Mietspiegel Berlin, München, Hamburg & Köln: Wo ist Wohnraum noch bezahlbar?

0

Wer sich einmal einen Mietspiegel angesehen hat weiß, die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt ist seit ein paar Jahren sehr angespannt. Besonders die großen Städte wie München, Berlin, Hamburg und Köln können sich nicht über fehlenden Zulauf beklagen. Dazu kommen die vielen Studenten, die in deutschen Universitätsstädten nach bezahlbaren Wohnungen suchen. Wir zeigen die vier größten deutschen Städte im Vergleich und verraten, wo man auch dort gut und günstig wohnen kann.

All diejenigen, die momentan auf Wohnungssuche sind oder sich in absehbarer Zeit eine neue Unterkunft suchen wollen, sollten sich auf nicht ganz einfache Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt gefasst machen. Lange Schlangen bei Massenbesichtigungen und horrende Maklergebühren sind leider keine Seltenheit. Daran hat auch die Mietpreisbremse, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, nicht viel geändert.

Was das neue Gesetz wirklich bewirkt, kann man hier nachlesen. Auf jeden Fall braucht man als Wohnungssuchender einen langen Atem und am besten viel Zeit. Das heißt: Machen Sie sich so früh wie möglich auf die Suche. Wer Zeit hat und nicht gleich auf das erstbeste Angebot angewiesen ist, hat einen klaren Vorteil. Außerdem sollten Sie sich gut informieren, um gezielt in bestimmten Stadtteilen auf die Suche zu gehen.

Die Preise innerhalb einer Stadt variieren stark, deswegen lohnt es sich, von Anfang an nur dort zu suchen, wo auch Wohnungen für das eigene Budget angeboten werden. Auf Seiten wie immowelt.de finden Sie alle hilfreiche Informationen über aktuelle Mietpreise und deren Entwicklung in den verschiedenen Städten und Stadtteilen.

Mietpreise in Berlin: Kontinuierlicher Anstieg seit Anfang des Jahres

Der Mietspiegel offenbart: in Berlin ist seit Januar ein Aufwärtstrend der Mietpreise zu verfolgen. Die Kurve steigt zwar nicht gravierend an, aber eine 40-m²-Wohnung, die im Januar noch für ca.10€/m² zu haben war, kostete im März schon 11,15€/m². Der Jahrestrend zeigt allerdings, dass die Mieten seit Mitte 2014 bis heute erheblich gesunken sind.

Wer nach einer günstigeren Alternative sucht, sollte sich nach einer Wohnung in den Berliner Randbezirken umschauen. Hier gibt es bezahlbaren Wohnraum in einem schönen Umfeld. Den weiteren Weg in die Innenstadt muss man dann allerdings in Kauf nehmen. In der Stadt sind die Bezirke im Nordosten immer noch die günstigsten Wohngegenden. Dazu gehören Marzahn, Hohenschönhausen und Hellersdorf. Auch in Spandau und Treptow-Köpenick ist die Chance, bezahlbaren Wohnraum zu finden, noch relativ hoch.

Mietpreise in München: Dauerhafte Höchstpreise

Bayerns Landeshauptstadt München zählt laut Mietspiegel allgemein zu den teuersten deutschen Städten. Nach einem kurzen Anstieg im Februar gehen die Mietpreise dort im Moment wieder minimal runter. Trotzdem lag der Durchschnittspreis mit 20,34€/m² im März immer noch doppelt so hoch wie in Berlin. Der Jahrestrend spiegelt einen gesamtheitlich steigenden Trend wider, der wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nicht abreißen wird.

Wie in der Hauptstadt bieten auch in München die Gebiete am Stadtrand eine günstige Wohnalternative zum überteuerten Münchner Zentrum. Spitzenreiter der Randbezirke ist Freimann. Hier gibt es viele Neubauten zu moderaten Preisen. Die Anbindung ins Zentrum ist mit der U6 gegeben und sollte somit kein allzu großes Problem darstellen. Im Westen der Stadt locken die Stadtteile Langwied, Allach und Aubing ebenso mit Mietpreisen unterhalb des Durchschnittpreises. Besonders für Familien mit Kindern ist Forstenried im Süden der Stadt zu empfehlen.

Mietpreise in Hamburg: stabiles Mittelfeld

In der kurzzeitigen Betrachtung der Mietspiegel über die letzten sechs Monate halten sich die Mietpreise in Hamburg am stabilsten. Mit knapp 15€/m² für eine Wohnung bis 40m² liegt die Hansestadt im Mittelfeld in unserem Vergleich. Seit April 2012 ist dieser Durchschnittswert um ca. zwei Euro gestiegen.

Citynahes Wohnen ist in Hamburg genau wie in den anderen Großstädten für viele nicht bezahlbar. Im Süden der Stadt ist die Lage schon etwas entspannter. Es wurde viel investiert in den Bau von Wohnanlagen auf der Veddel auf der anderen Seite der Elbe. Hier leben vor allem viele Studenten und ausländische Mitbürger, die dem Viertel ein internationales Flair verleihen. Ein weiterer Tipp ist zum Beispiel Hamm-Nord. Die Mieten sind erschwinglich und durch die gute Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Nähe zur Autobahn ist man schnell im Zentrum oder auf dem Weg raus aus der Stadt.

Mietpreise in Köln: Steigende Tendenz seit Jahresanfang

Genau wie in Hamburg sind die Mietpreise in Köln recht stabil. Der Mietpreisspiegel lag im März 2015 bei 13,09€/m² und ist damit seit Januar leicht gestiegen. Mittlerweile sind die Preise wieder fast so hoch wie im November letzten Jahres. Dieser Monat stellt im Jahresvergleich seit April 2012 ein Rekordhoch dar.

Günstige Wohnungen finden Sie auch hier in der Südstadt sowie in den Randbezirken Kölns. Trotz steigender Nachfrage sind die Preise auf der rechten Rheinseite noch bezahlbar. Auch wenn diese Seite des Rheins von den Kölner gern als „schlechtere“ Seite angesehen wird. Hier befinden sich Stadtteile wie Deutz oder Mühlheim. Noch preiswerter wird es etwas abseits im Zentrum in Ostheim und Vingst. Hier sind die Mietpreise am niedrigsten.


Bildnachweis: © Titelbild: Suwicha/ lionvision, Spandau: istock.com/alexsl, München: morguefile.com – pedrojperez

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply