Leder pflegen: diese Hausmittel sind die besten!

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Kleidung oder Möbel aus Leder haben einen unverwechselbaren und einzigartigen Look. Allerdings muss man Leder pflegen – Hausmittel lassen die Lederpflege günstig werden und schön, damit es wieder lange schön aussieht.

Leder pflegen Hausmittel: Möbel aus Leder ohne Aufwand zeitlos schön halten

Leder pflegen heißt nicht nur, Schuhe zu putzen und Bikerjacken zu fetten, damit alles weich und geschmeidig bleibt. Auch Möbel aus Leder müssen gereinigt und gefettet werden. Dabei kommen manche Leute auf die tollsten Ideen, doch nur wenige davon funktionieren wirklich. Wer beim Leder pflegen Hausmittel einsetzen möchte, sollte auf einige bewährte Mittel setzen.

Leder pflegen: Hausmittel zum Putzen und Reinigen zum Sommerende

Auch wenn es unglaublich scheint: Auch die Möbel im Inneren des Hauses werden im Sommer am stärksten beansprucht. Das Leder leidet unter hohen Raumtemperaturen und trockener Luft und sollte daher regelmäßig geputzt werden. Ein Ledersofa, welches bereits Flecken zeigt, ist aber unabhängig von der aktuellen Jahreszeit mit der Pflege dran! Vor allem Möbel, die im Raum so platziert sind, dass sie der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, leiden unter der starken UV-Strahlung im Sommer.

Auch im Winter kann es nötig sein, das gute Ledersofa zu putzen und zu pflegen, wenn es nämlich in einem Raum steht, in dem Kamin und Heizung für hohe Temperaturen und gleichzeitig trockene Luft sorgen.

Tipp: Leder darf nicht überpflegt werden. Das heißt, dass allzu viel durchaus ungesund ist und das Leder dann nur speckig und fleckig wird, wenn es zu viel Fett abbekommt. Es ist daher immer eine Frage der Notwendigkeit, ob die nächste Putzaktion für schöne und gepflegte Möbel aus Leder ansteht oder ob ein bloßes Absaugen nicht doch reicht.

 Leder darf nicht überpflegt werden. Das heißt, dass allzu viel durchaus ungesund ist und das Leder dann nur speckig und fleckig wird, wenn es zu viel Fett abbekommt.  ( Foto: Shutterstock-Galina_Lya )

Leder darf nicht überpflegt werden. Das heißt, dass allzu viel durchaus ungesund ist und das Leder dann nur speckig und fleckig wird, wenn es zu viel Fett abbekommt. ( Foto: Shutterstock-Galina_Lya )

Einfache Hausmittel: Leder pflegen mit Neutralseife

Um Leder pflegen zu können, muss dieses erst einmal gereinigt werden. Das ist mit einem einfachen Hausmittel leicht möglich: Neutralseife und destilliertes Wasser sind zum Reinigen ausreichend. Bitte kein normales Wasser verwenden, denn der darin enthaltene Kalk führt zu unschönen Flecken auf dem guten Ledersofa.

Vor der Feuchtreinigung sollte das Leder allerdings vorbereitet werden, indem grober Schmutz mithilfe des Staubsaugers entfernt wird.

Danach wird ein sauberes Tuch genutzt, mit dem die Seife aufgetragen werden kann. Das Tuch gut ausspülen, dann mit Wasser die Seife vom Leder abnehmen. Eingetrocknete Seife kann ebenfalls Flecken verursachen. Wichtig: Feuchtes Leder kann sich verformen, daher sollte das Sofa, wenn es gereinigt wird, nicht benutzt werden. Ansonsten bilden sich dort Beulen!

Leder pflegen und Flecken vorbeugen

Zum Leder pflegen zählt auch, es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass Flecken entfernt werden müssen. Durch das regelmäßige Einreiben mit einem guten Lederfett wird verhindert, dass zum Beispiel Flüssigkeiten in das Leder eindringen können. Die Gefahr, dass der verschüttete Kaffee einen Fleck hinterlässt, ist damit deutlich gemindert.

Ansonsten gilt, dass zum richtigen Leder pflegen das regelmäßige Einreiben mit einem guten Lederfett sinnvoll ist, vor allem die Sitz- und Rückenflächen sollten hier besondere Beachtung finden.

Durch das regelmäßige Einreiben mit einem guten Lederfett wird verhindert, dass zum Beispiel Flüssigkeiten in das Leder eindringen können.  ( Foto: Shutterstock-RusAKphoto )

Durch das regelmäßige Einreiben mit einem guten Lederfett wird verhindert, dass zum Beispiel Flüssigkeiten in das Leder eindringen können. ( Foto: Shutterstock-RusAKphoto )

Leder pflegen: Hausmittel im Kampf gegen Flecken

Wer beim Leder pflegen Hausmittel anwenden möchte, hat eine große Auswahl an verschiedenen Pflegemitteln. Die Bandbreite beginnt bei Bodylotion, die eine gute Lederpflegemilch ersetzt, und reicht bis zu Kartoffelmehl. Letzteres kann Fett binden, falls es auf dem Ledersofa ein Malheur gab und das Einziehen von Fett in das Leder verhindert werden soll.

Es gibt allerdings auch spezielle Ledereiniger, die fettlösend wirken. Diese sollten allerdings zuvor an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobiert werden, denn nicht jedes Leder verträgt diese Reiniger wirklich. Teilweise zeigen sich Farbveränderungen. Diese treten auch auf, wenn man Kleidung aus Leder pflegen möchte und diese bereits eine stark unterschiedliche Patina aufweist.

Video: Leder, Lederarten – ein Erklärungsversuch

Verschiedene Lederarten mit dem passenden Hausmittel pflegen

Die Frage nach dem richtigen Reinigen und Pflegen von Leder stellt sich nicht nur bezogen auf Ledermöbel. Auch Schuhe oder die Lederjacke wollen gut gepflegt werden! Dabei greifen die meisten Menschen sicherlich auf Schuhcreme zurück, die doch nichts anderes ist als Fett, das mit Farbpigmenten angereichert wurde. Wird Lederkleidung zu häufig gepflegt, kann sie speckig werden und zeigt dann Flecken, die durch die nicht mehr mögliche Aufnahme des Pflegemittels kommen.

Glattleder pflegen: Hausmittel machen Industriereiniger überflüssig

Schuhcreme mag kein Hausmittel sein, doch wer zum Beispiel eine Lederjacke pflege möchte, braucht kein industrielles Lederpflegemittel. Hierfür reicht die gute Schuhcreme, die schon seit Jahre für Schuhe und Lederwaren verwendet wird.

Ansonsten gilt, dass sich Glattleder am besten wie folgt reinigen und pflegen lässt:

  1. Kleidungsstücke oberflächlich von Staub und Schmutz befreien
  2. Schmutz mit feuchtem Tuch abreiben
  3. hartnäckige Flecken mit Neutralseife oder Haarshampoo entfernen
  4. Leder trocknen lassen
  5. Leder pflegen mit einem guten Hausmittel oder mit speziellen Lederpflegemitteln

Video: Tipp: Pflege von Kunstleder – Möbel oder Schuhe mit Lederimitat pflegen

Kunstleder reinigen und pflegen

Wenn es um das Leder pflegen geht, kann auch Kunstleder eine echte Herausforderung darstellen. Dieses ist zwar optisch bei guter Verarbeitung nicht von Echtleder zu unterscheiden, bei der Reinigung zeigen sich aber sehr wohl Unterschiede.

Nicht selten tauchen hier die tollsten Ideen auf, wie denn das Kunstleder am besten zu reinigen sei. Dabei ist es ganz einfach:

Die Vorreinigung erfolgt am besten mit dem Staubsauger, danach können Schmutzreste mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Das Babypflegetuch nimmt auch hartnäckigen Schmutz mit und spendet zugleich die nötige Feuchtigkeit. Auch bei Kunstleder gilt, dass es nicht durchnässt werden sollte. Notfalls kann es mithilfe eines auf Stufe „kalt“ gestellten Föns getrocknet werden. Eine spezielle Lederpflege braucht es freilich nicht.

Wildleder reinigen und pflegen

Wildleder lässt sich zwar leicht reinigen und pflegen, wird aber auch schnell speckig und bleicht aus. Es bedarf daher besonderer Aufmerksamkeit und sollte nicht mit einem Hausmittel gepflegt werden.

Hier kommt eher Wildlederspray zum Einsatz, das das Leder weich hält und reinigt. Danach wird eine Bürste eingesetzt, mit deren Hilfe sich das Leder wieder aufrauen lässt. Vor dem Bürsten muss Wildleder allerdings richtig trocken sein, damit es keinen Schaden nimmt!

Auch Polsterschaum kann alternativ verwendet werden. Nun wird eine farblose Flüssigpflege aufgebracht, die nur noch trocknen muss. Ein letztes Aufbürsten reicht, um das Wildleder wieder wie neu aussehen zu lassen.

Wildleder lässt sich zwar leicht reinigen und pflegen, wird aber auch schnell speckig und bleicht aus.  ( Foto: Shutterstock-  Sergey Neanderthalec )

Wildleder lässt sich zwar leicht reinigen und pflegen, wird aber auch schnell speckig und bleicht aus. ( Foto: Shutterstock- Sergey Neanderthalec )

Ideen zum Reinigen und Pflegen: Hausmittel zum Leder pflegen

Die folgenden Lederpflegemittel haben sich zum Leder pflegen durchaus bewährt und gelten als ideale Hausmittel, falls keine andere Lederpflege zur Hand ist.

