem für Bereiche empfohlen, bei denen das Material noch arbeitet. Grund dafür ist, dass es dehnbar ist. Die Verwendung ist vergleichbar mit dem Montagekleber. Relativ einfache Entfernung

Verwendung auf verschiedenen Untergründen möglich

Flexibel und oft unsichtbar

Haltbarkeit nicht optimal

Entfernung teilweise schwierig

Silikon Fußleisten befestigen mit Silikon ist ebenfalls möglich. Tragen Sie das Silikon einfach auf die Rückseite auf und kleben Sie die Leisten an. Fixieren Sie die Leisten so lange, bis das Silikon getrocknet ist. Silikon gibt es farblos

Handhabung ist einfach

Haltbarkeit sehr hoch

Lange Trockenzeiten

Entfernung vom Untergrund nicht einfach

Fußleisten befestigen ohne Kleber

Wie bereits kurz erwähnt, gibt es auch einige Alternativen zum Befestigen der Fußleisten mit Kleber. Aber auch bei diesen gibt es Vor- und Nachteile.

Checkliste „Befestigung der Fußleisten über Schrauben“

Häufig werden die Fußleisten mit Schrauben befestigt. Dafür müssen Sie jedoch Dübel in die Wand setzen und die Leisten mit Löchern versehen. Das ist nicht überall möglich und wird auch nicht durch jeden Vermieter genehmigt. Allerdings können Sie mit dekorativen Schrauben für einen Blickfang an den Leisten sorgen.

Fussleisten befestigen mit diesem Schrauben kein Problem. (Foto: Shutterstock - Colorshadow) Fussleisten befestigen mit diesem Schrauben kein Problem. (Foto: Shutterstock – Colorshadow)

Vorteile

  • Leisten lassen sich gut befestigen
  • Verwendung von ansprechenden Schrauben
  • Gut für verschiedene Untergründe einsetzbar

Nachteile

  • Löcher sind immer notwendig
  • Schäden an den Leisten können eintreten
  • Nicht ideal für Fliesen und Holz

Checkliste „Befestigung der Fußleisten über Nägel“

Recht schnell und einfach können Sie Fußleisten befestigen, wenn Sie zu Hammer und Nagel greifen. Dies geht vor allem bei weichem Mauerwerk sehr gut. Achten Sie darauf, dass die Nägel die richtige Länge haben, um eine optimale Haltbarkeit garantieren zu können. Stahlstifte bieten sich als Alternative an.

Fussleisten befestigen mit Nägeln (Foto: Shutterstoc - EstudiosOMH) Fussleisten befestigen mit Nägeln (Foto: Shutterstoc – EstudiosOMH)

Vorteile

  • schnelle und sehr einfache Befestigung
  • Stahlstifte können auch eingesetzt werden
  • Ideal bei weicherem Mauerwerk

Nachteile

  • Problematisch bei festem Mauerwerk
  • Nägel können die Leisten beschädigen
  • Nägel sind immer zu sehen

Checkliste „Befestigung der Fußleisten mit Tacker“

Für die Befestigung von dünneren Fußleisten kann ein Hochleistungs-Tacker zum Einsatz kommen. Dieser arbeitet mit einer guten Federwirkung und geht durch die Leisten durch. Die Nadeln aus dem Tacker sind jedoch erkennbar an der Vorderseite.

Fussleisten befestigen oder mit dem Tacker anbringen. (Foto: Shutterstock - Petr Smagin) Fussleisten befestigen oder mit dem Tacker anbringen. (Foto: Shutterstock – Petr Smagin)

Vorteile

  • Handhabung des Tackers ist einfach
  • Kleine Löcher in der Leiste kaum zu sehen
  • Auch für weiche Wände geeignet

Nachteile

  • Keine unsichtbare Befestigung möglich
  • Hochleistungs-Tacker muss gekauft oder geliehen werden
  • Kratzer an den Leisten möglich

Planung ist wichtig: So geht’s

Unabhängig davon, wie Sie die Fußleisten befestigen, brauchen Sie eine gute Vorbereitung:

• Bevor Sie die Fußleisten befestigen, müssen die jeweiligen Bereiche richtig ausgemessen werden. Notieren Sie sich die Ergebnisse genau und messen sie mehrfach nach.
• Werfen Sie einen Blick auf den Untergrund. Kleben Sie die Leisten an, sollten Sie die Angaben zum Untergrund mit den Hinweisen auf dem Kleber vergleichen.
• Schneiden Sie die Leisten nicht zu genau zu. Bereits kleine Abweichungen können sich später als schwierig erweisen. Besser ist es, dann noch nacharbeiten zu können.

Informationen zum Untergrund

Bevor Sie die Fußleisten befestigen, sollten Sie noch einmal genau auf den Untergrund schauen. Ist er sehr fest oder eher weich? Ist er trocken oder feucht? Sind die Oberflächen glatt oder eher staubig? Alle diese Faktoren wirken sich auf die Haltbarkeit der Methoden aus. Möchten Sie einen Kleber kaufen, sollten Sie darauf schauen, für welche Untergründe dieser geeignet ist.

Neoprenkleber ist oft sehr vielseitig einsetzbar. Dieser Montagekleber hält auf unterschiedlichen Untergründen. Es gibt jedoch auch Varianten, die nur bei einer trockenen und glatten Oberfläche wirklich gut greifen. Daher ist ein Vergleich der einzelnen Varianten zu empfehlen.

Als sehr effektiv haben sich auch Klebebänder erwiesen. Diese sollten jedoch auch für Sockelleisten geeignet sein. Wenn Sie darüber nachdenken, mit Stuckleisten zu arbeiten, brauchen Sie hier möglicherweise wieder anderes Zubehör, um diese auf dem Untergrund befestigen zu können.

  • Heimwerker-News.de

    Schritt 1

    Messen Sie die Wände aus und berücksichtigen Sie bei der Berechnung der benötigen Sockelleisten unbedingt den nötigen Verschnitt.

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    Schritt 2

    Kennzeichnen Sie auf den Fussleisten die Schnittstellen sowie nötige Gehrungsschnitte (falls Sie keine Eckverbinder nutzen wollen).

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    Schritt 3

    Schneiden Sie die Leisten passend zu. So wenig Verschnitt wie möglich produzieren.

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    Schritt 4

    Nun können Sie die Sockelleisten schrauben oder ankleben.

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    Schritt 5

    Entfernen Sie mit dem Cuttermesser die noch herausschauende Unterlegfolie, sollten Sie Parkett oder Laminat verlegt haben.

Fußleisten befestigen: Zusammenfassung

Mit der nachfolgenden Zusammenfassung erhalten Sie noch einmal einen Überblick über die wichtigsten Punkte für die Befestigung der Fußleisten.

  • 1. Verzichten Sie darauf, die Leisten zu stark zu kürzen. Ausgleiche von Lücken sind später schwieriger, als noch einmal bei der Länge nacharbeiten zu können.
  • 2. Müssen Sie auch Ecken mit Fußleisten versäubern, können Sie Eckverbinder verwenden. Dadurch ist das Ergebnis deutlich ansprechender.
  • 3. Damit die Fugen später denselben Abstand haben, sollten Sie einen Abstandshalter verwenden.
  • 4. Wollen Sie die Fußleisten allein befestigen, kann dies schnell schwierig werden. Gut ist es, wenn Sie sich Hilfe holen.

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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