Im Übrigen braucht es auch gar keine andere Lederpflege, denn diese Hausmittel sind allein Pflege genug:

  • Babypflegetuch gegen hartnäckigen Schmutz auf Kunstleder
  • weiche Bürste zum Aufbürsten von Velours- und Wildleder
  • Essigwasser gegen Flecken auf Leder
  • Feinwaschmittel
  • Feuerzeugbenzin gegen Flecken auf hellem Kunstleder
  • Kernseife als Neutralseife
  • Niveacreme zur Pflege von Glattleder
  • Radiergummi zum Aufrauen und zur Entfernung von Flecken auf Wildleder
  • Trockenshampoo zur Reinigung von hellem Wildleder

Um Leder pflegen zu können, dürfen aber auch die folgenden Pflegemittel eingesetzt werden, die die Bandbreite der Hausmittel ergänzen.

Wichtiger Tipp: Alle diese Mittel sollten ohne Silikone sein, denn nur so kann gewährleistet werden, dass die Poren des Leders nicht verstopfen.

Hier die im Handel erhältlichen Lederpflegemittel:

  • Pflegemilch
  • Pflegecreme
  • Lederfett
  • Lederöl
  • Imprägnierspray

Häufige Fragen rund um die Lederpflege bei Möbeln

Welches Pflegemittel für Ledercouch?

Um die Ledercouch zu pflegen, reicht eine handelsübliche Bodylotion ohne viele Zusätze. Auch eine Lederpflegemilch kommt infrage.

Zur Reinigung der Couch bitte Neutralseife und destilliertes Wasser verwenden, damit keine Wasser- oder Seifenflecken entstehen. Außerdem trocknet normale Seife das Leder aus und lässt es hart werden. Um nur groben Schmutz und Staub zu entfernen, reicht ein fusselfreies Staubtuch.

Ja, Leder lässt sich mit Vaseline pflegen. Dazu einfach dünn Vaseline auftragen  ( Foto: Shutterstock-  Aleksandr Kondratov )

Ja, Leder lässt sich mit Vaseline pflegen. Dazu einfach dünn Vaseline auftragen ( Foto: Shutterstock- Aleksandr Kondratov )

Kann man Leder mit Vaseline pflegen?

Ja, Leder lässt sich mit Vaseline pflegen. Dazu einfach dünn Vaseline auftragen und über Nacht einwirken lassen. Überschüssiges Fett kann am Morgen mit einem weichen Tuch abgenommen werden. Vaseline eignet sich vor allem für hart gewordenes Leder, um es wieder weich und wasserabweisend zu machen.

Wie behandelt man Leder?

Leder sollte regelmäßig gereinigt und gepflegt werden, damit es weich und wasserabweisend bleibt. Außerdem sollte es nicht durchnässen.

Zur Reinigung Neutralseife und Wasser verwenden, bitte keine normale Seife oder Geschirrspülmittel. Zur anschließenden Pflege eignet sich eine übliche Bodylotion, auch Lederfett und Lederpflegemilch sind zur Pflege von Leder gut geeignet.

Wie lange hält eine Ledercouch?

Wird die Ledercouch vorsichtig behandelt und sorgfältig gepflegt, kann sie sogar mehrere Jahrzehnte lang halten. Zehn bis zwanzig Jahre sind üblich, eine sich abzeichnende Patina macht das Teil zum Unikat.

Ein Sofa aus Kunstleder muss jedoch meist nach spätestens zwei Jahren und regulärer Nutzung neu bezogen werden.

Wie behandelt man altes Leder?

Altes Leder sollte gut gereinigt und danach gefettet werden, wenn es hart und rissig geworden ist. Das Einreiben mit Lederfett oder Vaseline ist möglich, teilweise können kleinere Lederteile auch in ein Ölbad gelegt werden. Wenn das Leder genügend Fett aufgenommen hat, kann es abpoliert werden (mit einem weichen Tuch). Durch leichte Bewegung wird das Leder wieder weich, Risse schließen sich durch das Fett.

Wie kann man Leder auffrischen?

Um altes Leder aufzufrischen, eignet sich ein Lederöl. Auch Rizinusöl ist gut geeignet und lässt das Leder wieder in altem Glanz erstrahlen. Wichtig ist die ausreichende milde Reinigung, erst danach sollte das Pflegemittel aufgetragen werden. Frisch geöltes Leder erscheint dann meist dunkler, der Farbton wird im Laufe der Zeit wieder ein wenig heller.

Wie oft muss man Leder pflegen?

Leder muss nicht oft gepflegt werden. Lederbezüge werden alle drei Monate gereinigt und gefettet, andere Teile aus Leder je nach Bedarf. Lediglich altes Leder braucht mehr Aufmerksamkeit, bis es wieder weich und geschmeidig wird. Schuhe aus Leder sollten nach jedem Kontakt mit Wasser gepflegt werden.

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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